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Zwiebelblumen im Frühjahr pflegen und gut kombinieren

Die beliebtesten Zwiebelblumen für den Frühling mit Tipps zur Auswahl, Zur Pflege, zum Standort und zum Kombinieren mit anderen Frühjahrsblühern, damit ein traumhaft schöner Frühlingsgarten gelingt.

Die zarten Schneeglöckchen breiten sich unter Bäumen und auf den Wiesen aus und die Winterlinge machen mit ihrem kräftigen Gelb Hoffnung auf wärmere Frühlingstage. An geschützten Plätzen nicken bereits die Narzissen freundlich der Frühlingssonne zu und die Krokusse bereiten sich darauf vor, den Frühling zu begrüßen.

Frühling ohne Zwiebelblumen geht also gar nicht, wie traurig wäre unser Garten ohne diese Frühlingsboten. Hier die wichtigsten Zwiebelblumen im Frühling.

Krokusse

Krokusse blühen in vielen Farben, von lila bis purpur, von weiß zu gelb ist alles dabei. Die kleinen Krokusse sind in der Regel früh blühend und verwildern sehr gut. Der so genannte Krokus Vernus oder Holländische Krokus, hat größere Blüten und Blätter blüht später. Die großblumigen Krokusse "Jeanne d Arc" blühen zum Beispiel weiß, die Krokusse der Sorte „Pickwick“ haben kräftige lilafarbene Streifen auf weißem Grund.

Narzissen

Narzissen, im Volksmund auch Osterglocken genannt, verbreiten immer gute Laune, vielleicht weil man bei ihrem Anblick an freundlich nickende Gesichter erinnert wird.

Haben sich die Osterglocken erst einmal im Garten etabliert, bilden sie jedes Jahr größere Horste. Wer sich in Narzissen verliebt hat, kann früh und spät blühende Sorten kombinieren und so die Blütezeit verlängern. Reizvoll ist es auch, verschiedene Farben und Formen kombinieren.

  • Die Sorte „Ice Follies“ ist sehr gut zum Verwildern geeignet. Sie hat große Blüten mit einer blassgelben, flachen Krone, die sich bis ins creme-weiße verfärbt.
  • Die Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus) sind spät blühend und erscheinen erst ab April. Sie sind beeindruckende Schönheiten mit schneeweißen Blüten mit orangener Krone und einem gelben Auge.
  • Die Trompeten-Narzissen, botanisch Narcissus pseudonarcissus, sind die klassischen Osterglocken, die recht robust und anpassungsfähig sind. Sie gedeihen sehr gut vor Gehölzen, da sie dort im Frühjahr hell stehen. Sie benötigen einen humosen, nährstoffreichen Boden. Im Frühling sollten sie feucht stehen. Trockenheit im Sommer ist kein Problem.

Traubenhyazinthen

Traubenhyazinthen sehen sehr niedlich aus und wachsen fast überall. Die kleinen Blüten drängen sich wie Trauben dicht zusammen. Die Traubenhyazinthen werden bis zu 20 cm hoch und bilden schöne Horste. Einziger Nachteil: Die Pflanzen sind giftig.

Hyazinthen

Hyazinthen blühen in vielen Farben, in Pink, Weiß, Violett, Rot, Orange und Gelb. Besonders bekannt sind sie für den intensiven Duft, den sie verströmen. Häufig sind sie in Töpfen und Blumenkästen zu sehen, können aber auch direkt ins Beet gepflanzt werden. Hyazinthen benötigen einen lockeren Boden und in rauen Gebieten einen Winterschutz.

Tulpen

Die Auswahl an Tulpen ist riesig, sei es was die Blütenform oder die Farbe betrifft. Von gestreift, becherförmig oder gefranst bis hin zu vielen Farben sind Tulpen zu haben.

Zurzeit gibt es 15 Tulpenklassen, die sich zum Beispiel in früh, mittelfrüh und spät blühende Tulpen aufteilen, ebenso in Botanische Tulpen und Wildtulpen aufteilen.

