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Immergrüne Bodendecker

Immergrüne Bodendecker sehen auch in der kalten Jahreszeit gut aus, sie verhindern Unkraut und Ersosion. Hier eine Liste der 13 schönsten immergrünen Bodendecker mit Tipps zu Standort und Boden.

Vorteile immergrüner Bodendecker

Immergrüne Bodendecker haben viele Vorteile für faule und kluge Gärtner. Hier noch einmal alle auf einen Blick:

Immergrüne Flächen sehen das ganze Jahr über gut aus und setzen Akzente im winterlichen Garten.

  • Immergrüne Bodendecker machen den Garten pflegeleicht, da sie Unkraut unterdrücken und sich im Herbst das herabfallende Laub unter ihnen verstecken kann.

  • Sie sind umweltfreundlich und nachhaltig, da die Erde, die von Bodendeckern bewachsen wird, nicht so schnell austrocknet und die Beete weniger gegossen werden müssen. Bei Starkregen wird die Erde nicht weggeschwemmt oder verschlämmt.

  • Immergrüne Bodendecker sind insekten- und vogelfreundlich. Insekten können sich unter den Blättern verbergen und Vögel finden dort den einen oder anderen Leckerbissen.

  • An schwierig zu mähenden Stellen können sie sogar Rasen ersetzen.

Vorschläge für immergrüne Bodendecker

Unsere Vorschläge für immergrüne Bodendecker umfassen Stauden und kleine Büsche.

Bevor du immergrüne Bodendeckerpflanzen kaufst, berücksichtige immer die Ansprüche der Pflanzen an den Boden und den Standort. Am falschen Standort und Boden werden die Pflanzen nur zögerlich wachsen und dir keine Freude bereiten. Wenn du unsicher bist, lasse dich in der Gärtnerei beraten. Und hier unsere Vorschläge:

1. Kleines Immergrün (Vinca minor)

Am bekanntesten sind die blau und violett blühenden Sorten des Kleinen Immergrün. Es gibt aber auch weiß blühende Sorten. Das Kleine Immergrün wächst an einem halbschattigen und schattigen Standort. Im Schatten wächst es allerdings nicht so dicht, so dass Unkraut zwischen dem Kleinen Immergrün hochkommen kann. Auch blüht es im Schatten weniger. An den Boden stellt es kaum Ansprüche und ist sehr anpassungsfähig. Das Kleine Immergrün ist giftig.

2. Dickmännchen (Pachysandra terminalis)

Das Dickmännchen, auch Ysander oder Schattengrün genannt, ist ein klassischer Bodendecker für halbschattige Plätze unter Gehölzen. Seine ledrigen, grünen Blätter bilden schöne Blattteppiche. Ein weiterer Vorteil ist, dass seine Blätter das herabfallende Laub https://freudengarten.de/show/1158/laub-schluckende-pflanzen schlucken. Er braucht einen humosen, leicht sauren und nicht zu trockenen Boden und ist ein guter Pflanzpartner für Rhododendren. Vorsicht: Das Dickmännchen ist giftig.

3. Kriechender Phlox (Phlox subulata)

Anders als sein großer Bruder, der Phlox paniculata oder Flammenblume, ist der kriechende Phlox eine wintergrüne Staude. Sie braucht einen Platz in der Sonne und bildet schöne grüne Polster, die je nach Sorte von zwischen weiß und dunkel-violett blühen. Die Pflanze toleriert auch einen halbschattigen Standort, blüht dann aber weniger. Der Boden sollte trocken bis mäßig frisch und eher nährstoffarm sein.

4. Polster-Thymian (Thymian praecox)

Der Thymian https://freudengarten.de/show/501/thymian-pflegen ist nicht nur ein schöner Bodendecker. Seine Blätter kannst du auch in der Küche verwenden https://freudengarten.de/show/669/essbare-bodendecker. Der Polster-Thymian blüht von Juni bis August und bildet dichte Polster. Polster-Thymian wächst nicht höher als fünf Zentimeter und darf auch gelegentlich betreten werden. Polster-Thymian braucht einen sonnigen Standort und einen durchlässigen, eher nicht zu fetten, nährstoffarmen Boden.

5. Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)

Die Gefleckte Taubnessel kommt mit sommertrockenen Standorten unter Gehölzen gut klar. Ihr weiterer Vorteil ist, dass sie nicht nur zur Blütezeit ein Blickfang für den Garten ist, sondern ganzjährig wegen ihrer schön panaschierten Blätter. Ihre Blüten sind bei Insekten, besonders aber bei Hummeln beliebt. Die Erde sollte locker, humus- und nährstoffreich sein.

