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Immergrüne Hecken schneiden

Hast du immergrüne Hecken im Garten oder immergrüne Büsche auf der Terrasse? Dann weißt du, dass du sie regelmäßig schneiden musst, damit sie in Form bleiben. Gerade bei den immergrünen Hecken musst du Einiges beachten.

Zeitpunkt zum Heckeschneiden

Immergrüne Hecken können den ganzen Sommer über geschnitten werden. Als Faustregel gilt: von A bis A, das heißt von April bis August. Wichtig ist, nicht an zu heißen Tagen zu schneiden, da die Schnittränder sonst braun werden können. Auch Regenwetter ist nicht geeignet, um Hecken zu schneiden. Denn die offenen Wunden der Büsche sind dann besonders anfällig für den Befall von Pilzen und Schädlingen.

Brütende Vögel berücksichtigen

Hecken sind ein wichtiger Lebensraum für Vögel. Oft nutzen sie den Schutz der dichten Ästchen, um zu brüten. Achte daher vor deinen Schnittmaßnahmen darauf, dass keine Vögel in der Hecke brüten. Die meisten Jungvögel sind ab Ende Juni flügge. Der Nachwuchs von Grünfink, Hänfling, Gimpel verlässt aber erst im August das Nest.

Schnittform

Bei immergrünen Hecken ist es wichtig, die Hecken trapezförmig zu schneiden. Das heißt, dass die Hecke unten breiter ist und nach oben hin immer schmäler wird. So bekommen die unteren Äste auch noch Licht ab und die Hecke wird gleichmäßig dicht. Aber ansonsten sind bei der Wahl der Form dir keine Grenzen gesetzt. Deine Hecke kann wellenförmig sein oder Durchgänge in Form von Bögen haben.

Wie viel schneiden?

Um eine Hecke in ihrer Breite und Höhe zu halten, werden nur die jungen Triebe weggeschnitten, die neu gewachsen sind. Soll die Hecke noch wachsen, lasse einen Teil der jungen Triebe stehen und schneide nur ihre Spitzen ab.

Hilfe - meine immergrüne Hecke ist zu breit. Was kann ich tun?

Häufig passiert es, dass die Hecke zu breit geworden ist. Bei immergrünen Hecken darfst du nicht kräftig zurückschneiden, denn viele Heckenbäume treiben aus altem Holz nicht mehr aus. Bei Thujen (Thuja occidentalis) oder Rottannen (Picea abies) daher keinesfalls ins Holz schneiden, da diese Bäume nicht mehr neu austreiben und diese Stellen der Hecke dann nackt bleiben werden. Ein regelmäßiger Schnitt dieser Hecken ist erforderlich, damit diese in Form bleiben, da ein Verjüngungsschnitt bei diesen Gehölzen nicht möglich ist.

Nach dem Schnitt von Koniferen die Pflanzen ausgiebig gießen und düngen.

Eiben schneiden

Die Eibe (Taxus baccata) ist das einzige Nadelgehölz, das schnittverträglich ist und auch aus altem Holz wieder austreibt. Da die Eibe sehr giftig ist, beim Schneiden Handschuhe tragen und danach die Hände waschen. Mehr über Eiben kannst du lesen, wenn du hier klickst.

Kirschlorbeer in Form bringen

Kirschlorbeeren (Prunus laurocerasus) können stark zurückgeschnitten werden. Am besten ist es, die Äste des Kirschlorbeers mit einer Reb- oder Gartenschere einzeln zurück zurückzuschneiden. Dies ist zwar aufwändig, aber nur so gelingt es, dass die Blätter nicht zerschnitten werden und an den Rändern hässliche braune Ränder bekommen. Außerdem können durch die offenen Wunden Krankheitserreger eindringen. Die Triebe bis zu einer Blattachse zurückschneiden.

Buchsbaum schneiden

Buchsbaum (Buxus) solltest du von Mai bis August schneiden. Du kannst Buchs häufiger im Sommer schneiden, denn je öfter du ihn schneidest, umso dichter wird er. Gerade Buchsbaumkugeln oder -Pyramiden sehen dann noch schöner aus. Wichtig ist auch hier, nicht an sehr heißen, sonnigen Tagen zu schneiden.

Was tun beim Buchsbaumzünsler

Wenn deine Buchsbäume unter dem Buchsbaumzünsler leiden, hilft nur ein radikaler Rückschnitt. Der Buchs hat nur eine Chance, das nächste Frühjahr zu erleben, wenn ihm noch einige grüne Blätter bleiben und er es vor dem Winter schafft, noch einmal auszutreiben.

Praktischer Tipp: Besonders lästig ist das Aufnehmen des Schnittguts nach dem Schneiden. Wenn du unter der Hecke eine Plastikfolie oder ein altes Laken ausbreitest, kannst du diese Arbeit viel schneller erledigen.

Diese Gartenidee wurde verfasst von der Redaktion freudengarten.


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