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Die besten Pflanzen für einen Cottage Garten

Nichts ist romantischer als ein Cottage-Garten. Mit den richtigen Pflanzen gelingt dir das Anlegen üppiger Blumenrabatten und du kannst dir ein Stück dieser Landromantik in deinen Garten holen.

Kleine Geschichte der englischen Cottage-Gärten##

Wohl um 1400 entstanden die ersten Cottage-Gärten in England. Zu dieser Zeit war jedes Stückchen Land notwendig, um die Menschen zu ernähren. So wurde der Garten hinter den Cottages, den kleinen Häusern der Landarbeiter, genutzt, um Gemüse, Obst und Kräuter anzupflanzen. Die Pflanzen wurden eng gepflanzt, um möglichst hohen Ertrag zu erwirtschaften. Ein Nebeneffekt dieser Pflanzmethode war, dass die Gärten wild und romantisch aussahen.

Blumen spielten eine untergeordnete Rolle. Sie wurden zwischen Gemüse gepflanzt, um Unkraut zu unterdrücken und Insekten zur Bestäubung der Gemüsepflanzen anzulocken. Mit dem Einsetzen der industriellen Revolution zogen viele Landarbeiter in die Städte, um dort Arbeit zu finden. Die Tradition der Anlage eines Landhausgartens wurde von den Menschen, die auf dem Land blieben, beibehalten.

Gertrude Jekyll (1843-1932) nahm die Tradition der englischen Landhausgärten auf und legte den Grundstein für den Stil des modernen Cottage-Gartens. Kennzeichen dieses Gartenstils sind dicht wachsende Blumen in Rabatten, die über die Beetbegrenzung hinauswachsen, Blumen in Pastelltönen, Rosen, die Bögen erklimmen, duftende Kräuter, die Verwendung natürlicher Materialien und sich windende Gartenwege, die immer wieder einen neuen Blick in und auf den Garten ermöglichen. Englische Cottage-Gärten sehen aus als ob sie natürlich entstanden wären,

Gestaltungstipps für einen gelungenen Cottage Garten##

Hier die wichtigsten Regeln, damit dir ein romantischer Bauerngarten gelingt:

  • Wähle robuste Pflanzen aus. Der Charme eines Cottage-Gartens beruht auf dicht bewachsenen und üppigen Blumenrabatten. Das heißt, dass die Pflanzen in starker Konkurrenz um Licht und Nährstoffe stehen. Empfindliche Pflanzen werden im Bauerngarten verdrängt.

  • Achte auf die Ansprüche der Pflanzen an den Standort und den Boden und prüfe, ob sie in deinem Garten gegeben sind. Auch robuste Pflanzen gedeihen am falschen Standort schlecht.

  • Achte auf die Farben der Blüten. Im romantischen Gärten sehen Kombinationen von Weiß und Rosa oder Gelb und Blau sehr schön aus

  • Vermeide gerade Linien. Lass‘ sich deinen Gartenweg durch den Garten schlängeln und setze Torbögen oder Pflanzpyramiden ein, damit der Betrachter hinter ihnen Neues entdecken kann.

  • Verwende natürliche Begrenzungen deines Gartens, wie zum Beispiel Holz- oder Staketenzäune, an den sich Stockrosen lehnen können oder begrenze deinen Garten mit Hecken.

  • Lass Kletterrosen oder Kletterpflanzen an Spalieren oder in Bäume wachsen. Gerade an Torbögen oder an Mauern sehen Kletterpflanzen wildromantisch aus.

  • Vergiss nicht, duftende Pflanzen, wie Rosen, Geißblatt, Lavendel oder Kräuter zu pflanzen

Einjährige Pflanzen für einen Cottage Garten##

  • Zinnien (Zinnia) Zinnien blühen den ganzen Sommer und benötigen so gut wie keine Pflege. Es gibt viele Sorten, die in vielen kräftigen Farben blühen.

  • Glockenblumen (Campanula) Glockenblumen haben eine lange Blütezeit und sind auch als Schnittblumen gut geeignet. Sie sind bei Hummeln sehr beliebt und sollten daher in keinem Garten fehlen. Die hübschen Blumen säen sich von alleine aus und erscheinen in jedem Jahr wieder im Garten.

