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Eberesche

Ebereschen werden von Vögeln und Insekten geliebt. Daher sollte der Baum im Garten nicht fehlen. Hier Tipps zu Standort, Boden und Sorten des pflegeleichten Baumes.

Allgemeines

Die Gemeine Eberesche gehört zur Familie der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist unter vielen Namen bekannt, wie zum Beispiel Quitsche, Ebisch, Stinkholz und anderen. Der lateinische Name Sorbus aucuparia verrät, dass die Leidenschaft der Vögel für die Beeren des Baums Ihnen leider oft zum Verhängnis wurde. Denn aucuparia leitet sich aus den lateinischen Vokabeln Avis ‚Vogel‘ und capere ‚fangen‘ ab, da die Beeren zum Anlocken und Fangen von Vögeln verwendet wurden.

Die Eberesche ist in Europa weit verbreitet und wächst sogar bis zur Nadelwaldgrenze in den Zentralalpen – sie findet sich in Sibirien ebenso wie in Mittelmeerländern. Der Baum verträgt sehr niedrige Temperaturen und hat tiefe Wurzeln. Wegen dieser Eigenschaften wird sie gern in lawinengefährdeten Gebieten angepflanzt. Da sie auch gegenüber Luftverschmutzung unempfindlich ist, ist sie auch ein beliebter Stadtbaum.

Aussehen

Die Gemeine Eberesche ist ein mittelgroßer Baum mit einer lockeren Krone und federfiedrigen Blättern. Junge Bäume haben eine rotbraune bis graue Rinde, die glatt und glänzend ist. Die Rinde älterer Bäume verfärbt sich zu einem dunklen Grau und wird längsrissig. Im Mai und Juni erscheinen die weißen Blüten der Bäume, die bündelweise in Rispen zusammenhängen. Die einzelnen Blüten haben fünf Kronblätter und sind nur etwa 10 Millimeter groß. In den Monaten August und September werden die etwa einen Zentimeter großen Früchte reif. Sie hängen in Büscheln zusammen und leuchten gelb bis Orangerot.

Standort und Boden

Die Eberesche ist ein anspruchsloser Baum. Sie gedeiht auf nahezu allen Böden – außer bei Staunässe, die sie nur für kurze Zeit verträgt. Am liebsten wächst sie allerdings auf frischen, lockeren und humosen Böden. Ebereschen wurzeln tief, wachsen schnell und vertragen sonnige und schattigere Lagen. Ein weiterer Vorteil der Eberesche ist, dass ihr Laub sich leicht zersetzt und die Bildung von Humus fördert. Ihre Blätter sind daher gut als Mulchmaterial zur Bodenverbesserung geeignet. Nur bei langanhaltender Trockenheit leidet die Eberesche und wirft vorzeitig ihre Blätter ab.

Gemeine Eberesche für Tiere

Die Blüten der Ebereschen sind eine beliebte Bienenweide. Im Herbst machen sich über 60 Vogelarten über die Früchte der Eberesche her, vor allem Amseln und Drosseln lieben die roten Früchte. Aber auch Mäuse und Rehe schätzen die roten Beeren.

Sind die Früchte der Eberesche giftig oder gesund?

Die Beeren der Eberesche lösen leichte Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Durchfall aus, wenn zu viele von ihnen roh gegessen werden. Diese Gefahr ist allerdings gering. Denn die Früchte schmecken äußerst bitter, so dass kaum jemand viele Vogelbeeren verzehren wird. Gekocht sind Vogelbeeren ungiftig und schmecken sehr gut, so dass sie zu vielerlei Produkten verarbeitet werden können. Besonders gern werden sie zu Mus oder Marmelade gekocht, oft in Kombination mit anderen Früchten.

In den Beeren sind unter anderem Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Vitamin C, ätherische Öle, Apfelsäure, Bitterstoffe, Carotinoide, Gerbstoffe, Magnesium, Pektin, Vitamin A, Vitamin C, Zitronensäure enthalten. Als Heilbeeren sind die Früchte der Ebereschen durchaus von Bedeutung und sollen appetitanregend, kräftigend und blutreinigend wirken.

Doch nicht nur die Beeren der Eberesche finden in der Küche Verwendung. Auch die Blüten der Eberesche können getrocknet als Tee zubereitet werden.

Tipp: Damit die Beeren etwas milder schmecken, kannst du sie nach dem ersten Frost ernten oder ein paar Tage in die Kühltruhe legen.

Arten

Die Gemeine Eberesche, oder auch Vogelbeerbaum genannt, ist nur eine Art der Eberesche. Daneben gibt es noch die Mehlbeere (Sorbus aria), den Speierling (Sorbus domestica) und die Elsbeere (Sorbus torminalis). Von der Gemeinen Eberesche gibt es Sorten, wie zu. Beispiel die Bastard-Eberesche (Sorbus hybride Linné). Deren dunkelrote Früchte sind größer als die der Vogelbeere und herb im Geschmack. In Gärten wird als Ziergehölz vor allem die Mährische oder Süße Eberesche (Sorbus aucuparia varietas dulcis) als Ziergehölz gepflanzt.

Als Kübelpflanze oder als Baum für den Steingarten eignet sich die Chinesische Vogelbeere (Sorbus koehneana). Sie hat weiße Früchte und verschönert im Herbst den Garten mit scharlachroter Verfärbung des Laubs.

Ebereschen im Garten

Ebereschen sind sehr pflegeleichte und anpassungsfähige Hausbäume für den Garten. Sie spenden lichten Schatten und können mit Rhododendren unterpflanzt werden. Sie benötigen so gut wie keine Pflege. Nur bei anhaltender Trockenheit sollten sie gegossen werden. Ebereschen können geschnitten werden. Am schönsten entwickeln sie sich allerdings, wenn sie ohne Schnitt wachsen dürfen.

Krankheiten und Schädlinge

Leider sind Ebereschen gegenüber Mehltau und Feuerbrand. Auch Blattläuse finden Geschmack an den Blättern der Eberesche

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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