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Blumen, die du im April ins Freiland säen kannst

Ein Blütenmeer im Garten kannst du leicht selber ziehen. Hier eine Liste von Blumen, die im April direkt ins Beet gesät werden können.

Im April geht das Gartenleben so richtig los. Der Boden erwärmt sich und die Gefahr von starken Frösten sinkt. Jetzt kannst du viele Blumen direkt ins Beet säen. Das ist ein Vorteil für alle diejenigen, die wenig Platz auf dem Fensterbrett haben und für das Vorziehen von Blumen daher sehr umständlich oder gar nicht möglich ist. Außerdem werden viele Blumen, die direkt ins Freiland gesät werden, viel kräftiger und vergeilen nicht. Ein Nachteil ist, dass sie später blühen als im Haus oder im Gewächsgaus vorgezogene Pflanzen.

1. Wucherblume (Chrysanthemum carinatum)

Wie der Name es schon verrät, handelt es sich bei der Wucherblume um eine raschwüchsige Pflanze. Sie blüht in weißen, gelben und roten Farbtönen. Die Wucherblume ist gut als Schnittblume geeignet, da ein regelmäßiger Rückschnitt sie zu neuen Blüten anregt. Die Keimtemperatur liegt bei 12 bis 15 Grad, die Keimdauer zwischen 8 und 12 Tagen.

Standort: sonnig

Boden: normaler, nicht allzu schwerer Gartenboden

2. Ringelblume (Calendula)

Ringelblumen sind mit ihren gelben oder orangefarbenen Blüten richtige Gute-Laune-Pflanzen. Sie sind eine beliebte Bienenweide. Ihre essbaren Blüten kannst du zum Verzieren von Speisen verwenden oder eine wohltuende Ringelblumensalbe herstellen.

Ringelblumen brauchst du nur einmal im Garten ansäen. Danach säen sie sich immer wieder von alleine aus, wenn du die verblühten Blüten im Herbst nicht abknipst. Ringelblumen sind so einfach auszusäen und keimen so zuverlässig, dass du sie direkt ins Beet säen kannst.

Standort: sonnig

Boden: normaler Gartenboden, durchlässig, nährstoffreich

3. Kornblumen (Centaurea)

Von den hübschen Kornblumen mit den blauen Blüten gibt es einjährige ( Centaurea cyanus ) und mehrjährige Arten (Centaurea montana). Kornblumen lassen sich so leicht aus Samen ziehen, dass man die Pflanzen selten in Gärtnereien zu kaufen findet. Ab Angang April kannst du Kornblumen direkt ins Beet säen. Da sie Lichtkeimer sind, werden die Samen nur mit sehr wenig Erde bedeckt. Die Keimtemperatur liegt bei 12 Grad, die Keimdauer zwischen 10 uns 12 Tagen. Wenn du Kornblumen zeitlich versetzt aussäst, verlängerst du so die Blütezeit.

Standort: sonnig

Boden: durchlässig

4. Mohn (Papaver)

Ab Anfang April kannst du Mohn ins Beet säen. Mohnsamen ist sehr fein und wird häufig vom Wind verweht. Wenn du sicher gehen willst, dass möglichst viele Samen keimen, kannst du Mohn in Töpfen aussäen und an einen windgeschützten Platz in den Garten stellen. In jedem Fall werden die Samen nur mit wenig Erde oder etwas Sand bedeckt. Halte die Samen feucht, aber nicht allzu nass. Wenn du Mohn in Töpfen ziehst, darfst du die Keimlinge nicht pikieren. Die Pflanzen werden, wenn der Topf durchwurzelt ist, ins Beet gepflanzt.

Standort: sonnig

Boden: durchlässig, normaler Gartenboden, eher trocken

5. Duftsteinrich (Lobularia maritima)

Der kleine Duftsteinrich ist einer der schönsten Lückenfüller für Blumenbeete oder Balkonkästen. Die weißen oder rosafarbenen Blüten sind bei Bienen äußerst beliebt. Säe den Duftsteinrich nicht zu eng aus, so dass ein Pikieren nicht nötig ist. Duftsteinrich sät sich auch von alleine aus, wenn du im Herbst die Pflanzen im Beet stehen lässt.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: durchlässig, normaler Gartenboden, eher trocken

6. Kappkörbchen (Osteospermum)

Kappkörbchen blühen in vielen verschiedenen Farben, von Weiß, Orange, Rot, Violett hin zu mehrfarbigen Blüten. Die Blütezeit reicht bis in den September. Die Pflanzen werden 20 bis 40 Zentimeter hoch und sind als Balkonblumen für die Sonne sehr beliebt.