Standort und Pflege von Tulpen

Tulpen gedeihen nur an sonnigen Standorten mit nährstoffreichen Böden. Die Blütenstängel solltest Du nach der Blüte abschneiden. Die Zwiebeln von wenig robusten Sorten müssen nach dem Einziehen der Blätter ausgegraben werden, wenn Du ihre Blühwilligkeit erhalten willst. Es gibt aber auch kurzlebige Sorten, deren Lebensdauer auf wenige Jahre beschränkt ist. Langlebige Sorten benötigen am wenigsten Pflege, wie zum Beispiel Darwin-Hybrid-Tulpen und Lilienblütige Tulpen.

Wildtulpen sind langlebig und robust. Haben sie sich erst einmal im Garten etabliert, brauchen sie keine Pflege mehr. Zu den sehr pflegeleichten Sorten zählt die Weinberg-Tulpe (Tulipa sylvestris) und die Kirgisische Tulpe (Tulipa tarda).

Pflanzzeit von im Frühjahr blühenden Blumenzwiebeln

Von August bis September werden im Frühjahr blühende Zwiebeln gepflanzt. Wer das Pflanzen jedoch vergessen hat, kann sich im Topf gezogene Krokusse, Traubenhyazinthen, Tulpen und andere Zwiebelblumen kaufen und ins Beet setzen. Die vorgezogenen Pflanzen sind allerdings deutlich teurer. Außerdem sind nur die gängigen Arten erhältlich.

Standort, Pflege und Boden

Die meisten Zwiebelpflanzen benötigen einen feuchten Standort im Frühjahr und einen trockenen Standort während der Ruhephase im Sommer. Daher ist es wichtig, für einen durchlässigen Boden zu sorgen. Bei schweren Böden ist es empfehlenswert, beim Pflanzen unter den Zwiebeln eine Drainageschicht aus Sand, Splitt oder Kies einzubringen, damit die Zwiebeln nicht faulen.

Ein sonniger Standort ist bei nahezu allen Zwiebelblumen beliebt. Da zur Blütezeit der Frühjahrsblüher Bäume und Sträucher noch kein Laub tragen, ist der Gehölzrand bei Bodenfeuchte ein guter Standort, besonders für Bärlauch (Allium ursinum), Buschwindröschen (Anemone nemorosa) oder das Kaukasische Schneeglöckchen. Später blühende Zwiebelblumen, wie zum Beispiel Tulpen oder Zierlauch, fühlen sich hingegen nur in sonnigen Beeten wohl. Alle Zwiebelblumen sollten im Frühjahr nach der Blüte mit Kompost gedüngt werden.

Zwiebelblumen mit anderen Pflanzen kombinieren

Zwiebelblumen haben im Frühling, wenn der Garten noch leer und kahl ist, ihren großen Auftritt. Nach der Blüte verlieren die Pflanzen stark an Attraktivität, da das welke Laub nicht abgeschnitten werden darf. Daher empfiehlt sich eine Kombination mit Stauden, die die welken Blätter der Zwiebelpflanzen überdecken. Zum Kaschieren sehr gut geeignet sind Stauden, wie zum Beispiel Funkien (Hosta), Bergenien (Bergenia), Taglilien (Hemerocallis) und Pfingstrosen (Paeonia), sowie horstig wachsende Gräser wie das Lampenputzergras (Pennisetum).

Besonders schön sehen kleine Zwiebelpflanzen im Rasen aus. Dieser darf allerdings erst gemäht werden, wenn die Blüten eingezogen sind. Wenn Du Zwiebelpflanzen dicht in Pflanzinseln pflanzst, kannst Du die abgeblühten Zwiebelpflanzen mit dem Rasenmäher umfahren, bis die Blätter eingezogen sind. Aber auch der Gehölzrand oder Baumscheiben sind gute Standorte für Krokusse und Co.

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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