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Efeututen - Tipps zum Pflegen, Vermehren, zu Standort und Rankhilfen

Efeututen zählen zu den robustesten Zimmerpflanzen. Sie klettern an Pflanzstäben hoch oder zieren als Hängepflanzen das heimische Wohnzimmer. Wir geben Tipps zum Pflanzen und Pflegen.

Botanische Information

Die Efeutute (Epipremnum aureum) zählt zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist mit dem Philodendron, der Dieffenbachie und der Monstera verwandt. Die Pflanze stammt aus Südostasien und wächst als Kletterpflanze im Dschungel unter dem schützenden Blätterdach hoher Bäume. Efeututen können bis zu 10 Meter lange Triebe bilden, die bei uns entweder an Kletterhilfen hoch oder von Blumenampeln herunterwachsen. Im Handel werden Efeututen meistens als Kletterpflanzen angeboten, die sich an einem Moosstab emporwinden.

Efeututen haben hübsche herzförmige Blätter, die wechselständig an den Stielen wachsen. Ihren hohen Zierwert verdanken sie der Färbung der Blätter, denn sie sind meistens weiß oder gelb gefleckt oder haben verschiedene Grüntöne.

Standort und Pflege

Efeututen mögen einen hellen, aber nicht sonnigen Standort. Je dunkler die Pflanze steht, desto dunkler werden auch die Blätter. An hellen Standorten sind die Blätter hübsch panaschiert. Sind die Blätter einfarbig dunkelgrün, so ist dies ein Zeichen, dass sie Pflanze zu dunkel steht. Allgemein gilt, dass Sorten, deren Blätter stärker gezeichnet sind einen helleren Standort benötigen. Am liebsten haben es die Efeututen, wenn an ihrem Standort eine gleichmäßige Temperatur von etwa 20 Grad herrscht. Die Temperatur sollte aber nicht unter 16 Grad fallen.

An das Substrat stellen die Blattschmuckstauden keine großen Ansprüche und sind mit normaler Blumenerde zufrieden und gedeihen auch in Hydrokultur. Beim Düngen ist die Pflanze genügsam. Regelmäßige zweiwöchige Düngergaben während der Sommermonate sind vollkommen ausreichend.

Efeututen umtopfen

Alle zwei bis drei Jahre solltest du Epipremnum umtopfen. Ein günstiger Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Schüttle das alte Substrat gut vom Wurzelballen ab. Abgestorbene Wurzeln werden abgeschnitten. Nach dem Umtopfen die Pflanze während der nächsten zwei bis drei Wochen gut gießen und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Efeututen gießen

Efeututen wünschen sich ein gleichmäßig feuchtes Substrat. Wenn du aber vergisst, sie zu gießen, kommen sie auch mit längerer Trockenheit zurecht und akzeptieren auch längere Gießintervalle. Staunässe vertragen die Pflanzen aber gar nicht. Gieße überschüssiges Gießwasser daher aus dem Pflanzuntersetzer oder dem Übertopf aus.

Ältere Pflanzen kannst du auch über den Untersetzer gießen. Warte, bis die Pflanze das Wasser aufgesogen hat und gieße eventuell nochmals Wasser nach. Auf keinen Fall darf Wasser im Untersetzer stehen bleiben. Im Winter müssen die Blattschmuckstauden seltener gegossen werden.

Luftfeuchtigkeit

Efeututen brauchen eine Luftfeuchtigkeit von 50 – 65 Prozent. Die Pflanzen genießen es daher, wenn du sie häufig mit Wasser einsprühst. Im Winter sollten sie daher nicht in der Nähe von Heizkörpern stehen. Hier findest du Tipps, wie du die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung erhöhst.

Blüten der Efeututen

Als Zimmerpflanzen werden Efeututen bei uns nur als Blattschmuckstauden gehalten, da sie in unseren Breiten keine Blüten bilden. In ihrer Heimat bilden die Pflanzen die für die Aronstabgewächsen typischen Blütenkolben, die bei den Efeututen aber sehr unauffällig sind.

Efeututen vermehren

Efeututen lassen sich leicht vermehren. Dazu einen etwa 8 bis 10 Zentimeter langen Trieb abschneiden und die unteren Blätter entfernen. Den Steckling in einen Topf mit Blumenerde stecken und die Erde konstant feucht halten. Nach etwa drei Wochen bilden sich Wurzeln und die Pflanze beginnt zu wachsen.

Du kannst die Stecklinge auch in ein Glas mit Wasser stellen. Die Stecklinge werden bald Wurzeln bilden. Wenn diese etwa zwei Zentimeter lang sind, kannst du sie vorsichtig einpflanzen. Achte darauf, die Wurzeln nicht zu verletzen. Wenn du Efeututen als Ampelpflanzen kultivieren möchtest, solltest du sechs bis acht Stecklinge in einen Topf pflanzen.

Efeututen als Kletterpflanze oder Ampelpflanze

Als Kletterpflanzen erobern die schnell wachsenden Pflanzen schnell Treppengeländer oder andere größere Kletterhilfen. Als Hängepflanzen können sie lange, dekorative Pflanzvorhänge bilden, die von Schränken oder Regalen herabwachsen. Aber auch wer wenig Platz hat, kann sich eine Efeutute ins Zimmer holen. Wenn sie zu groß wird, kannst du sie einfach auf die gewünschte Länge kürzen. Wenn du die langen Ranken der Pflanze abschneidest, verzweigt sich die Efeutute besser und wächst buschiger.

Ist eine Efeutute giftig?

Efeututen sind leicht giftig. Sie enthalten Calciumoxalat, das Haut und Schleimhäute reizt. Blätter der Efeututen dürfen daher nicht verzehrt werden. Stelle die Pflanzen daher außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren auf.

Sorten der Efeututen

  • Epipremnum ‚Aureum“: Apfelgrüne Blätter mit goldener Panaschierung, die ihr den Trivialnamen „Goldene Efeutute“ eingeracht hat. Diese Sorte ist weit weit verbreitet

  • Epipremnum "Golden Queen": Sorte mit großflächig goldgelb panaschierten Blättern und Trieben

  • Epipremnum aureum "Marble Queen": Cremeweiß gefärbte Triebe und Blattstiele mit grünen Flecken und Streifen ist das Merkmal dieser Sorte

  • Epipremnum ‚N-Joy‘: Die Blätter dieser Sorte haben große weiße Kleckse.

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