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Magnolien: pflanzen, pflegen, Standort

Magnolien sind leicht zu pflegen und sehen vor allem im Vorgarten sehr schön aus. Hier Tipps zum richtigen Standort und worauf du beim Pflegen achten solltest.

Magnolien sind purer Luxus, denn sie dienen keinem anderen Zweck als der Schönheit. Diesen erfüllen sie aber mit Bravour, denn kaum eine andere Blüte zieht die Blicke so auf sich wie Magnolien.

Pflanzen-Steckbrief

Wie bei Designklassikern verhält es sich auch bei den Blüten der Magnolie: das Einfache ist meistens das Beste. Denn alle Magnolienblüten sind einfach aufgebaut. Ihre Schönheit liegt in der Größe und Farbe der Blütenblätter und dem außergewöhnlichen Blütenstempel, der an einen Tannenzapfen erinnert. Da die Blüten vor dem Laubaustrieb erscheinen, können sie ohne Konkurrenz von Blättern die Betrachter beeindrucken. Magnolien sind übrigens eine der ältesten Blütenpflanzen der Erde. Aus ihnen sollen sich alle Laubgehölze entwickelt haben.

Pflegen und Standort

Noch eine gute Nachricht zu Magnolien: Sie sind äußerst pflegeleicht. Die Sträucher können zwar geschnitten werden, da sie aber sehr langsam wachsen, solltest Du besser darauf verzichten. Denn je älter Magnolien werden, desto mehr blühen sie. Außerdem entwickelt sich erst im Alter die typische und wunderschöne Wuchsform der Sträucher.

Magnolien wurzeln ziemlich flach. Daher ist es empfehlenswert, die Baumscheibe mit Mulch zu bedecken. An trockenen Sommern sollten die Sträucher gegossen werden, um ein Austrocknen zu verhindern. Im Frühjahr sind die Magnolien für Humus oder Hornspänen dankbar.

Magnolien sind sehr robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Nur späte Fröste im Frühjahr machen den Blüten zu schaffen, die dann schnell ihre Blütenblätter abwerfen. Hier hilft nur ein geschützter Standort und, besonders in rauen Lagen, die Auswahl unempfindlicherer und spät blühender Sorten.

Magnolien sollten einzeln stehen und genügend Platz um sich herum zu haben, um ihre Pracht zur Schau stellen zu können. Besonders gut geeignet sind sonnige, geschützte Standorte, etwa im Vorgarten oder vor Hecken.

Die beste Zeit zum Pflanzen ist das Frühjahr, da dann die Pflanze den Sommer über Zeit zum Einwurzeln hat. Im ersten Jahr ist es empfehlenswert, die Baumscheibe zum Schutz vor Frost mit einer Mulchschicht zu bedecken.

Passende Begleiter für Magnolien

Wichtig ist es, unter die Magnolie keine tief wurzelnden Pflanzen zu setzen. Sehr schön sind alle früh blühenden Zwiebelblumen, wie zum Beispiel Winterlinge (Eranthis), Krokus (Crocus) und Narzissen (Galanthus). Weiter sind geeignet das Lungenkraut (Pulmonaria), Duft-Veilchen (Viola odorata), das Kleine Immergrün (Vinca) oder die Schaumblüte (Tiarella).

Sorten

Es gibt zahlreiche Sorten der Magnoliengewächse (Magnoliaceae), so dass sich für jeden Garten und Geschmack die richtige Magnolie finden lässt. Magnolien sind Sträucher, die allerdings zur Größe stattlicher Bäume heranwachsen können. Beachte daher bei der Auswahl nicht nur, welche Blüte Dir am besten gefällt, sondern auch den Dir zur Verfügung stehenden Platz.

  • Tulpenmagnolien Tulpenmagnolien (Magnolia soulangeana) sind die bekanntesten Magnolien. Ihren Namen haben sie, weil ihre rosa-violetten Blüten an die von Tulpen erinnern. Ihre Blüten sind allerdings sehr frostempfindlich. Schon bei leichten Frösten verfärben sich die Blätter

Die Tulpen-Magnolie ist nicht nur wegen ihrer Blüten eine Schönheit, sondern auch wegen ihrer weit ausladenden Äste. Dabei werden Tulpen-Magnolien wird immer schöner, je älter sie werden. Allerdings erreicht sie im Alter auch die stattliche Größe von acht bis 10 Metern breiten Kronen.

Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Die Tulpen-Magnolie ‚Genie’ hat wunderschöne purpurrote Blüten und wird nur bis zu fünf Meter hoch. Da sie erst Mitte April ihre Blüten öffnet, ist sie relativ wenig von Nachtfrösten gefährdet.

  • Kleinere Sorten, kleinere Blüten, aber auch unempfindlicher Sternmagnolien (Magnolia stellata) sind auch für kleinere Gärten geeignet, da sie nur eine Höhe von zwei bis drei Metern erreichen. Außerdem sind sie auch relativ unempfindlich gegenüber Nachtfrösten. Ein weiterer Vorteil ist die lange Blütezeit: Sternmagnolien blühen bis zu drei Wochen, je nach Sorte in weiß oder rosa. Auch die Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus) und die Lilienblütige Magnolie (Magnolia liliiflora) werden nicht so groß und sind weniger frostempfindlich.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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