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Zimmerpflanzen vermehren - die 3 besten Methoden

Liebhaber von Zimmerpflanzen können oft gar nicht genug von ihnen bekommen. Statt neue Pflanzen zu kaufen, ist es billiger und nachhaltiger, Zimmerpflanzen zu vermehren. Hier eine Anleitung.

Zimmerpflanzen sind wieder richtig in. Und wer erst mal einen Urban Jungle bei sich zu Hause hat, will meist nur eins: noch mehr Pflanzen haben. Das Tolle an Zimmerpflanzen ist, dass sich die meisten ganz einfach vermehren lassen. Statt neue zu kaufen, kannst du daher deine Pflanzen vermehren. Und wenn du Lust auf andere Arten und Sorten hast, dann tausche Ableger mit Freunden oder auf Tauschbörsen.

Doch nicht alle Zimmerpflanzen lassen sich auf die gleiche Art und Weise vermehren. Hier daher ein Überblick, wie du welche Zimmerpflanzen am besten vermehrst.

Wann und wie Ableger von Zimmerpflanzen machen?

Der beste Zeitpunkt, um Ableger von deinen Zimmerpflanzen zu gewinnen, ist das Frühjahr und der Frühsommer, spätestens bis August. Ist ja auch einleuchtend, denn längere Tage, mehr Licht und Wärme bedeuten für Pflanzen den Beginn der neuen Vegetationsperiode. Und da wollen die Pflanzenkinder unbedingt mitwachsen. Auch die jungen Triebe der Zimmerpflanzen eignen sich gut, um Stecklinge zu nehmen.

Junge Pflanzen sollten übrigens erst erwachsen werden, bevor du Ableger von ihnen machen kannst. Das heißt, dass sie einen gut entwickelten Wurzelballen und feste Triebe haben müssen.

1. Vermehren über Ableger

Das Vermehren von Zimmerpflanzen über Ableger ist wohl die einfachste Art, um an neue Zimmerpflanzen zu kommen. Denn die Pflanzen produzieren ihre „Kindel“ selbst. Du musst sie nur noch abnehmen und einpflanzen. Besonders leicht geht das zum Beispiel bei der Grünlilie. Sie ist eine so genannte Adventivpflanze. Das heißt, dass sie Tochterpflanzen an den Enden von Trieben bildet. Eine andere Adventivpflanze ist das Brutblatt, an dessen Blatträndern kleine Kindel wachsen. Bei der Grünlilie musst du die Kindel, die an langen Trieben wachsen, nur abschneiden. Sie wachsen besser an, wenn du sie vor dem Einpflanzen noch ein paar Tage in ein Wasserglas stellst, damit sie noch etwas Wurzeln bilden.

Die meisten anderen Zimmerpflanzen bilden Ableger, die neben der Mutterpflanze aus der Erde treiben, wie zum Beispiel bei der Pilea peperomioides bzw. Ufo-Pflanze, der Agave oder der Aloe Vera. Hier musst du, um an die Ableger zu kommen, die Pflanze aus dem Pflanztopf nehmen und die Ableger mit einem scharfen, sauberen Messer abnehmen. Schneide möglichst nah am Haupttrieb, da dann die Pflanze am wenigsten verletzt wird. Am besten machst du das, wenn du die Zimmerpflanzen umtopfst. Pflanze den Ableger dann in einen Topf mit Anzuchterde. Halte die Erde nur mäßig feucht, damit die kleine Pflanze nicht zu faulen beginnt.

Der beste Zeitpunkt sowohl zum Umtopfen als auch für das Abnehmen von Ablegern ist der Zeitraum vom Frühjahr bis in den Frühsommer.

Tipp: Ableger von Sukkulenten müssen einige Tage liegen bleiben, damit die Schnittstellen trocknen.

2. Ableger durch Stecklinge

Andere Zimmerpflanzen lassen sich durch Stecklinge vermehren. Bei Stecklingen werden meist Triebe abgeschnitten und diese dann in Erde gesteckt oder in ein Glas mit Wasser gestellt, bis sie Wurzeln treiben. Einige Pflanzen lassen sich sogar nur mit Blättern, so genannten Blattstecklingen vermehren.

Schneide für einen Steckling eine etwa acht bis 15 Zentimeter lange Triebspitze ab. Sie sollte mindestens zwei bis drei Blätter haben und darf noch nicht verholzt sein. Hat der Trieb mehrere Blätter, entferne die unteren und stelle den Trieb in ein Wasserglas. Wenn sich Wurzeln gebildet haben, kannst du den Steckling in einen Blumentopf pflanzen. So kannst du zum Beispiel Buntnesseln, Blattbegonien, Weihnachtsterne oder Gummibäume vermehren. Willst du Pflanzen vermehren, die Luftwurzeln bilden, schneide den Steckling am besten dort ab, wo sich mehrere Luftwurzeln gebildet haben.

Zimmerpflanzen, die weniger Wasser benötigen, kannst du gleich in einen Blumentopf mit Erde stecken. Verwende möglichst nährstoffarme Erde und pflanze den Steckling in einen Topf mit normaler Blumenerde, wenn er angewachsen und die ersten Triebe gebildet hat. Der Steckling wächst besser an, wenn du ihn mit einer durchsichtigen Folienhaube abdeckst. So lassen sich zum Beispiel Sedum-Arten, Weihnachtskaktus, Porzellanblume, Efeututen, Monstera, Drachenbäume oder Gummibäume vermehren.

Der beste Zeitpunkt ist Januar bis März, viele Zimmerpflanzen lassen sich aber auch später vermehren

3. Teilen des Wurzelballens

Einige Zimmerpflanzen lassen sich vermehren, indem du den Wurzelballen teilst. Das geht zum Beispiel bei den Orchideen. Am besten lassen sich die Pflanzen beim Umtopfen teilen. Schneide den Wurzelballen mit einem scharfen Messer in zwei oder auch drei Teile. Entferne vertrocknete oder braune Wurzeln und pflanze jeden Teil des Wurzelballens in einen eigenen Pflanztopf. Weitere Beispiele sind die Glücksfeder, der Bogenhanf, das Cypern-Gras, das Einblatt, die Korbmaranthe oder die Grünlilie.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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