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12 Sträucher mit roten Beeren

Sträucher mit roten Früchten sind Gartenschmuck und Nahrungsquelle für Tiere im Garten. Vor allem rote Beeren sehen im Winter sehr schön aus und sind eine tolle Weihnachtsdeko. Wir stellen die 11 schönsten Sträucher vor.

Oft wird bei Sträuchern nur auf die Blüte geachtet. Dabei sind Beeren und Früchte eine sehr schöne Dekoration im Garten und helfen vor allem Vögeln, Nahrung im Herbst und Winter zu finden. Viele Früchte und Beeren bleiben zudem lange an den Ästen hängen und bringen so Farbe in den winterlichen Garten. Gerade rote Früchte sehen im Kontrast zu weißem Schnee sehr schön aus.

Wenn du Sträucher mit Beeren auswählst, ist es wichtig zu wissen, ob sie für Mensch oder Tier giftig sind. Viele Früchte sind für Menschen, aber nicht für Vögel giftig.

Wir stellen Sträucher mit roten Beeren und Früchten vor und verraten, ob sie giftig oder essbar sind.

1. Rote Apfelbeere (Aronia arbutifolia)

Die Rote Apfelbeere wird zwischen 1,5 und 2 Meter hoch. Der Strauch kann als Solitär, als Heckenpflanze oder für eine Gruppenpflanzung verwendet werden. Mit diesem kleinen Strauch machst du im Frühjahr Bienen glücklich, die eifrig die weißen, in Dolden stehenden Blüten besuchen. Die Beeren sind ab dem Sommer bis zum Winter ein Leckerbissen für Vögel. Du kannst die aber auch ernten und aus ihnen zum Beispiel Saft, Wein Likör, Kuchen herstellen. Der pflegeleichte Strauch hat im Herbst mit seiner orange-roten Färbung der Blätter einen weiteren großen Auftritt im Garten.

Beeren: 6 – 8 mm groß, essbar, Vogelnährgehölz

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: leicht sauer bis neutral, anspruchslos

2. Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)

Der Gewöhnliche Schneeball ist ein Strauch, der ungeschnitten bis zu vier Meter hoch und bis zu drei Meter breit werden kann. Er trägt schöne Blüten, die in Rispen stehen. Aus ihnen entwickeln sich bis zum August die roten, giftigen Früchte, die im Herbst mit dem prächtigen Herbstlaub um Aufmerksamkeit buhlen.

Beeren: giftig, nur für Vögel verzehrbar

Standort: halbschattig bis absonnig

Boden: feucht bis nass, durchlässig, humus- und nährstoffreich

3. Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Das Pfaffenhütchen hat im Herbst seinen großen Auftritt. Die orange-roten Früchte sind von einem pinkfarbenen Mantel umgeben und leuchten intensiv. Vögel verzehren die Früchte und tragen so zur Verbreitung des Strauchs bei. Für Menschen ist das Pfaffenhütchen in allen Pflanzenteilen giftig. Auch die Laubfärbung, die von gelb bis einem intensiven Rot reicht, zieht alle Blicke auf sich. Das Pfaffenhütchen eignet sich als Hintergrund von Blumenrabatten.

Beeren: nur für Vögel

Standort: halbschattig bis sonnig

Boden: feuchter, durchlässiger Boden, toleriert sauren Boden

4. Zwergmispel (Cotoneaster)

Die weißen Blüten der Zwergmispel sind vor allem bei Schmetterlingen beliebt. Im Herbst zieren viele kleine, rote oder gelbe Beeren den immergrünen Pflanzen, die es als Bodendecker oder hoch wachsenden Strauch gibt. Vögel lieben die Beeren, für Menschen sind sie schwach giftig.

Beeren: schwach giftig, für Vögel wichtige Nahrungsquelle

Standort: halbschattig bis sonnig

Boden: nährstoffreich, durchlässig, gerne kalkhaltig

5. Kirschpflaume (Prunus cerasifera)

Die Kirschpflaume ist eine beliebte Wildobstart, die viele Früchte trägt. Die Wildpflaumen lassen sich roh vernaschen oder zu Mus, Kompott, Kuchen und vieles mehr verarbeiten. Der kleine Baum mit einer Höhe von bis zu 8 Metern hat eine dichte Krone und kann auf die gewünschte Höhe zuückgeschnitten werden. Im Frühjahr trägt der Baum viele kleine, weiße Blüten, die zart rosa überhaucht sind. Ab Juli werden die bis zu zwei Zentimeter großen Früchte reif.

Früchte: essbar, 3-4 Zentimeter groß, säuerlicher, würziger Geschmack

Standort: sonnig

Boden: durchlässiger Boden, gerne sandig

6. Zierapfel

Schon allein wegen seiner schönen Blüte sollte ein Zierapfel in keinem Garten fehlen. Die kleinen Äpfel, die lange am Baum hängen, sind ein Highlight im herbstlichen Garten. Die kleinen, etwa kirschgroßen Äpfel können verzehrt werden und schmecken recht herb. Daher werden sie in der Regel nicht roh verzehrt, sondern zu Mus, Gelee o.ä. verwertet. Auf jeden Fall lieben Vögel die kleinen Früchte.