  • Ringelblumen (Calendula) Die hübschen gelben bis orangefarbenen Blüten der Ringelblumen zeigen sich von Mai bis Oktober. Sie sind eine der ältesten Zierpflanzen in unseren Gärten und auch als Heilpflanzen sehr beliebt. Die einjährigen zwischen 20 und 60 Zentimeter hohen Pflanzen bilden gekrümmte Samen aus, die fast ringförmig aussehen. Sie wachsen am besten an vollsonnigen, nicht zu feuchten Standorten.

Stauden für einen Cottage-Garten##

  • Akelei Die filigranen Blüten der Akelei verwandeln jeden Garten im Frühling in einen kleinen Märchengarten. Akeleien lieben einen halbschattigen Standort und einen durchlässigen, humosen Boden. Die Blätter, die jung noch zartgrün sind, verfärben sich im Sommer zu einem Graugrün. Akeleien sind bei Hummeln sehr beliebt.

  • Astern (Aster) Vor allem die lila Astern bringen noch einmal kräftig Farbe in den herbstlichen Garten. Wem das Lila der Astern zu kräftig ist, kann auch weiß blühende Sorten wählen. Allerdings gibt innerhalb der sortenreichen Astern neben den Herbstastern auch Frühlings- und Sommerastern. Neben der großen Auswahl an Farben sind auch niedrige und bis zu einem Meter hohe Astern erhältlich. Allen ist gemeinsam, dass sie einen möglichst sonnigen Standort und nährstoffreichen Boden benötigen.

  • Eisenhut (Aconitum) Eisenhut ist eine wunderschöne Staude, die dem Rittersporn sehr ähnelt. Eisenhut ist nicht so empfindlich wie Rittersporn und bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte und nährstoffreiche Böden. Ab Juli zeigt die Pflanze ihre tiefblauen Blüten, die locker an rispenartigen, bis zu 140 Zentimeter hohen Blütenständen stehen. Eisenhut ist sehr giftig.

  • Fingerhut (Digitalis) Fingerhut ist eine rustikale Pflanze für den Bauerngarten. Die giftige Pflanze ist zweijährig, samt sich aber zuverlässig aus. Da die kleinen Samen vom Wind weitergetragen werden, ergeben sich jedes Jahr neue Standorte. Sie ist eine wichtige Nährpflanze für Hummeln. Fingerhut braucht nährstoffhaltigen, durchlässigen Boden und einen halbschattigen Standort.

  • Frauenmantel (Alchemilla) Frauenmantel ist ein wunderbarer Bodendecker für den Rand eines Beets. Wunderschön sind die zart grünen Blüten, die über den Blättern zu schweben scheinen. Frauenmantel sät sich bei gutem Bedingungen stark aus und kann etwas lästig werden. Um dies zu vermeiden, solltest du die verblühten Blüten abschneiden. Frauenmantel stellt wenig Ansprüche an Boden und Standort, gedeiht aber in humusreichem, durchlässigen Substrat und an einem sonnigen bis halbschattigen Standort am besten.

  • Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) Die bezaubernden weißen oder zartrosa Blüten der Anemonen im Herbst sind ein Trost dafür, dass der Winter zu Ende geht. Die Blütezeit der Anemonen ist sehr lange, da jede Pflanze viele Blüten hervorbringt. Anemonen neigen dazu, sich stark zu vermehren und benötigen daher Pflanzpartner, die ihrem Wunsch nach Verbreitung standhalten können. Herbstanemonen werden je nach Sorte zwischen 50 und 120 Zentimeter hoch. Herbst-Anemonen wachsen am besten an halbschattigen Standorten mit einem lehmig-humusreichen Boden. Sonnige Standorte Wesen auch gut vertragen, wenn die Pflanzen ausrechend gegossen werden.

  • Katzenminze (Nepeta) Nicht nur Katzen lieben Katzenminze. Die Stauden säumen den Rand von Beeten und zeigen ein zweites Mal im Jahr ihre hübschen blauen Blüten, wenn sie nach der ersten Blüte zurückgeschnitten werden. Katzenminze benötigt einen sonnigen Standort und ist auch mit kargem Boden zufrieden. Bienen umschwärmen die Blüten, die an schmalen Blütenständen stehen. Katzenminzen blühen in Wei, Rosa, Lila oder Blau. Höhere Sorten sehen auch sehr schön als Rosenbegleiter aus.

