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Monstera, Fensterblatt richtig pflanzen, pflegen und vermehren

Das Fensterblatt ist ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen und erlebt gerade ein Comeback als Instagram-Star. Damit Euer Fensterblatt auch gut wächst, hier Tipps zur Pflege, Standort und Substrat.

Das Fensterblatt mit den bis zu 50 Zentimeter großen, stark gefiederten Blättern ist der Star unter den Zimmerpflanzen und ein Muss für jeden Urban Jungle. Schon allein wegen seiner Größe ist es der Hingucker in jedem Raum. Aber vor allem seine einzigartige Form der Blätter, die entweder stark gefiedert oder mit mehreren Durchbrüchen versehen sind – daher der Name „Fensterblatt“- sind so dekorativ, dass sie mittlerweile auf Tapeten, Kissen und anderen Deko-Gegenständen zu sehen sind.

Allgemeines zum Fensterblatt

Die Monstera gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Heimat der Monstera sind die tropischen Gebiete Mittelamerikas und Südamerikas. Mittlerweile wachsen sie auch wild in Florida, in tropischen Gebieten Asiens, in Australien und im westlichen Mittelmeerraum. Es gibt zwischen 20 und 50 Arten der Fensterblätter.

Viele der Aronstabgewächse werden als Nutzpflanzen verwendet und nur einige haben als Zimmerpflanzen Einzug in unsere Wohnung gehalten, wie eben die Fensterblätter.

Fensterblätter sind Halb-Epiphyten. Das heißt, dass die Jungpflanzen nach dem Keimen zuerst lange, geschuppte Triebe bilden, die über den Waldboden wachsen. Wenn sie auf einen Baum stoßen, wachsen sie an ihm hoch und bilden erst dann die ersten richtigen Blätter.

Ihre Triebe verholzen nicht, daher ist die Monstera immer auf einen Pflanzstab oder ein Rankgerüst angewiesen, um in die Höhe zu wachsen. Die Pflanzen bilden kurze Haftwurzeln, an denen sie sich, wenn sie in freier Natur wachsen, an Bäumen festhalten, und lange Luftwurzeln. Die Luftwurzeln wachsen entweder bis zum Boden suchen nach Humusablagerungen in Astgabeln. Von dort versorgen sie die Pflanze. Der ursprüngliche Trieb stirbt nach einiger Zeit ab.

Die Blätter wachsen wechselständig an den Sprossachsen. An den kräftigen Stielen wachsen die großen Blätter. Je nach Art unterscheiden sich die Blätter in der Form. Es gibt geschlitzte, einfach gelappte bis fiederspaltige, löchrige und geschlitzte Blätter. Es gibt auch Arten, deren Blätter unterschiedliche Jugend- und Altersformen bildet.

Als Zimmerpflanzen bilden die Fensterblätter keine Blüten. Dort, wo sie wild wachsen, bilden sie die für die Aronstabgewächse typischen Blüten: Ein Kolben (Spadix) wird von einem weiß-gelblichen oder rosafarbenen Hochblatt (Spatha) umgeben.

In ihrer natürlichen Umgebung wird die Monstera bis zu 20 Meter hoch. Als Zimmerpflanze erreicht sie immerhin noch stattliche drei Meter.

Bei uns werden vor allem Sorten der Monstera deliciosa kultiviert. Sie hat große, geschlitzte Blätter. In Gegenden, in denen sie wild wächst, wachsen an ihr essbare, nach Ananas schmeckende Früchte.

Der richtige Standort und Substrat für die Monstera

Das Fensterblatt ist hinsichtlich des Standortes sehr anpassungsfähig. An einen vollsonnigen Platz am Fenster solltest du sie allerdings nicht stellen. Im Winter allerdings darf die Pflanze direkt ins Licht rücken. Steht die Monstera zu dunkel, verliert sie ihre attraktive Blattform, da die Schlitze in den Blättern immer mehr zurückgehen. Auch die Stiele werden länger und die Blätter kleiner. Am besten ist ein heller, aber nicht sonniger Platz für die tropische Pflanze.

Da die Monstera aus den warmen Gegenden Süd- und Mittelamerikas stammt, mag sie es gern warm. Im Zimmer sollte die Temperatur daher nicht unter 20 Grad fallen. Wärmere Temperaturen sind für die Pflanze kein Problem. Im Winter verträgt sie aber auch kurzzeitig Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad. Da die Monstera stark wächst, braucht sie vor allem eines: viel Platz.

Als Substrat solltest du hochwertige und strukturstabile Blumenerde verwenden. Das Fensterblatt kann auch in Hydrokultur kultiviert werden. Dann muss sie mit jedem Gießen gedüngt werden, da sie sonst verhungert.

Monstera pflegen

Das Fensterblatt ist sehr pflegeleicht. Sie muss regelmäßig gegossen werden. Vor allem im Sommer braucht die Pflanze reichlich Wasser. Das Substrat sollte nie ganz austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass sein. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Am besten machst du vor jedem Gießen einen Daumentest. Drücke einen Dinger auf die Erde und gieße erst dann, wenn sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt.

Trockene Heizungsluft verursacht im Winter braune Blattränder. Besprühe die Pflanzen regelmäßig mit Wasser, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Verwende am besten kalkfreies Wasser, damit sich keine Kalkflecken auf den Blättern bilden oder ergreife eine der folgenden Maßnahmen hier, um für mehr Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Auch solltest du die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch von Staub befreien.

Eine Monstera braucht eine kräftige Stütze, da sie mit der Zeit sehr schwer wird. Neue Triebe müssen locker angebunden werden.

Tipp: Kannst du die Pflanze über einen längeren Zeitraum nicht gießen, hänge die Luftwurzeln ins Wasser. Die Pflanze versorgt sich dann selbst.

Monstera düngen

Von März bis Oktober sollte das Fensterblatt jede zweite in der Woche mit einem Zimmerpflanzendünger gedüngt werden. Erhält die Pflanze zu wenig Nährstoffe, bleibt die typische Teilung der Blätter aus.

Monstera schneiden

Das Fensterblatt wächst schnell. Daher kann es nötig werden, sie zu schneiden, wenn sie im Zimmer zu viel Platz einnimmt. Du kannst dein Fensterblatt jederzeit zurückschneiden. Nur Radikalschnitte sollten besser im Frühjahr durchgeführt werden. Luftwurzeln solltest du aber nicht schneiden. Du kannst sie in den Pflanztopf umleiten, damit sich die Pflanze über sie versorgen kann.

Monstera umtopfen

Junge Pflanzen sollten jedes Jahr im Frühjahr umgetopft werden. Bei älteren Pflanzen reicht es aus, sie jedes Jahr in einen größeren Topf zu pflanzen. Beo sehr großen Exemplaren werden nur die obersten zwei Zentimeter der Erde im Topf ausgetauscht.

Monstera vermehren

Die Monstera kannst du sehr leicht über Stecklinge vermehren. Schneide dazu einen Trieb mit mindestens zwei Blättern und Luftwurzeln ab. Lasse die Schnittstelle etwas antrocknen und stelle den Trieb dann ins Wasser, bis er Wurzeln getrieben hat. Pflanze ihn dann in einen Topf. Am besten verwendest du die Pflanzenteile von einem Rückschnitt, um die Pflanzen zu vermehren. Hier die genaue Anleitung.

Arten der Monstera

Bei uns wird meist die Art Monstera deliciosa angeboten. Die Sorte ‚Borsigiana' wächst sehr kompakt. Buntlaubige Sorten sind ‚Variegata‘ mit cremeweißen Blättern oder ‚Albovariegata‘ mit hellen Blattflecken.

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