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Wollen hoch hinaus: Rambler Rosen

Träumst du von Rosen im Garten? Wenn du wenig Platz und keine Lust auf aufwändige Pflege hast, kann eine pflegleichte Ramblerrose die Baumkrone erobern.

Der Rosenliebe wachsen immer häufiger lange Triebe. Wenn sich für eine Rose im Garten gar kein Plätzchen mehr finden lässt, bleibt oft nur noch der Weg nach oben, in die Baumkronen! Immer beliebter werden daher Ramblerrosen, die mit ihren langen, weichen Trieben in jeden Baum klettern, an tragfähigen Balken oder Fassaden sich entlang winden oder Häuser in Dornröschen-Schlösser verwandeln.

Was sind Ramblerrosen

Rambler-Rosen machen ihren Namen alle Ehre. Das Englische to ramble bedeutet umherschweifen, und genau das machen die langen Triebe dieser Rose. Vier bis sechs Meter können die einzelnen Triebe werden, und wohin sie wachsen wollen, entscheiden sie selbst. Mit ihren weichen Trieben winden sie sich durch Sträucher und Bäume, entlang an Pergolen und Rosenbögen und haken sich mit ihren oftmals harten Stacheln dort an, wo sie Halt finden. Die meisten Ramblerrosen haben kleine, einfache Blüten, die in üppigen Blütenbüscheln zusammenstehen. Ramblerrosen sind für naturnahe Gärten gut geeignet, denn sie bieten Vögeln und Insekten Nahrung und Schutz.

Pflege von Ramblerrosen

Die langen Triebe machen den Reiz dieser stark wüchsigen Rose im Garten aus und sollten daher nicht zurückgeschnitten werden. Überhaupt brauchen Rambler kaum Pflege, daher können sie in naturnahen Gärten nahezu sich selbst überlassen bleiben. Allerdings kann – die Prinzen aus Dornröschen können ein Klagelied davon singen – leicht ein stacheliges Dickicht entstehen. Wer also die Pflanze etwas kontrollieren möchte, sollte alte oder zu eng stehende Triebe regelmäßig entfernen.

Standort

Die Vorfahren der Ramblerrosen wuchsen an Waldrändern. Von ihnen haben die Ramblerrosen ihre Vorliebe für den Standort geerbt. Gerne wurzeln sie im Schatten, ihre Triebe wollen sich aber gern in den warmen Sonnenstrahlen räkeln. Auch lieben sie es, wenn der Wind durch ihre Blätter wehen kann und Mehltau und Co. wenig Gelegenheit zum Entstehen haben. Wenn Ramblerrosen in Bäume wachsen, sollten die Bäume daher über lichte Kronen verfügen, um damit die Rosen gut durchlüftet werden. Empfehlenswerte Bäume sind zum Beispiel Kiefern oder Robinien.

Blüte und Frucht

Rambler-Rosen blühen nur einmal im Jahr, dann aber in überschäumender Üppigkeit. Vier bis sechs Wochen lang ergießen sich die einfachen Blüten in Rispen über Mauern, Rankgerüste, Pergolen und Bäume. Wer sich länger an dieser Blütenpracht der Rosen im Garten erfreuen will, kann unterschiedliche Ramblerrosen pflanzen, deren Blütezeit nicht gleich ist, sondern hintereinander liegt. Dabei solltest Du aber Deine Platzverhältnisse berücksichtigen, damit sich die kletterfreudigen Pflanzen gut entwickeln können. Im Herbst setzen die vielen kleinen roten Hagebutten nochmals bunte Akzente in die grauen tristen Tage. Abgeschnitten sind sie eine wunderschöne Dekoration fürs Zimmer.

Rambler pflanzen

Auch wenn Rambler an Bäumen entlang wachsen, solltest du sie in etwa einem Meter Entfernung pflanzen. Denn Rambler wachsen zu großen Pflanzen heran und brauchen entsprechend viel Platz für ihre Wurzeln.

Mit einem Pflanzstab oder einem Seil kannst du die langen Triebe zum Baum führen, damit die Pflanze schnell die Krone erobern kann. Achte darauf, die Rose so zu pflanzen, dass der Wind sie in den Baum drückt und die Äste bei Sturm nicht herausgerissen werden. Bis der Rambler dicht im Baum verzeigt ist, kannst du die ersten Triebe mit Seilen anbinden und leiten. Beachte, dass ein Baum, der eine Ramblerrose tragen soll, einen Stammdurchmesser von mindesten 40 cm haben sollte.

Welcher Rambler?

Beim Kauf eines Ramblers solltest Du Dich gut beraten lassen. Manche Rosen können problemlos fünf Meter in die Breite und 10 Meter in die Höhe wachsen. Solche wuchsfreudigen Exemplare sind kaum noch zu bändigen. Hast Du nur eine Pergola oder einen Rosenbogen zur Verfügung, solltest Du Dich besser für eine schwächer wachsende Ramblersorte entscheiden. Sollen die Rosen in Bäume oder Sträucher wachsen, muss deren Größe berücksichtigt werden, damit die Sträucher nicht erstickt oder bis zur Unkenntlichkeit überwuchert werden. Sträucher und Rosen mit etwa derselben Wüchsigkeit sollten daher miteinander kombiniert werden.

Öfter blühende Sorten

Es gibt auch öfter blühende Sorten. Diese Ramberrosen sind nicht so starkwüchsig und gut für Pergolen und Rosenbögen geeignet. Beispiele sind die zartrosa blühende Sorte Awakening, die pinkfarbene Hermann Schmidt oder die rot blühende Sorte Super Excelsa.

Stachellose Ramblersorten

An Rosenbögen oder an Eingangsbereichen können die Stacheln der Rosen oft sehr lästig werden, da man beim Vorbeigehen leicht daran hängen bleiben kann. Hier bieten sich stachelarme Sorten an, wie zum Beispiel die Sorten Amadis, Veilchenblau, Rosendorf oder Wartburg.

Bekannte Rambler-Sorten

Zu den bekanntesten Rambler-Sorten zählt der weiß blühende Bobby James, die weiß-rosa blühende Rose New Dawn, die rot blühende Sorte Flammentanz oder der Rambler Veilchenblau, der lavendelfarben bis purpur blüht. Weitere Sorten sind zum Beispiel Albertine, Félicité de Félingonde oder Tausendschön.

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