6. Christrose (Helleborus)

Christrosen, ebenso wie Lenzrosen oder der Nieswurz, https://freudengarten.de/show/224/stinkende-nieswurz-blutenzauber-im-winterlichen-garten sind nach ihrer Blütezeit schöne immergrüne Bodendecker, die in Beeten unter Gehölzen https://freudengarten.de/show/1394/12-stauden-fur-trockene-platze-im-schatten wachsen. Die Pflanzen sind robust, pflegeleicht und vermehren sich gut. Schade ist nur, dass die Blütenköpfe sich nach unten neigen. Pflanze sie daher, wenn möglich in erhöhte Pflanzbeete.

7. Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys)

Der Edel-Gamander sollte mehr Beachtung finden, da er eine sehr gute Bienenweide ist. Der Edel-Gamander wächst als Halbstrauch und blüht von Juli bis August. Die Pflanze benötigt einen sonnigen Platz und einen durchlässigen Boden mit relativ hohem Kalk und geringem Nährstoffgehalt. Der Nachteil des Edel-Gamanders ist, dass er sich stark über Ausläufer und Samen vermehrt.

8. Kriechender Günsel (Ajuga reptans)

Der Kriechende Günsel lässt sich sehr leicht kultivieren (manchmal wird er auch als Unkraut verfolgt). Er wächst in der Sonne oder im Halbschatten und bevorzugt einen humosen, durchlässigen und frischen Boden. Die Pflanze vermehrt sich über Ausläufer und bildet dichte attraktive Kissen, die den Boden vollständig bedecken. Im Juni bilden sich die lilafarbenen Blüten. Nach der Blüte kannst du den Günsel zurückschneiden. Größere Flächen können mit dem Rasenmäher gemäht werden, damit verblühte Blüten entfernt werden und die Fläche gepflegt aussieht. Günsel sollte nicht neben Rasen gepflanzt werden, da er sich dort schnell verbreiten würde.

9. Kriechspindel (Euonymus fortunei)

Die Kriechspindel ist ein Kleinstrauch, der sich im Schatten wohl fühlt. Die Blätter der Pflanze stehen sehr dicht und bilden so einen schönen grünen, oder bei panaschierten Sorten grün-weißen, Teppich. Am wohlsten fühlt sich die Kriechspindel an schattigen bis halbschattigen Standorten und auf einem mäßig feuchten bis mäßig trockenen, durchlässigen Boden.

10. Efeu (Hedera helix)

Efeu ist ein sehr beliebter Bodendecker, der sehr gut in schattigen und halbschattigen Beeten wächst. Die schnell wachsende Pflanze wächst im ersten Jahr nur zögerlich, bedeckt dann aber schnell und zuverlässig offene Flächen im Beet. Allerdings vertreibt sie auch so manch andere Pflanze, die seiner Konkurrenz nicht Stand halten kann. Damit Efeu sich nicht zu stark verbreitet oder Wände erobert, muss er regelmäßig zurückgeschnitten werden. Efeu wächst in feuchten, durchlässigen Böden am besten.

11. Waldsteinie, Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata)

Die Waldsteinie hat Blüten, die denen der Erdbeeren erinnern, nur dass die Blüten ganz gelb gefärbt sind. Die Blätter bilden einen dichten Teppich. Die Waldsteinie wächst auch im trockenen Schatten sehr gut oder an absonnigen Plätzen im Garten.

12. Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria saccharata)

Das Lungenkraut breitet sich gleichmäßig aus, ohne andere Pflanzen zu sehr zu bedrängen. Die Blätter werden bis zu 30 Zentimeter hoch und haben helle Flecken. Eine Besonderheit der rosa Blüten ist, dass sie sich dunkler färben je älter sie werden. Das Lungenkraut ist einer der ersten Frühjahrsblüher.

13. Haselwurz (Asarum europaeum)

Haselwurz ist ein beliebter Bodendecker für schattige Plätze im Garten. Bis die Pflanze eine Fläche vollständig bedeckt, dauert es einige Zeit, da sie sehr langsam wächst. Es empfiehlt sich daher, etwa 10 Pflanzen pro Quadratmeter zu pflanzen, damit sich bald eine dichte Fläche bildet. Die Haselwurz ist mit normalem, leicht feuchtem Gartenboden zufrieden.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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