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Stauden aussäen

Stauden werden in der Regel durch Teilen vermehrt. Du kannst Stauden aber auch säen und bereits ab Februar im Haus vorziehen. Stauden, die Klaltkeimer sind, müssen eine Zeit lang der Kälte ausgesetzt sein, um zu keimen.

Was sind Stauden?

Stauden sind krautartige Pflanzen. Ihre oberirdischen Pflanzenteile verholzen nicht, sondern ziehen im Herbst ein, das heißt, dass sie vertrocknen. Im Frühjahr treiben Stauden neu aus. Stauden sind beliebt bei der Gartengestaltung, denn mit ihnen verändert sich der Garten zu jeder Jahreszeit. Außerdem lassen sich mit Stauden wunderbare Blumenbeete anlegen.

Stauden durch Teilung vermehren

Üblich ist es, Stauden durch Teilen des Wurzelstocks zu vermehren. Da Stauden nach einigen Jahren am gleichen Standort dazu neigen, zu verkahlen, müssen sie spätestens dann geteilt werden. Das ist eine gute Gelegenheit, um neue Pflanzen zu gewinnen.

Stauden durch Aussaat vermehren

Es ist möglich, Stauden durch Samen zu vermehren. Viele Stauden vermehren sich auf diese Weise von alleine, wenn ihre Samenstände nicht rechtzeitig entfernt werden. Beispiele für sich selbst aussamende Stauden sind der Frauenmantel oder die Akelei.

Wann werden Stauden gesät?

Der richtige Zeitpunkt zur Aussaat hängt ganz von der Sorte ab. Viele Stauden sind Kaltkeimer. Diese werden im Spätherbst oder während der Wintermonate ausgesät, da sie einen Kältereiz von etwa vier bis acht Wochen benötigen, um zu keimen. Alle anderen Stauden werden im Frühjahr gesät. Ab März kannst du mit der Anzucht im Haus beginnen.

Stauden ansäen – so geht es

Stauden kannst du direkt ins Beet ansäen. Größeren Erfolg wirst du aber erzielen, wenn du Stauden im Haus oder Gewächshaus unter kontrollierten Bedingungen vorziehst.

  • Die Samen entweder gleichmäßig in Anzuchtschalen oder in kleine Töpfchen geben. On der Regel sät man feines Saatgut in Anzuchtschalen und vermischt es mit Sand, damit ein Abstand zwischen den Samen gewährleistet ist. Größere Samen werden in Pflanztöpfe gegeben, dann sparst du dir auch die Mühe des Pikierens.
  • Wie tief die Samen in die Erde kommen, hängt davon ab, ob es sich um Lichtkeimer oder Dunkelkeimer handelt. Die Samen von Dunkelkeimern werden etwa zwei bis drei Mal so tief in die Erde gedrückt, wie der Durchmesser der Samen ist. Lichtkeimer brauchen Licht, um zu keimen, und sollten nicht mit Erde bedeckt werden. Diese Samen werden nur fest auf die Erde gedrückt, am besten mit einem kleinen Brettchen, damit die Samen Kontakt zur Erde haben.
  • Wenn du nicht weißt, ob es sich bei den Pflanzen, die du aussäen möchtest, um Licht- oder Dunkelkeimer handelt, kannst du dich an der Größe der Samenkörner orientieren: In der Regel sind alpine Stauden und Stauden mit feinen Samen Lichtkeimer. Beispiele sind Fingerhut, Königskerze, Weidenröschen oder Blutweiderich. Stauden, die große Samen haben, sind meistens Dunkelkeimer.
  • Die Pflanzschalen dann an einen hellen Platz stellen und die Erde feucht halten. Zum Gießen am besten einen Zerstäuber verwenden, damit die Samen nicht weggeschwemmt werden.
  • Wenn sich nach den Keimblättern die ersten Folgeblätter gebildet haben, müssen die Keimlinge pikiert und in kleine Töpfchen oder Multitopfplatten gepflanzt werden.
  • Wenn sich die Keimlinge zu kräftigen Jungpflanzen entwickelt haben, an ihren Platz im Garten setzen. Dabei die Standortansprüche der Stauden berücksichtigen!

Lohnt sich die Anzucht von Stauden?

Das kommt auf die Menge von Pflanzen an, die du benötigst. Viele Stauden werden sehr groß und stehen als Solitärpflanzen im Blumenbeet, wie zum Beispiel Pfingstrosen oder Eisenhut. Von diesen benötigst du keine große Anzahl von Pflanzen, da in der Regel der Platz begrenzt ist. Mittelhohe Stauden werden oft in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen gesetzt. Hier kann es schon lohnender sein, im zeitigen Frühjahr im Haus mit der Anzucht einiger Pflanzen zu beginnen. Bei niedrigen Stauden, die du flächig pflanzen willst, ist eine Anzucht aus Samen auf jeden Fall lohnenswert.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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