Kappkörbchen kannst du ab Ende April direkt ins Freiland säen. Die Aussaat erfolgt am besten in Reihen. Die Keimlinge werden dann pikiert und an ihren gewünschten Standort gepflanzt.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: durchlässig, normaler Gartenboden, nährstoffreich

7. Lupinen (Lupinus)

Gartenlupinen werden zwischen 80 und 120 Zentimeter hoch. Sie haben wunderschöne Blütenkerzen, die zwischen Ende Mai und August in Weiß, Gelb, Lila, Rosa oder Rot blühen. Lupinen brauchen Platz, deshalb solltest du bei der Aussaat einen Abstand von 50 Zentimetern einhalten. Da Lupinen Dunkelkeimer sind, musst du die Samen etwa 2 bis 3 Zentimeter tief in die Erde stecken. Die Samen keimen besser, wenn du sie vor der Aussaat einige Stunden in Wasser einlegst.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: durchlässig, nicht zu nährstoffreich, kalkarm

8. Spiegelei-Blume

Die Blüten der Spiegelei-Blume haben eine gelbe Mitte und einen weißen Rand und sehen daher einem Spiegelei recht ähnlich. Spiegelei-Blumen sind einjährige Pflanzen, die schnell kahle Stellen im Beet bedecken. Die Pflanzen werden etwa 20 Zentimeter hoch und sehen auch als Beetbegrenzung hübsch aus. Du kannst die Samen ab März ins Freiland säen. Damit die hartschaligen Samen besser keimen, solltest du sie einige Stunden in Wasser einweichen.

Standort: halbschattig, sonnig, aber ohne Mittagssonne

Boden: normaler Gartenboden, frisch bis feucht, auch lehmig; leichte, sandige Böden werden nicht vertragen

9. Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

Der Gemeine Lein wird nicht nur als Zierpflanze, sondern auch als Nutzpflanze und Gründüngungspflanze geschätzt. Die Pflanzen werden zwischen 20 und 100 Zentimeter hoch. Die Blüten blühen meist in himmelblau, es gibt aber auch weiß, violett oder rosa blühende Exemplare.

Lein ist ein Dunkelkeimer. Das Saatgut muss daher etwa 2 Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Da Lein eine tiefe Pfahlwurzel hat, werden die Keimlinge nicht pikiert, sondern ausgedünnt, wenn sie näher als 20 Zentimeter beieinander stehen. Wenn du größere Flächen mit Lein bepflanzen möchtest, ist es am einfachsten, die Samen breitwürfig auszusäen.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: sandig bis lehmig, eher trocken, nicht zu nährstoffreich

10. Sonnenblumen (Helianthus annus)

Mit der Aussaat von Sonnenblumen im Freiland solltest du bis Ende April warten, da dann keine harten Fröste zu erwarten sind. Stecke drei Samen zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde. Wenn die Samen aufgehen, lasse nur den stärksten Keimling stehen und knipse die anderen ab. Denn Sonnenblumen wachsen am besten ungestört und vertragen das Pikieren oder Umpflanzen nur schlecht. Achte auf einen ausreichenden Pflanzabstand von 30 – 70 Zentimetern, abhängig von der Sorte, die du gewählt hast.

Standort: sonnig

Boden: stickstoffreich, humos, nicht zu trocken

11. Sonnenflügel (Helipterum)

Die einjährigen Blumen sind vor allem als Schnittblumen für die Trockenbinderei bekannt, sehen aber auch im Beet sehr attraktiv aus. Die einjährigen Pflanzen werden zwischen 15 und 30 Zentimeter hoch und blühen weiß, rosa oder rot. Die Blumen sind empfehlenswert, wenn du viele Schnecken im Garten hast, da diese die Sonnenflügel meist verschmähen.

Helipterum wird entweder in Saatschalen oder im Beet gesät und muss nach etwa drei Wochen pikiert werden. Der Pflanzabstand sollte etwa 25 Zentimeter betragen.

Standort: sonnig

Boden: locker, durchlässig, trocken

12. Studentenblumen (Tagetes)

Tagetes sehen nicht nur hübsch aus, sondern sind auch nützlich, da sie an ihrem Standort Fadenwürmer vertreiben. Sie werden daher häufig zwischen Gemüsepflanzen ins Gemüsebeet gepflanzt. Tagetes haben gelbe bis braunrote Blüten und werden zwischen 20 und 80 Zentimeter hoch.

Die beliebten Studentenblumen kannst du ab April im Freiland vorziehen. Die Erde solltest du vor der Aussaat mit Kompost vermischen. Streue die Samen großflächig aus und bedecke sie nur wenig mit Erde, da Studentenblumen Lichtkeimer sind. Halte die Erde bis zur Keimung feucht. Wenn die Pflänzchen 5 bis 10 Zentimeter groß sind, kannst du sie vorsichtig umsetzen und vereinzeln.

