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Sonnenhut Echinacea – Standort, Pflege, Sorten, schneiden, teilen

Der Sonnenhut Echinacea ist Heilpflanze und eine wunderschöne Blume für den Garten. Die pflegeleichte Staude blüht ab Juli und ist bei Bienen sehr beliebt. Wir geben Tipps zum Pflegen und Schneiden.

Fakten zum Sonnenhut (Echinacea)

Die Staude Sonnenhut hat seinen botanischen Namen Echinacea wegen seiner an einen Igelkopf erinnernden Blütenmitte erhalten. Nicht verwechseln sollte man ihn mit den Rudebckien, die auch den umgangssprachlichen Namen „Sonnenhut“ tragen. Die Blüten der Rudbeckien ähneln mit ihrer kegelförmigen Mitte und den leicht herabhängenden Zungenblüten ebenfalls in der Form an einen Hut. Rudbeckien blühen aber nur in Gelb. Außerdem haben sie kaum Heilwirkung und die Pflanzen auch etwas andere Standortansprüche. Im Folgenden wird der Name „Sonnenhut“ nur für Echinacea verwendet.

Sonnenhüte gehören zu der großen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre Heimat sind der Südosten und der Mittlere Westen der USA, wo sie in Prärielandschaften und lichten Wäldern vorkommt. Daher sind sie an kalkhaltige und sehr durchlässige Böden angepasst. Mit ihrer langen Pfahlwurzel holen sie sich auch bei Trockenheit Wasser aus tieferen Bodenschichten.

Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine der bekanntesten Arzneipflanzen und wurde bereits von den Indianern bei Erkältungen, Husten sowie bei Verletzungen verwendet.

Echinaceen werden zwischen 50 und 100 Zentimeter groß. Es gibt eine große Sortenvielfalt und Stauden, die in rot, weiß, gelb und orange blühen.

Standort und Boden

Wie in ihrer Heimat bevorzugen Sonnenhüte einen sonnigen Standort. Leichter Halbschatten wird noch toleriert. Steht die Pflanze zu schattig, blüht sie weniger. Durchlässige und nährstoffreiche Böden dankt er mit üppiger Blüte. Vorsicht jedoch bei Dauernässe. Bei ständig feuchtem Substrat faulen die Wurzeln und die Staude geht ein. Hitze und Trockenheit kann die Pflanze jedoch problemlos aushalten.

Pflanzen und pflegen

Echinacea ist eine sehr pflegeleichte und unkomplizierte Staude für den Garten. Sie ist winterhart und benötigt keinen Winterschutz. Die Blütenstände sehen auch im Winter sehr schön aus und sollten daher erst im Frühjahr abgeschnitten werden. Im Frühjahr Echinacea mit Kompost düngen. Beste Pflanzzeit für den Sonnenhut ist der Herbst. Dann kann die Pflanze noch gut einwurzeln.

Beim Pflanzen ein Pflanzloch ausheben, das etwa zwei Mal so groß ist wie der Wurzelballen. Die Pflanze während des Aushebens in einen Eimer Wasser stellen. Erde mit Kompost anreichern, die Staude einpflanzen und gut angießen. In den nächsten Wochen darauf achten, dass der Boden feucht ist.

Wann Sonnenhut schneiden?

Im Herbst kannst du den Sonnenhut zurückschneiden. Besser aber ist es, die Blätter und verblühten Blütenstände stehen zu lassen und erst im Frühjahr zu schneiden. Die Blätter des Sonnenhuts sind ein natürlicher Schutz vor Frost. Zudem sieht der igelförmige Blütenkopf den ganzen Winter sehr dekorativ im Garten aus, vor allem, wenn sich Raureif über die Stacheln legt. Außerdem freuen sich Vögel, da die Samenstände ihnen als Nahrung dienen.

Beim Schneiden im Frühjahr oder im Herbst setze die Schere bodennah an der Staude an. Nur bei einem jungen Sonnenhut sollten etwa 19 bis 15 Zentimeter der Stängel stehen bleiben.

Wenn Du die Blüten des Sonnenhuts für die Vase schneiden möchtest, solltest du das am frühen Morgen machen, wenn die Blüten noch frisch sind. Die Blumen halten dann länger in der Vase.

Blüte

Die auffälligen Blüten wachsen an steifen Stängeln. Diese sind meist nur im oberen Bereich verzweigt. In der Mitte der Blüte sitzen die großen Blütenköpfe, am Rand wachsen die Zungenblüten. Diese sind zwischen drei und vier Zentimeter lang, hängend oder waagrecht abstehend. Die Blüten sind je nach Sorte rot, rosa, weiß, orange oder gelb. Die Sonnenhüte blühen von Juli bis September und gehören daher zu den lang blühenden Stauden. Die verblühten Blüten sehen auch im Winter, bedeckt mit Schnee oder Raureif, sehr dekorativ aus und sollten daher erst im Frühjahr geschnitten werden.

