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Zinnien pflegen

Zinnien sind robuste, bunte Sommerblumen für den Spätsommer. Die Pflanze ist pflegeleicht und ideal als Pflanze im Pflanzkübel sowie als Schnittblume für die Wiese. Die einjährigen Blumen kannst du kaufen oder selbst säen.

Und als ob das noch nicht genug wäre, erzähle ich Euch noch das Beste an dieser Sommerblume: ich muss mich kaum noch um sie kümmern, sobald ich sie ins Blumenbeet gepflanzt habe. Denn kaum eine andere Gartenpflanze ist so pflegeleicht und robust wie die Zinnie.

Zinnien gibt es in nahezu in allen Farben. Nur in blau blüht dieser Hingucker im spätsommerlichen Beet nicht. Dazu gibt es sie in den verschiedensten Größen, von niedrigen Pflanzen in der Höhe von Ringelblumen bis hin zu einem Meter hohen Pflanzen.

Botanische Information

Zinnien sind einjährige Sommerblumen, die von Juli bis Oktober dauerhaft blühen. Die Zinnien oder Zinnia gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und dort zur Unterfamilie der Asteroideae. Ursprünglich waren die etwa 20 Arten in Mexiko, USA, Mittel- und Südamerika beheimatet.

Sorten

Die Bandbreite der Zinnien-Sorten ist immens. Es gibt einfache und gefüllt blühende Sorten in vielen Farbvariationen, von weiß, goldgelb zu lachsrosa oder in verschiedenen Rot- und Orangetönen.

Die riesigen Blüten der großen Zinnien, die den Dahlien ähneln, sind sehr beeindruckend. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von 60 bis 100 cm und finden ihren Platz im hinteren Teil des Blumenbeets, wo sie zwischen Dahlien und hohen Stauden sehr gut aussehen.

Mittelhohe Sorten fühlen sich zwischen Nachbarn, wie Verbenen und Sonnenhut wohl. Die kompakten Sorten, wie zum Beispiel die Haage Zinnie, Zinnia haageana, die Schmalblättrige Zinnie, Zinnia angustifolia, und darunter ‘Profusion’, ‘Thumbelina’, ‘Perserteppich’ "Old Mexico" und "Crystal White", bilden einen hübschen Blütenteppich in kleineren Beeten, als Beetrandbepflanzung oder in Pflanztrögen.

**Tipp: Wenn Du bei den Jungpflanzen der kleineren Sorten die Spitzen kappst, wachsen sie noch buschiger.

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Kaufen oder selbst säen

Zinnien kannst Du ab Februar am Fensterbrett oder im beheizten Gewächshaus oder ab Mai direkt ins Freiland säen. Der Erfolg hängt sehr vom Standort und der Bodenqualität ab. Kleine Zinnien sind etwas empfindlich. Die Samen brauchen eine konstante Temperatur von etwa 18 Grad zum Keimen. Auch als Jungpflanzen sind sie noch empfindlich und mögen das Umtopfen gar nicht. Sei deshalb vorsichtig und gib´ acht, dass beim Pflanzen ins Beet die Wurzeln nicht verletzt werden. Wenn Du direkt ins Freiland säst, säe Zinnien an sonnige halbschattige Standorte und bereite den Boden mit reichlich Kompost für die blühfreudigen Zinnien vor.

Du kannst auch Zinnien vom Gärtner kaufen, wenn Du Dir nicht die Mühe der Anzucht machen willst. Pflanze die Zinnien am besten an einem bedeckten, kühleren Tag, um Stress für die Pflanzen zu vermeiden. Wichtig ist es, ausreichend Abstandzwischen den Pflanzen zu lassen, damit die Blätter nach Regen abtrocknen können und die Gefahr von Mehltau reduziert wird. Die großen Zinnien brauchen einen Abstand von etwa 30 – 40 cm, um sich gut entfalten zu können. Die kleinen Sorten sollten etwa 20 cm voneinander entfernt gepflanzt werden, um einen dichten Blütenteppich bilden zu können.

Die jungen Zinnien stehen bei Schnecken ganz oben auf dem Speiseplan. Du solltest sie daher mit einem Schneckenkragen oder einem Ring aus Kaffeepulver schützen.

Nach dem Pflanzen brauchen Zinnien wenig Pflege. Hast Du sie in Pflanztrögen, musst Du sie wöchentlich düngen.

**Tipp: Um Dein Beet mit Sommerblumen noch etwas aufzupeppen, kannst Du im Juni Zinnien noch einmal direkt ins Beet säen. Ab Juli gibt es auch wieder Zinnien in vielen Gärtnereien zu kaufen.

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Geeignete Nachbarn für Zinnien

Geeignete Nachbarn für Zinnien sind abhängig von ihrer Größe. Als Beispiele seien genannt Dahlien, Löwenmäulchen, Glockenblumen, Verbenen, Sonnenhut, Zauberschnee, Zauberglöckchen, Gräser oder Funkien.

Zinnien vermehren

Zinnien haben einen Nachteil: Sie sind einjährig. Daher musst Du sie im Herbst aus dem Beet entfernen und auf den Komposthaufen geben. Du kannst allerdings die abgeblühten Blütenstände am Stängel trocknen lassen und die Samen entnehmen, um sie im nächsten Jahr auszusäen. Die Samen solltest Du in kleinen Schachteln kühl und trocken lagern. Wichtig ist vor allem, dass die Samen trocken sind, damit sie nicht zu faulen beginnen.

Zinnien im Haus und im Garten genießen

Zinnien sehen nicht nur im Garten schön aus, sondern sind auch wunderbare Schnittblumen. Und das Beste ist, dass Zinnien schon einen Tag, nachdem Du Deinen Blumenstrauß ins Haus geholt hast, neue Blüten hervorbringen. Wichtig ist allerdings, dass Du Zinnien oberhalb eines Blattpaares schneidest.

Schneide Deinen Blumenstrauß am Morgen, bevor die Sonne die Blumen welk macht. Wähle Blüten aus, die nur halbgeöffnet sind. Bevor Du die Blumen in der Vase arrangierst, schneide die Stängel noch einmal an und entferne alle Blätter, die im Wasser stehen würden. So vermeidest Du, dass sie zu faulen und das Wasser zu stinken beginnt.

Warum blühen die Zinnien so lange?

Schau doch mal genau hin. Dann wirst Du sehen, dass die Blüten der Zinnien aus vielen kleinen Einzelblütchen bestehen, die zusammen das Blütenköpfchen bilden und daher zusammen aussehen wie eine einzelne Blüte. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die Randblüten, die mit Blütenzungen ausgestattet sind. Die Blüte sieht so aus wie eine einzelne Blüte mit einer Blütenkrone außen und Staubblättern innen. Mit ihrem Reichtum an Einzelblüten will die Zinnie erreichen, dass blütensuchende Insekten mit einem Besuch gleich auf einen Streich eine ganze Reihe von Blüten bestäuben. Da die Blütenzungen am Rand zuerst aufblühen und erst dann welken, wenn die inneren Blütchen alle verblüht sind, führt das zu der langen Blühdauer der Zinnien.

Zinnien im Garten – die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Zinnien einen geschützten, sonnigen bis halbschattigen Standort pflanzen
  • Auf ausreichend Abstand zu den Nachbarpflanzen achten
  • Der Boden sollte durchlässig sein
  • Dünge mit Kompost oder Stallmist und Hornspänen
  • Zinnien regelmäßig wässern
  • Zinnien in Pflanztrögen einmal wöchentlich mit Flüssigdünger düngen

Auch noch interessant:

Foto pinkfarbene Zinnie: Pixabay

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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