Früchte: essbar, Vogelnährgehölz

Standort: sonnig

Boden: frisch, humos, nährstoffreich

7. Weißdorn (Crataegus)

Weißdorne sind pflegeleichte Gehölze, die auf fast allen Böden wachsen und Hitze und Trockenheit aushalten. Bei uns sind zwei Arten heimische: der Eingriffelige (Crataegus monogyna) und der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata). Vor allem der Eingriffelige Weißdorn ist für die Tierwelt sehr nützlich. Die Blüten werden gern von Bienen besucht, zwischen den dornigen Zweigen finden Vögel ein sicheres Versteck oder einen Nistplatz und die Früchte, die bis in den Winter an den Zweigen hängen, sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel in der kalten Jahreszeit. Die vitaminreichen Früchte schmecken säuerlich-süß und können zu Saft, Gelee oder Sirup verarbeitet werden.

Beeren: essbar, aber sehr mehlig, Vogelnährgehölz, etwa 0,8 Zentimeter groß

Standort: sonnig

Boden: kommen auf nahezu allen Böden zurecht

8. Vogelbeere (Sorbus aucuparia)

Die Vogelbeere ist ein idealer Hausbaum, da er mit einer Höhe zwischen 6 und 12 Metern nicht zu groß wird und in seinem lichten Schatten noch andere Pflanzen gedeihen. Die Eberesche, wie die Vogelbeere auch genannt wird, öffent im Frühjahr ihre kleinen, weißen Blüten, die in flachen Rispen zusammen stehen. Zwischen August und Oktober hängen die Früchte am Bau, die sehr gern von Vögeln gefressen werden. Für Menschen sind die Früchte essbar, aber sehr bitter. Werden zu viele Vogelbeeren roh genossen, können sie Durchfall oder Erbrechen auslösen. Da sie so bitter schmecken, ist die Gefahr jedoch gering. Zu Mus oder Marmelade verarbeitet, schmecken die Beeren aber sehr lecker.

Beeren: essbar, aber sehr bitter, Vogelnährgehölz, rot oder orangefarben, etwa 0,8 Zentimeter groß

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: nährstoffreich, humusreich, alkalisch bis schwach sauer, kommt aber auch auf sandigen oder lehmigen Böden zurecht

9. Berberitze (Berberis vulgaris)

Die Berberitze wurde wegen des säuerlichen Geschmacks der Beeren und ihrer Dornen auch Sauerdorn genannt. Der Strauch wird zwischen 1,5 und 2 Meter hoch. Da der Strauch sehr schnittverträglich ist, wird er auch häufig als Hecke verwendet. Im Frühjahr trägt die Pflanze kleine duftende Blüten, die in Trauben an den Ästen hängen. Aus ihnen entwickeln sich bis zum Herbst längliche rote, glänzende Beeren.

Beeren:

Standort:

Boden:

10. Rosen (Rosa)

Viele Rosen bilden Hagebutten, vor allem die einmal blühenden Sorten. Nicht alle sind rot, aber zum Beispiel die der Apfelrosen, Kastanien-Rose, der Vielblütigen Rose oder die von (einmal blühenden) Ramblerrosen. Die Hagebutten zieren bis zu den ersten stärkeren Frösten die Äste der Rosen. Dann werden sie weich und fallen ab. Aus den Hagebutten lässt sich Tee oder Mus herstellen

Früchte: können für Mus oder Tee verwendet werden, Vogelnährgehölz

Standort: sonnig bis absonnig

Boden: nährstoffreich, humusreich, durchlässig, tiefgründig

11. Eibe (Taxus)

Eiben sind eine der wenigen Nadelgehölze, die nach einem Schnitt immer wieder neu austreiben. Sie werden daher gern in Hecken oder als Formgehölze gepflanzt. Eiben tragen im Herbst hübsche glockenförmige rote Früchte. Bis auf den roten Samenmantel sind alle Teile der Pflanze sehr giftig. Früher mieden Kutscher Wege, an denen Eiben wuchsen, um die Tiere davon abzuhalten, Teile der Eiben zu fressen. Vögeln schadet der Verzehr der Früchte nicht.

Früchte: können für Mus oder Tee verwendet werden, Vogelnährgehölz

Standort: bevorzugt halbschattig bis schattig, wachsen aber auch an sonnigen Standorten

Boden: durchlässig, ansonsten anspruchslos

12. Stechpalme (Ilex aquifolium)

Die Stechpalme ist für ihre gezackten, glänzenden Blätter und ihre roten Früchte bekannt. Gerade zur Weihnachtszeit sind sie eine beliebte Dekoration. Allerdings sind Blätter und Früchte giftig, so dass man aufpassen muss, wenn kleine Kinder im Haus leben.

Stechpalmen werden je nach Sorte zwischen 2 und 25 Meter hoch. Die Pflanzen sind aber schnittverträglich und können auch für Formhecken verwendet werden. Die Stechpalme ist bis auf einige wenige Sorten, zweihäusig. Das heißt, du musst für rote Beeren eine männliche und eine weibliche Pflanze pflanzen.

Beeren: giftig, für Vögel eine wichtige Winternahrung

Standort: sonnig bis absonnig

Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich, humusreich, durchlässig, sauer

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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Foto Apfelbeere

Foto Kirschpflaume

Foto Zwergmispel

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