Katzenminzen ist zwischen April und Juli. Die je nach Art und Sorte violetten, blauen, weißen oder rosafarbenen Blüten stehen in schmalen Blütenständen, die aus unzähligen Einzelblüten bestehen, auf bis zu 1,40 m hohen Stängeln.

  • Lavendel (Lavandula angustifolia) Der aus der Mittelmeerregion stammende Lavendel ist aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Die grau grünen Blätter und seine lilafarbenen Blüten machen ihn zu einer der schönsten Gartenpflanzen. Er verwöhnt aber nicht nur unser Auge, sondern betört auch durch seinen intensiven Duft. Er ist eine beliebte Bienennährpflanze. Ideal auch für faule Gärtner, da Lavendel sehr pflegeleicht ist. Tipp: Die duftenden Blüten kannst du im Sommer ernten und zum Beispiel für Duftsäckchen oder zur Herstellung von Badesalzen verwenden.

  • Nelken (Dianthus) Nelken sind sehr beliebte Pflanzen für gemischte Blumenrabatten. Die meisten der etwa 300 Sorten sind einjährig, es gibt aber auch mehrjährige Sorten. Das Farbspektrum der Nelken reicht von Rosa, Rot, Lila, Weiß bis zu Gelb. Nelken sind auch als Schnittblumen gut geeignet, wenn du es übers Herz bringst, sie zu schneiden. Nelken können leicht im Frühjahr aus Samen an einem sonnigen Standort gezogen werden.

  • Mohn (Papaver) Mohn blüht zwar nur relativ kurz, dafür aber spektakulär. Da die borstig behaarten Blätter nach der Blüte einziehen, nimmt die Staude auch keinen Platz im Staudenbeet ein. Neben den roten Blättern des Mohns gibt es viele Hybridarten, die in Weiß bis Braunviolett blühen. Nach der Blüte bilden sich die ebenfalls sehr attraktiven Damenkapseln des Mohns. Mohn benötigt einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden.

  • Phlox (Phlox paniculata L.) Phlox ist eine ganz typische Pflanze für Bauerngärten. In den rustikalen Gärten wird vor allem der Sommerphlox, Phlox paniculata, gepflanzt. Es gibt Sorten in nahezu allen Farben, von Weiß über verschiedene Rot- und Violett-Töne. Phlox blüht von Juli bis September. Schnecken mögen die Blätter des Phlox nicht. Er benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen feuchten, nährstoffreichen Boden.

  • Rittersporn (Delphinium) Rittersporn ist eine klassische Pflanze für einen Bauerngarten. Wenn du ihn nach der Blüte zurückschneidest, blüht der Rittersporn oft noch ein zweites Mal. Sehr schön sieht es aus, wenn du weiße und blaue Rittersporn-Sorten zusammen in eine Gruppe Pflanzst. Leider sind Schnecken ganz vernarrt in die zarten Blätter des Rittersporn.

  • Schafgarbe (Achillea) Neben der weiß oder rosa blühenden „wilden“ Sorten der Schafgarbe sind vor allem die Blüten der gelb blühenden Schafgarben ein Blickfang für jedes Blumenbeet. Schafgarben benötigen einen vollsonnigen, trockenen Standort.

  • Stauden-Pfingstrosen (Paeoniaceae officinalis) Eine Augenweide sind die üppigen Blüten der Stauden-Pfingstrosen. Die kniehohen Stauden blühen etwa im April. Je nach Sorte blühen sie in Gelb, Weiß oder in verschiedenen Rosatönen und sind entweder gefüllt oder schalenförmig. Die Stauden brauchen ein paar Jahre, bis sie sich an einem Standort wohl fühlen. Doch dann kannst du dich jedes Jahr über diese wunderbaren duftenden Blüten freuen. Sie wachsen besonders gut auf schweren Böden, der aber durchlässig sein sollten. Sie vertragen aber auch andere Substrate, sofern sie nicht zu trocken sind.

  • Stockrosen (Alcea rosea) Stockrosen sind die Stauden, ohne die ich mir einen Garten im Landhausstil nicht vorstellen kann. Die langen Stängel der Stockrosen sehen an Zäunen, vor Hecken oder Mauern besonders hübsch aus. Stockrosen blühen je nach Sorte, in vielen Farben. Die zweijährigen Stauden säen sich von alleine immer wieder aus.

