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Zimmerpflanzen für sonnige Südfenster

Für viele Zimmerpflanzen ist es hinter der Glasscheibe an einem Südfenster zu heiß. Dennoch gibt es sie – die robusten, die Sonne liebenden Pflanzen fürs sonnige Standorte. Wir stellen die 16 schönsten Zimmerpflanzen vor.

Was sind sonnenliebende Zimmerpflanzen?

Zimmerpflanzen, die für Südfenster geeignet sind, sollten am Tag mindestens vier Stunden Sonne abbekommen. Diese Zimmerpflanzen stammen meistens aus tropischen Gegenden oder Gegenden mit Wüstenklima, so dass die Pflanzen gut an Hitze und viel Sonne angepasst sind.

Allgemeine Merkmale von Pflanzen, die Sonne vertragen

Eine Faustregel ist, dass Pflanzen mit kleinen Blättern Sonne besser vertragen als solche mit großen Blättern. Haben die Pflanzen zudem behaarte oder feste Blätter ist dies ein weiteres Indiz, dass sie Sonne und Hitze aushalten, da dies ein Schutz vor Verdunstung sind. Sukkulenten, die feste und dicke Blätter haben, sind ein gutes Beispiel dafür. Sie verdunsten über ihre Blätter wenig Wasser. Zudem dienen die dicken Blätter als Wasserspeicher, so dass sie längere Trockenperioden gut überstehen.

Südfenster und der Einfluss der Glasscheibe

Südfenster ist nicht gleich Südfenster – was erst mal komisch klingt, wird verständlich, wenn man an die Isolierung der Fensterscheiben denkt. Moderne Fenster isolieren gut, so dass auch an heißen, sonnigen Tagen kein Hitzestau zu erwarten ist. Bei älteren Fenstern hingegen kann es hinter der Scheibe sehr heiß werden. Stark isolierende Fenster schlucken zudem viel vom einfallenden Licht. Hinter ihnen kann es sogar für sonnenhungrige Pflanzen zu dunkel sein. Hier musst du ein bisschen ausprobieren, welche Pflanzen sich wohl fühlen.

Sonnenhungrige Zimmerpflanzen

1. Echte Aloe (Aloe Vera)

Als Sukkulente ist die Aloe Vera bestens für ein Leben auf einer sonnigen Fensterbank gerüstet. Die Pflanze hat bis zu 60 Zentimeter lange, dicke Blätter, an deren Rändern kleine Zacken stehen. Die Aloe Vera ist eine sehr pflegeleichte Zimmerpflanze, die wenig Wasser braucht. Sie darf erst gegossen werden, wenn die Erde im Topf bereits trocken ist. Das Wachstum kannst du mit der Gießmenge beeinflussen. Wenn die Pflanzen häufiger gegossen werden, wachsen sie schneller. Die Aloe Vera kann sehr groß werden.

2. Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Der Elefantenfuß ist eine besonders sonnenhungrige Zimmerpflanze. Ihr exotischer Wuchs mit dem dicken Fuß und den langen, überhängenden Blättern macht sie als Zimmerpflanze bei uns beliebt und hat ihr auch den weiteren Namen „Flaschenbaum“ eingebracht. Der Elefantenfuß wächst sehr langsam und kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Vorsicht: Der Flaschenbaum ist leicht giftig. Katzenbesitzer sollten daher besser die Finger von ihm lassen.

3. Wunderstrauch, Kroton (Codiaeum variegatum)

Der Wunderstrauch, auch Krebsblume genannt, ist eine wunderschöne Zimmerpflanze, deren bunte Blätter so manche Blüte in den Schatten stellt. Der Wunderstrauch liebt viel Sonne. Steht er zu schattig werden die Äste sehr dünn und weich. Die Krebsblume gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Ihre Blätter sind daher leicht giftig. Sie dürfen nicht in Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren stehen.

4. Säuleneuphorbie (Euphorbia trigona)

Die Säuleneuphorbie, als Kaktusähnliche Wolfsmilch, Dreikantige Euphorbie oder auch als Dreikantige Wolfsmilch genannt, zählt wie der Wunderstrauch zu den Wolfsmilchgewächsen und ist ebenfalls giftig. Die pflegeleichten Zimmerpflanzen wachsen schnell und können bei uns bis zu zwei Meter hoch werden. Sie haben dicke, dreikantige Stängel, an deren Kanten Dornen sitzen. Oben an der Spitze tragen sie kleine Blätter. Wenn die Säuleneuphorbie zu groß für die Fensterbank oder das Zimmer wird, kannst du schneiden. Beim Schneiden immer Handschuhe tragen, da der austretende Milchsaft Hautreizungen verursacht.

5. Grünlilie (Chlorophytum comosum)

Die robuste Grünlilie fühlt sich an einem Platz am Südfenster wohl. Wegen ihrer langen, überhängenden Blätter sollte sie in einer Blumenampel oder auf einer Pflanzsäule wachsen. Grünlilien brauchen nicht viel Wasser und halten auch einige Tage in Trockenheit aus.

6. Madagaskar-Palme (Pachypodium lamerei)

Manch einer wird sich beim Anblick einer Madagaskar-Palme fragen, ob er einen Kaktus oder eine Palme vor sich hat. Die Antwort lautet weder das eine noch das andere. Die Pflanze hat einen stacheligen Stamm und treibt oben längliche Blätter. Diese wirft sie übrigens ab, wenn sie zu nass oder trocken steht. Die Pflanze ist aber sehr pflegeleicht und verträgt auch trockene Heizungsluft im Winter. Doch Vorsicht: Die Madagaskarpalme gehört zu den Hundsgiftgewächsen und ist damit in allen Pflanzenteilen giftig.