Standort: sonnig

Boden: keine besonderen Ansprüche

12. Himmelsröschen (Lychnis coeli-rosa)

Die einjährigen Himmelsröschen tragen viele kleine Blüten in Rosa, Violett, Himmelblau oder Weiß und sind für jedes Beet oder Pflanztöpfe eine Bereicherung. Die Pflanzen werden 25 bis 30 Zentimeter hoch und sind bei Bienen sehr beliebt. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Damit die Pflanzen nicht vom Wind zerzaust werden, ist ein windgeschützter Standort empfehlenswert.

Die Samen der Himmelsröschen werden im Beet breitwürfig ausgesät und nur mit wenig Erde bedeckt.

Standort: sonnig

Boden: keine besonderen Ansprüche, durchlässig

13. Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica)

Brennende Liebe ist eine Staude, die ihren Namen wegen ihrer stark leuchtenden Blüten erhalten hat und auch Scharlach-Nelke genannt wird. Die winterharte Pflanze wird 50 bis 100 Zentimeter hoch und blüht im Juni und Juli. Die Brennende Liebe ist eine beliebte Nektar- und Pollenpflanze.

Die Samen werden im Beet verteilt und mit etwa 0,5 Zentimeter Erde bedeckt. Die Lichtnelke sät sich auch von alleine aus, wenn du die Samenstände nicht entfernst.

Standort: sonnig

Boden: humos, frisch, nährstoffreich, durchlässig

14. Blaue Rasselblume (Catananche caerulea)

Die blaue Rasselblume ist im Mittelmeerraum beheimatet und möchte daher auch bei uns einen warmen und sonnigen Standort. Rasselblumen ähneln den Kornblumen und werden bis zu 60 Zentimeter hoch Die Blütezeit ist von Juli bis September. Die Samen der Rasselblumen werden nur mit wenig Erde bedeckt.

Standort: sonnig

Boden: sandig, locker, kalkhaltig, trocken, nährstoffreich

15. Glockenblumen (Campanula)

Die verschiedenen Arten der Glockenblumen können ab Ende April direkt ins Freiland gesät werden. Glockenblumen sind Lichtkeimer, daher wird das Saatgut nur mit wenig Erde bedeckt.

Standort: sonnig

Boden: humos, frisch, nährstoffreich, durchlässig

Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)

Die Wiesenflockenblume ist eine Wildstaude und daher sehr pflegeleicht. Mit ihr lockst du viele Bienen und Insekten in deinen Garten. Wiesenflockenblumen werden zwischen 70 und 120 Zentimeter hoch und blühen von Juli bis Oktober.

Standort: sonnig

Boden: humusarm, frisch, lehmig bis sandig

Direkt ins Beet oder in Töpfe säen?

Du kannst die Sommerblumen direkt ins Beet oder zunächst in Töpfe säen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Das Säen in Töpfe hat mehrere Vorteile. Wenn die Töpfe an einem warmen Platz an der Hauswand stehen, keimen mehr Samen und du kannst Saatgut sparen. Ferner wachsen die Keimlinge an einem geschützten Platz schneller als im Beet. Wenn Frost angesagt ist, kannst du die Pflänzchen schnell ins Haus räumen, wo sie besser geschützt sind als unter einer Vliesabdeckung im Garten. Und schließlich kannst du die Töpfe an einem schneckensicheren Ort aufstellen.

Der Nachteil des Aussäens in Töpfe ist, dass es mehr Arbeit macht. Du musst die Töpfe mit Erde füllen, aufstellen, regelmäßig gießen und schließlich die Jungpflanzen ins Beet setzen.

Anleitung zur Aussaat direkt ins Beet

  • Wähle den Standort für deine Blumen im Garten. Einjährige Sommerblumen werden gern in Lücken im Beet gesät, aber auch zur Anlage eines Blumenbeets verwendet. Achte auf die Standortansprüche der von dir gewählten Pflanzen.

  • Lockere den Boden auf und entferne Unkräuter, Wurzeln und Steine.

  • Glätte die Erde mit einem Handrechen.

  • Streue den Blumensamen auf die Erde. Denke daran, dass nicht alle Samen keimen und streue lieber mehr Samen aus als weniger. Eine gleichmäßige Aussaat gelingt am besten, wenn du leicht an das Samentütchen klopfst.

  • Die Samen der Dunkelkeimer werden in die Erde eingearbeitet und noch mit Erde bedeckt. Lichtkeimer werden nur mit einer dünnen Schicht Erde bestreut.

  • Gieße die Erde vorsichtig an und halte sie feucht, aber nicht nass.

  • Sind die Samen gekeimt, so müssen die Keimlinge entweder pikiert oder die schwächeren Keimlinge bei eng stehende Pflänzchen abgeknipst werden.

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