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Löwenmäulchen

Das Löwenmäulchen und wächst schon seit dem 15. Jahrhundert in unseren Gärten. Die einjährige Sommerpflanze blüht in fast allen Farben und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

Allgemeines

Das Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) oder Löwenmaul gehört zur Gattung der Löwenmäuler (Antirrhinum). Die Blüten der Löwenmäulchen blühen in nahezu allen Farben, von kräftigen Farben bis hin zu zarten Pastelltönen, auch in zweifarbig. Sie stehen an den Stängeln eng beieinander und sehen ähnlich aus wie eine Ähre. Den Namen haben die Löwenmäulchen wegen der Form ihrer Blüten erhalten. Der obere Teil erinnert an eine kleine Oberlippe, der untere an eine gaumenartig geformte Unterlippe. Bei leichtem Druck auf die Blüte öffnet sich die Blüte wie ein kleines Maul. Löwenmäulchen haben eine lange Blütezeit und können von Juni bis in den Dezember blühen. Charakteristisch ist der gelbe Fleck auf der Unterlippe. Löwenmäulchen werden je nach Sorte zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch. Die Blätter sind eiförmig und zugespitzt.

Standort und Boden

Das Löwenmäulchen liebt sonnige bis halbsonnige, warme Standorte. Stehen die Löwenmäulchen zu schattig, blühen sie weniger. Der Boden sollte nährstoffreich, kalkarm und nicht zu trocken sein. Wichtig ist, dass Löwenmäulchen an luftigen Plätzen stehen, so dass die Blätter nach Regenfällen schnell abtrocknen können.

Löwenmäulchen vermehren

Das einjährige Löwenmäulchen wird jedes Jahr neu ausgesät. Bereits ab Dezember oder Januar kann man die Blumen in Anzuchtschalen ansäen, damit sie im Juni blühen. Als Kaltkeimer werden die Saatschalen bereits ab November oder Dezember ins Freie gestellt. Alternativ kannst du die Samen auch einige Wochen im Kühlschrank lagern.

Zum Vorziehen das Saatgut ab Januar in Saatschalen aussäen und an einen etwa 20 Grad warmen und hellen Standort zum Keimen bringen. Die zwei Wochen alten Sämlinge sollten danach kühler, etwa bei 12 Grad, stehen, um sie für das Freiland abzuhärten. Ab Mitte April ziehen die kleinen Löwenmäulchen dann in den Garten um. Der Pflanzabstand sollte etwa 10 bis 50 Zentimeter, je nach Größe der Sorte, betragen.

Einfacher ist es, Löwenmäulchen ab Mai direkt ins Beet zu säen. Allerdings blühen sie dann später. Noch einfacher ist es, wenn sich Löwenmäulchen von alleine aussäen können.

Zur Selbstaussaat die abgeblühten Blütenstände nicht abschneiden. Die Samen fallen dann aus den vertrockneten Samenkapseln und gehen im Frühjahr neu auf. Du kannst die Samenkapseln aber auch absammeln und die Samen herausschütteln.

Pflanzen und pflegen

Statt Löwenmäulchen anzusäen, kannst du auch vorgezogene Pflanzen aus der Gärtnerei ins Beet pflanzen. Wenn du die Spitzen der Pflanzen in der Höhe von etwa 10 Zentimetern abschneidest, wachsen die Pflanzen schön buschig. Durch das Ausputzen verblühter Blüten wird die Pflanze zu immer neuen Blüten angeregt. Gut ist es auch, Löwenmäulchen im Lauf des Sommers regelmäßig zu düngen, entweder mit Blühpflanzendünger oder Kompost. Löwenmäulchen vertragen keine Staunässe, die Erde sollte aber auch nicht vollkommen austrocknen.

Auch für Pflanzkübel sind Löwenmäulchen geeignet. Dann solltest du besser die kleineren Sorten wählen. Da Löwenmäulchen eher saure Böden bevorzugen, ist Rhododendron-Erde als Substrat zur Kultivierung in Pflanzgefäßen sehr gut geeignet.

Hohe Löwenmäulchen benötigen eine Stütze, die sie vor dem Umfallen bewahren.

Hummeln und Löwenmäulchen

Wegen Blütenform sind die Löwenmäulchen vor allem für Hummeln interessant. Denn nur diese dicken Brummer haben die Kraft, die Blüten aufzudrücken, um an den Nektar zu kommen.

Die richtigen Beetpartner für das Löwenmäulchen

Mit Löwenmäulchen lassen sich schöne bunte Blumenbeete gestalten. Die Sorten des Löwenmäulchens werden zwischen 20 Zentimeter und 100 Zentimeter hoch, so dass sie in fast jede Gartengestaltung integrieren lassen. Leuchtende Blumenrabatte lassen sich zum Beispiel in Kombination mit Schmuckkörbchen (Cosmea), Glockenblume (Campanula), Chrysanthemen, Studentenblumen (Tagetes) oder Rittersporn (Delphinium).

Krankheiten und Schädlinge

Löwenmäulchen werden nur selten von Schädlingen befallen. Allerdings leiden sie häufig an Pilzkrankheiten, wie zum Beispiel falschem und echtem Mehltau oder Löwenmaulrost. Vorbeugend gegen diese Krankheiten die Löwenmäulchen an offene, zugige Standorte pflanzen und auf ausreichend großen Pflanzabstand zu achten.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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