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Bäume und Sträucher, die du nicht schneiden musst

Faule Gärtner können sich freuen: es gibt Bäume und Sträucher ohne Schnittbedarf. Sie sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch ausgesprochen schöne Pflanzen für den Garten. Wir stellen die schönsten Gehölze vor.

Das Schneiden von Bäumn und Sträuchern ist jedes Jahr eine Arbeit, die viel Zeit und Mühe beansprucht. Wer sich diese Arbeit sparen möchte, kann Bäume und Sträucher pflanzen, die nicht geschnitten werden müssen. Sie vergreisen nicht und gewinnen ungestört ihre schönste Form.

Hier einige Vorschläge für Bäume und Sträucher, die du nicht zu schneiden brauchst.

Sträucher, die du nichtzu schneiden brauchst

Die meisten Sträucher müssen oft geschnitten werden, damit sie nicht vergreisen oder aus der Form geraten. Einige müssen nicht oder kaum geschnitten werden, sondern entwickeln von alleine schöne, ausgeglichene Kronen. Es ist ausreichend, abgestorbene Äste zu entfernen.

Diese Gehölze leiden sogar unter einem starken Rückschnitt und blühen nicht mehr so schön. Wir Stellen dir Sträucher vor, die ohne Schnitt auskommen.

  • Blumenhartriegel wachsen sehr ausladend. Im Alter erreichen die Pflanzen je nach Sorte Höhe und Breite von jeweils fünf bis sieben Metern. Ein Rückschnitt verbietet sich, weil dies den malerischen Wuchs dieses Gehölzes zerstören würde. Neben dem ausladenden Wuchs ist der Blumen- oder Blütenhartriegel auch wegen seiner schönen Blüten und seiner Herbstfärbung eine Augenweide. Wer sich für dieses schöne Gehölz entscheidet, braucht allerdings etwas Platz, da es nur als Solitärpflanze seine ganze Schönheit entfaltet. Beispiele für schöne Sorten sind zum Beispiel der Amerikanische Blumen-Hartriegel (Cornus florida), der Japanische (Cornus kousa) und der Chinesische Blumen-Hartriegel (Cornus kousa var. chinensis).

  • Je älter Magnolien (Magnolia) werden, desto schöner und ausladender wird der Wuchs der Pflanzen. Von Magnolien sollten nur abgestorbene Äste entfernt werden. Für kleinere Gärten gibt es auch klein bleibende Sorten.

  • Auch die Zaubernuss (Hamamelis) entwickelt ihre typische Wuchsform in zunehmenden Alter. Dieser Strauch blüht schon im Winter und entwickelt eine schöne gleichbleibende Krone. Einen starken Rückschnitt solltest du unterlassen, da die Pflanze dann nur schlecht wieder austreibt. Diese erreicht allerdings eine Breite von vier bis fünf Metern – also beim Pflanzen genügend Platz im Garten berücksichtigen.

  • Duftschneebälle (Viburnum) mit ihren hübschen, kugelförmigen Blütenständen erreichen je nach Sorte Höhen zwischen einem halben Meter und bis zu fünf Metern. Diese Sträucher sind zwar schnittverträglich, brauchen aber keinen Schnitt. Sie vergreisen kaum und blühen üppig bis ins hohe Alter.

  • Rhododendren und Azaleen sind beliebte Ziergehölze, die am besten nicht geschnitten werden. Diese Pflanzen brauchen saure Böden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5. Sie werden daher am betsen in Rhododendron-Erde gepflanzt. Kalkhaltiges Wasser zum Gießen ist nicht geeignet.

  • Strauch-Pfingstrosen (Paeonia × suffruticosa, P. rockii, P. delavayi, P. lutea) brauchen keinen Schnitt, um eine schöne Form zu gewinnen - ganz im Gegenteil. Du solltest nur erfrorene Äste entfernen.

  • Die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox) verträgt zwar einen Rückschnitt, braucht ihn aber nicht, da sie nicht vergreist und ihre Form im Lauf der Jahre immer schöner wird. Muss sie dennoch geschnitten werden, solltest du dies nach der Blüte machen.

  • Scheinhaseln (Corylopsis) gehören zur Familie der Zaubernussgewächse und brauchen wie die Zaubernuss keinen Schnitt, um in Form zu bleiben. Zudem wachsen die Pflanzen sehr langsam.

  • Der Seidelbast (Daphne mezereum) ist ein wunderschöner, kleiner Strauch, der bereits im Februar seine Blüten öffnet. Leider ist der Strauch sehr giftig und sollte nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen Kinder spielen.

Kugelbäume brauchen keinen Schnitt

Kugelbäume behalten eine relativ kleine Krone und müssen nicht geschnitten werden. Sie sind daher gut geeignet für kleine Reihenhausgärten oder Vorgärten. Zudem sehen Kugelbäume sehr elegant aus. Für Vögel sind sie ideale Brutbäume, da sie Schutz in den dichten Trieben finden.

Bei den Kugelbäumen handelt es sich um Baumarten, die in der Regel keinen Stamm bilden, sondern eher strauchartig wachsen. Diese werden dann auf Stämme in verschiedenen Höhen veredelt, so dass sie dann vor allem stark verzweigt in die Breite und wenig in die Höhe wachsen.

Der Kugel-Ahorn (Acer platanoides ‚Globosum‘) zählt zu den beliebtesten Hausbäumen. Im Alter erreicht seine Krone eine Breite von vier Metern. Weitere Beispiele für Kugelbäume sind der Kugel-Trompetenbaum (Catalpa bignoniodes ‚Nana‘), die kleinkronige Kugel-Esche (Fraxinus excelsior ‚Nana‘), die Kugel-Sumpfeiche (Quercus palustris ‚Green Dwarf‘) oder der Kugel-Amberbaum (Liquidambar styraciflua ‚Gumball‘).

Kugelbäume lassen sich anders als andere Sträucher nur schlecht verpflanzen. Lass´ dich daher vor dem Kauf am besten von einer Gärtnerei beraten, welcher Baum zu deinem Grundstück am besten passt.

Bäume mit Säulenformen ohne schneiden

Säulenformen von Gehölzen haben den Vorteil, dass sie nur selten geschnitten werden müssen und wenig Platz beanspruchen. Beispiele für Gehölze mit Säulenformen sind der Säulen-Spitzahorn (Acer platanoides ‚Columnare‘) oder die Säulen-Eberesche (Sorbus aucuparia ‚Fastigiata‘).

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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