7. Christusdorn (Euphorbia milii)

Und noch ein giftiges, aber sehr dekoratives Wolfsmilchgewächs. Die dornigen Triebe werden von hübschen roten Blüten gekrönt. Auch diese Pflanze ist sehr pflegeleicht, aber nichts für Haushalte mit kleinen Kindern und Haustieren.

8. Palmlilie (Yucca)

Die Palmlilien werden umgangssprachlich Yucca-Palmen genannt, da ihr Wuchs an den von Palmen erinnert. Am richtigen Standort können sie pflegeleichten Pflanzen sehr hoch und breit werden. Palmlilien müssen ausreichend gegossen werden, vertragen aber keine Staunässe.


9. Flammendes Käthchen, Madagaskarglöckchen (Kalanchoe blossfeldiana)

Am bekanntesten sind die rot blühenden Kalanchoen, die dem Flammenden Käthchen zu ihrem Namen verholfen haben. Mittlerweile gibt es auch gelb, orange, pink und weiß blühende Sorten. Sie fühlen sich alle an einem sonnigen Fenster wohl. Kalanchoen überstehen auch längere Trockenperioden, aber kein dauerhaft nasses Substrat oder gar Staunässe. Wichtig ist daher, sie in durchlässiges Substrat zu pflanzen.

10. Brutblätter (Kalanchoe daigremontiana)

Das Brutblatt gehört wie das Flammende Käthchen zur Gattung der Kalanchoen und hat dicke, fleischige Blätter. Es wird anders als seine Verwandte ziemlich groß und erreicht stattliche 150 Zentimeter. Die Blätter des Brutblatts können an einer Pflanze verschiedene Grüntöne annehmen. Brutblätter haben lange, dreieckige Blätter. Die Pflanzen bilden Blütenrispen, an denen die rot bis purpurfarbenen Einzelblüten wie kleine Glocken herabhängen. Da die Pflanze giftig ist, sollte sie nicht in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren stehen. Beim Schneiden der Pflanze solltest du Handschuhe tragen.

11. Bandbusch (Homalocladium platycladum)

Noch nicht sehr bekannt ist der Bandbusch. Die Triebe der Pflanze sehen aus als hätte sie jemand platt gewalzt und haben in regelmäßigen Abständen Einschnürungen, an denen die kleinen Blätter wachsen. Diese braucht die Pflanze aber nicht, da die Aufgabe der Blätter von den grünen, biegsamen Ästen übernommen werden. Dennoch solltest du auf die Blätter achten, denn wenn der Bandbusch sie abwirft, ist dies ein Zeichen, dass er zu trocken steht. Der Bandbusch kann bis zu einem Meter hoch und sehr breit werden. Der Bandbusch bildet seitlich an den Abschnitten weiße Blüten, aus denen sich rote Früchte entwickeln.

12. Schwiegermutterstuhl-Kaktus (Echinocactus grusonii)

Der Schwiegermutterstuhl-Kaktus ist ein besonders pflegeleichter Kaktus und wegen seiner runden Form sehr beliebt. Er steht hier als Beispiel für viele andere Kakteen, die sich an einem Südfenster wohl fühlen, wie zum Beispiel dem Greisenhaupt (Cephalocereus senilis) oder der Bischofsmütze (Astrophytum myriostigma). Alle Kakteen lieben einen hellen, aber nicht alle einen sonnigen Standort. Als Faustregel gilt, dass Kakteen umso besser sonnige Standorte vertragen je heller sie sind.

13. Dreimasterblumen (Tradescantia)

Tradeskantien sind dekorative Blattpflanzen, die sich wegen ihrer herabhängenden Triebe in Hängeampeln besonders gut machen. Die Dreimasterblumen sind sehr pflegeleicht und überstehen so manchen Pflegefehler. Für Pflanzenanfänger daher unbedingt empfehlenswert.

14. Geldbaum (Crassula ovata)

Der Geldbaum mit seinen knubbeligen, runden Blättern mag einen sonnigen Standort sehr gern. Im Winter hat es die unkomplizierte Pflanze allerdings gern etwas kühler und hält eine leichte Winterruhe.

15. Erbsenpflanze (Senecio rowleyanus)

Wie Erbsen, die auf einer Schnur aufgefädelt wurden, sehen die Triebe dieser Hängepflanze aus. Die Pflanze stammt aus Südafrika und ist daher an Wärme und viel Licht gut angepasst. Die Pflanzen müssen nicht oft, dann aber durchdringend gegossen werden. Überschüssiges Wasser muss aber ablaufen können, denn Staunässe vertragen die Pflanzen gar nicht.

16. Bogenhanf

Bogenhanf wird häufig als Pflanze beschrieben, die auch in dunkleren Zimmerecken wächst. Stimmt, aber nur weil diese Pflanze unverwüstlich ist. Wohler fühlt sie sich nämlich an sonnigen Standorten und wächst dort auch besser. Wenn du nun deinen Bodenhanf an das sonnige Südfenster holen möchtest, stelle sie nicht sofort in die Sonne, sondern gib ihr etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen.

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