Für Bienen und andere Insekten

Echinaceen sind gute Schmetterlingspflanzen, aber auch Hautflügler, wie zum Beispiel Hummeln und die Blaue Holzbiene – freuen sich über das Nektarangebot. Die Samenstände der Echinacea sind im Winter für Vögel eine willkommene Nahrungsquelle.

Vermehrung durch Aussaat

Wenn du die Blütenstände der Sonnenhüte stehen lässt, samen sich diese auch von selbst aus. Die Keimlinge erkennst du an den spitz zulaufenden, leicht rötlichen Blättern. Also, Vorsicht beim Unkraut jäten, damit die kleinen Sonnenhüte nicht der Hacke zum Opfer fallen.

Wenn du erstmals Echinacea in den Garten holen willst, kannst du ab März mit der Vorkultur im Haus beginnen. Wichtig: Samen nicht oder nur mit wenig Erde abdecken, da sie zu den Lichtkeimern gehören. Nach den Eisheiligen die Pflanzen ins Beet mit einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern pflanzen.

Sonnenhut Echinacea teien

Alle vier bis fünf Jahre sollte die Staude geteilt werden, da sie sonst blühfaul wird. Vorteil des Teilens ist, dass du die Pflanze dadurch vermehrst. Das Teilen der Echinacea ist sehr einfach. Dazu die Pflanze im Herbst oder Frühjahr mit der Grabgabel herausnehmen, mit einem Messer in etwa faustgroße Wurzeltriebe mit gesunden Trieben und Wurzeln teilen und an einem neuen Platz im Garten anpflanzen. Die Erde am neuen Platz im Beet solltest du davor gut lockern, von Unkraut befreien und mit Komposterde anreichern. Das Angießen nicht vergessen.

Verwendung als Heilpflanze

Fast alle Echinacea-Sorten enthalten entzündungshemmende Stoffe. Diese bekämpfen Bakterien und stärken das Immunsystem. Sonnenhut wird vor allem für Tees und Tinkturen verwendet. In erster Linie kommen als Heilpflanzen der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea), der Schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia) und der Bleiche Sonnenhut (Echinacea pallida) zum Einsatz.

Sorten

Die Gattung Echinacea umfasst neun Arten. Hier sein nur auf den bekannteste ist der auffallend rot blühende Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) mit den auffällig roten Blüten, den Schmalblättrigen Sonnenhut (Echinacea angustifolia), der bis zu 70 Zentimeter hoch wird und rosa Blüten trägt, sowie den Prärie-Igelkopf (Echinacea pallida) hingewiesen. Dieser erreicht eine Höhe von bis zu 140 Zentimetern und blüht ebenfalls rosa. Mittlerweile wird ein sehr großes Sortiment an Echinacea-Sorten angeboten mit früh blühenden Stauden ab Mai und unterschiedlichen Blütenfarben.

Pflanznachbarn

Echinacea mag keine Konkurrenz im Wurzelbereich. Wird die Staude von wuchernden Pflanznachbarn bedrängt, verschwindet sie. Daher ist auf die richtige Bepflanzung im Beet zu achten.

Gut geeignet sind Gräser. Vor allem straff aufrecht wachsende Gräser, wie das Reitgras oder das Lampenputzergras, sehen sehr dekorativ aus. Aber auch andere Sonnenanbeter unter den Stauden, wie Rittersporn, Kugeldisteln, Astern, Phlox oder Zierlauch bilden eine gute Nachbarschaft für den Sonnenhut.

Als Heilpflanze ist Echinacea aber auch bestens im Kräuterbeet zwischen Salbei, Oregano, Thymian oder Lavendel aufgehoben.

Noch ein Tipp: Da Echinacea spät austreibt, solltest du Frühlingszwiebeln oder Frühjahrsblüher zwischen die Sonnenhüte pflanzen.

Ist Echinacea winterhart?

Der Sonnenhut ist winterhart. Der mehrjährige Sonnenhut ist so robust, dass die Pflanze im Beet keinen Winterschutz braucht. Sonnenhüte, die im Topf wachsen, sollten aber etwas vor Frost geschützt werden. Stelle die Pflanztöpfe an einen geschützten Platz, wie zum Beuspiel an eine Hauswand, und umwickle den Pflanztopf mit Jute oder anderen isolierenden Materialien.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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