  • Storchschnabel (Geranium) Die lila blühenden Stauden sind für den Rand einer Blumenrabatte sehr gut geeignet, bedecken den Boden zuverlässig und unterdrücken zuverlässig Unkraut. Außerdem meiden Schnecken die Pflanzen und die Blüten sind bei Bienen beliebt. Doch nicht nur wegen ihrer Robustheit sind die Storchschnäbel so beliebt. Sie haben besonders hübsche Blüten und dekorative Blätter. Einige Sorten haben sogar immergrüne Blätter. Es gibt mehr als 400 Sorten von Storchschnäbeln. Die meisten mögen einen nährstoffreichen, durchlässigen Standort. Aufgrund der Vielzahl der Sorten findet sich aber für jeden Gartenbereich die passende Pflanze. Wenn du Sorten mit unterschiedlicher Blütezeit mischst, kannst du dich fast den ganzen Sommer an den zarten Blüten erfreuen.

Kräuter

Schon allein wegen ihres Dufts solltest du auf Kräuter in deinem Cottage-Garten nicht verzichten. Salbei ist nicht nur ein tolles Heilkraut, sondern blüht auch sehr dekorativ. Neben dem bekannten Genoveser Basilikum gibt es noch viele robustere Arten des Basilikums (Ocimum), die sich auch im Blumenbeet behaupten können. Thymian wurde bereits in den Klostergärten angepflanzt. Es ist aber nicht nur ein beliebtes Küchenkraut, sondern kann auch als niedriger Bodendecker eingesetzt werden. Die niedrige Staude mit den kleinen Blättern blüht je nach Sorte rosa oder hellviolett. Alle Kräuter sind Sonnenanbeter und sind hervorragende Bienennährpflanzen.

Gemüse

Während im traditionellen Cottage-Garten das Ziehen von Gemüse im Vordergrund stand, ist der Gemüseanbau nun in den Hintergrund getreten. Das heißt natürlich nicht, dass du nicht zwischen deine Blumen auch Gemüse setzen kannst. Es gibt eine Vielzahl attraktiver Gemüsesorten, die nicht nur gut schmecken, sondern auch gut aussehen, wie zum Beispiel Fenchel, Bohnen oder Blutsauerampfer. Für weitere Vorschläge hier klicken

Büsche, Sträucher und Bäume##

  • Obststräucher Statt Ziersträucher kannst du auch Johannis- oder Stachelbeeren als niedrige Hecken pflanzen. Dekorativ sind auch Beerensträucher als Hochstämmchen, die du neben Gartenwege pflanzen kannst.

  • Obstbäume Da Cottage-Gärten ursprünglich der Versorgung der Familie mit Obst und Gemüse diente, darf natürlich auch ein Obstbaum als Hausbaum im Garten nicht fehlen. Die Wahl der Sorte hängt vom Geschmack der Gartenbesitzer ab. Bedenke aber, dass ein Hochstamm sehr groß werden kann und daher nur für große Gärten geeignet ist.

  • Flieder (Syringa) Der lockere Wuchs des Flieders https://freudengarten.de/show/539/flieder-pflanzen-pflegen-schneiden macht ihn zum idealen Strauch für Cottage-Gärten. Das pflegeleichte Gehölz kann auch gut zur Begrenzung des Gartens eingesetzt werden. Flieder ist sehr pflegeleicht. An sonnigen Standorten wächst er am besten.

  • Rosen (Rosa) Rosen dürfen in einem Cottage-Garten nicht fehlen. Besonders schön sind Kletter- oder Ramblerrosen, die über Torbögen wachsen oder sich in die Kronen von Bäumen winden. Gut geeignet sind auch halbgefüllte Rosen, wie zum Beispiel die Apothekerrose, da sie für Bienen sehr attraktiv sind. Weitere typische Rosen für einen Cottage-Garten sind die duftenden Alten Rosen. Allerdings blühen sie nur einmal. David Austin züchtet seit etwa 1950 Rosen, die im Aussehen den alten Rosen ähneln, aber widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind und remontieren, das heißt mehr als einmal im Jahr blühen.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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