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Felsenbirne – Standort, Pflege, schneiden

Felsenbirnen sind nicht nur eine Bienenweide, sondern auch eine Augenweide für jeden Gartenfreund. Denn der Strauch hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Und auch die Vögel sind begeistert von diesem Wildgehölz.

Allgemeines

Felsenbirnen zählen zu den Rosengewächsen und sind ursprünglich im Osten Nordamerikas beheimatet. Von ihnen gibt es etwa 25 Arten.

Die weißen sternförmigen Blüten der Felsenbirne (Amelanchier) sind der Hingucker im Frühjahr. Die cremeweißen Blüten zeigen sich von April bis Mai und sitzen in Trauben von fünf bis acht Blüten an den Enden der Äste. Die Blätter sind beim Austrieb bronzefarben und verfärben sich später in ein schönes, sattes Grün. Ab Juni wachsen die Früchte, die etwa einen Zentimeter groß werden. Anfangs sind sie rot und werden blauschwarz, wenn sie reif sind. Übriggebliebene Früchte ähneln vom Aussehen Korinthen. Daher ist die Felsenbirne auch unter dem Namen Korinthenstrauch oder Rosinenbaum bekannt.

Im Herbst bietet die Felsenbirne mit ihrem bunten Herbstkleid ein weiteres buntes Spektakel im Garten. Die Farben der Blätter der Felsenbirne reicht von Goldgelb über Orangerot und Rot.

Der Strauch wird zwei bis fünf Meter hoch, selten kann er auch eine Höhe von 10 Metern erreichen.

Standort und Pflege

Felsenbirnen sind unempfindliche und genügsame Wildgehölze. Sie stellen wenig Ansprüche an den Boden, lediglich feuchte und verdichtete Böden vertragen sie nicht. An sonnigen Standorten entwickeln Felsenbirnen mehr Früchte.

Felsenbirnen benötigen keine Pflege. Die Sträucher können problemlos geschnitten werden, falls sie zu groß werden. In der Regel ist ein Rückschnitt nicht nötig, da die Pflanzen langsam wachsen und ihr Wuchs im Lauf der Jahre immer schöner wird.

Sind die Früchte genießbar?

Die Früchte der Felsenbirne sind genießbar. Sie enthalten viele Mineralien und Vitamine. Die reifen Früchte schmecken sehr süß, ähneln im Geschmack den Heidelbeeren und können direkt vom Strauch genascht werden. Allzu viel von den Kernen sollte aber nicht verzehrt werden, da sie Durchfall oder Übelkeit hervorrufen können. Aus den Früchten werden häufig Mus, Säfte, Brotaufstrich oder Kompott gemacht. Das Ernten ist allerdings etwas mühsam, da die Früchte nicht gleichzeitig reifen. Du wirst daher nur bei größeren Sträuchern auf einmal genügend Früchte zum Einkochen pflücken können. Außerdem musst du schnell sein. Die Früchte der Felsenbirnen sind ein Leckerbissen für Vögel, die sich sehr schnell ans Abernten machen.

Felsenbirne für Bienen und Vögel im Garten

Die Bienen und Hummeln sind im Frühjahr hocherfreut sowohl über den Nektar, den die Blüten liefern, als auch den Pollen. Felsenbirnen sind auch ein hervorragendes Vogelnährgehölz. Vor allem Amseln, aber auch für Buchfinken, Haussperlinge und Grünfinken sind ganz versessen auf die leckeren Happen.

Sorten und Verwendung im Garten

Am bekanntesten ist die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii). Sie hat eine besonders schöne Herbstfärbung und entwickelt eine dichte Krone über ihrem mehrstämmigen Fuß. Sie ist daher hervorragend als Solitärgehölz geeignet. Die Hängende Felsenbirne (Amelanchier laevis) bleibt etwas kleiner. Die Ährige Felsenbirne wird nur etwa zwei Meter hoch und ist für Hecken oder auch als Kübelpflanze geeignet. Die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) und die Kahle Felsenbirne eignen sich sowohl als Solitärbaum in Naturgärten oder für Wildfruchthecken.

Die Sorte Amelanchier ballerina hat eine besonders üppige Blüte und überhängende Zweige. Die Sorte Rubescens ist auffallend mit ihren zartrosa Blüten. Diese beiden Sorten werden sehr gern als Ziergehölze in Hausgärten gepflanzt.

Für Liebhaber der süßen Früchte gibt es auch spezielle Fruchtsorten, wie zum Beispiel „Prince William“, „Northline“, „Smoky“ und „Ballerina“.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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