Einjährige Blumen sind ideale Lückenfüller, wenn es offene Flächen im Blumenbeet gibt. Außerdem sind die meisten schöne Schnittblumen. Neben diesen Vorteilen wird oft vergessen, dass du mit einjährigen Blumen auch Bienen und andere Insekten unterstützen kannst. Also, auf was wartest du? Ran an die Samentütchen!
1. Bienenfreund / Phacelia (Phacelia tanacetifolia)
Der Bienenfreund ist, wie es der Name schon verrät, eine der besten Bienenweiden. Die Blüten enthalten viel Nektar und Pollen und sind bei Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Schwebfliegen beliebt. Doch nicht nur das. Phacelia wird auch Gründüngung als und lockert den Boden und reichert ihn mit Nährstoffen an.
Der Bienenfreund wächst am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten und stellt wenig Ansprüche an den Boden.
Aussaat: In milden Lagen ab März, sonst Mitte April direkt ins Beet.
Blütezeit: Juni bis zum ersten Frost
Blütenfarbe: Blau, Rosa, Violet, Weiß und Rot
Höhe: ca 70 cm

2. Duftwicken (Lathyrus odoratus)
Duftwicken sind klassische Schnittblumen und zeigen die ganze Gartensaison ihre duftenden Blüten. Lathyrus odoratus sind vor allem bei Wildbienen und Hummeln beliebt. Die Hummeln beißen die Blüten auf, so dass sich anschließend auch die Bienen am Nektar laben können.
Die Blumen brauchen einen humosen und tiefgründigen Boden und wachsen in der Sonne wie im Schatten. Duftwicken sind Rankpflanzen und wachsen an Zäunen und Pergolen.
Aussaat: Ab Februar im Haus, ab April und Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: Rosa, Weiß, Violett, Blau
Höhe: bis 200 cm

3. Kornblume (Centaurea cyanus)
Kornblumen haben früher Getreidefelder bewohnt. Wegen intensiver Düngung und des Einsatzes von Pestiziden sind Kornblumen leider selten geworden. Daher wird es Zeit, dass sie in unseren Gärten eine neue Heimat finden.
Kornblumen bieten Bienen sowohl Nektar als auch Pollen und sind wegen ihrer langen Blütezeit eine wichtige Nahrungsquelle. Kornblumen sind lichthungrig und wünschen sich einen sonnigen Standort. Sie brauchen wenig Nährtsoffe und nur wenig Wasser.
Aussaat: Ab März im Haus oder zwischen April und Juni oder Juli bis September direkt ins Freiland
Blütezeit: Mai bis September
Blütenfarbe: Blau, Rosa, Violet, Weiß und Rot
Höhe: 30 – 90 cm

4. Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Klatschmohn und Kornblumen sehen zusammen wunderschön aus. Bienen fliegen die roten Blüten an, weil sie viel Pollen enthalten. Nektar liefert die Pflanze nicht. Klatschmohn ist eine Wildblume und braucht keine Pflege. Hat sie sich erst einmal etabliert, sät sie sich jedes Jahr neu aus.
Aussaat: Zwischen April und Mai direkt ins Beet. Die feinen Samen besser sich verteilen, wenn du sie mit Sand vermischt.
Blütezeit: Mai bis Juli
Blütenfarbe: Rot, Rosa
Höhe: 50 – 60 cm
5. Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Kapuzinerkresse ist eine tolle Pflanze, die nicht nur Bienen und andere bestäubende Insekten glücklich macht. Alles an der Pflanze ist essbar. Aus den Blättern kannst du ein angenehm scharfes Pesto herstellen, wenn du sie nicht klein geschnitten zum Verfeinern von Salaten oder Kräuterquarks verwenden möchtest. Die Samenkapseln kannst du direkt von der Pflanze naschen oder aus ihnen falsche Kapern machen. Am besten pflanzt du zwei bis drei Pflanzen zusammen, um ein buntes Spektakel zu erzielen.
Aussaat: Zwischen April und Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: Gelb, Gelb-orange, Rot, panaschiert
Höhe: 30 – 300 cm, je nach Sorte

6. Levkojen (Matthiola)
Levkojen sind vergessene Blumen, die noch bei der älteren Generation bekannt sind. Sie sind ideale Schnittblumen, die einen wunderbaren Duft verströmen. Allerdings darfst du nur ungefüllte Sorten in den Garten pflanzen, damit die Bienen auch an die Nahrung gelangen.
Levkojen wollen einen kalkhaltigen, durchlässigen und nährstoffreichen Boden und vertragen Sonne bis Halbschatten. Wähle einen windgeschützten Standort oder schütze die Pflanzen im Sommer mit einer Stütze vor dem Umknicken.
Aussaat: Ab Februar im Haus oder zwischen April und Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Juni bis September
Blütenfarbe: Weiß, Rosa, Violett, Pastellfarben
Höhe: 20 – 80 cm

7. Löwenmäulchen (Antirrhinum majus)
Löwenmäulchen sind zwar einfarbig, in milden Wintern können sie aber die kalte Jahreszeit überstehen und treiben im Frühjahr neu aus. Sie gedeihen in der Sonne und im Halbschatten und brauchen einen durchlässigen, humosen und eher nährstoffarmen Boden. Die Blütenform der Sommerblume ähnelt einem Maul: Einer zweiteiligen Oberlippe und einer herunterklappbaren Wulstigen Unterlippe. Sein Maul hält das Löwenmäulchen in der Regel geschlossen. Nur Hummeln sind schwer genug, um mit ihrem Gewicht die Unterlippe die Unterlippe zu öffnen.
Aussaat: Im Haus ab Februar oder ab Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Mai bis August
Blütenfarbe: Weiß, Rosa, Rosa, Rot, Violett,
Höhe: 30 – 100 cm

8. Ringelblume (Calendula arvensis)
Ringelblumen sind wegen ihres Nektars und ihres Pollens vor allem bei Wildbienen beliebt. Mit ihren goldgelben Blüten, die sich von Juli bis Oktober zeigen, sind sie der Sonnenschein im Blumenbeet. Aber auch im Gemüsebeet sollten sie nicht fehlen, um Bienen zum Bestäuben von Gemüsepflanzen anzulocken. Ringelblumen sind zwar einjährig, säen sich aber von alleine aus, so dass sie zu einer dauerhaften Bewohnerin deines Gartens werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Ringelblumen wichtige Heilpflanze sind, aus deren Blüten du eine heilende Salbe herstellen kannst.
Ringelblumen wachsen in der Sonne und im Halbschatten. Als Schnittblumen sind sie nicht gut geeignet, da sie nicht lange in der Vase halten.
Aussaat: Ab März im Haus oder zwischen April und Juni direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis Oktober
Blütenfarbe: Gelb, gelb-orange
Höhe: 30 – 60 cm

9. Schmuckkörbchen (Cosmea bipinnatus)
Cosmeen sind wegen ihrer zarten Schalenblüten und des filigranen Laubs eine Schönheit für jeden Garten. Zudem gelten sie wegen ihres Gehalts an Pollen und Nektar als sehr bienenfreundlich. Sie sehen im Blumentopf auf dem Balkon, in der Blumenrabatte oder in einer Blumenwiese schön aus. Sie wachsen an einem sonnigen bis halbschattigen Standort und benötigen einen nährstoffreichen Boden.
Aussaat: Ab März im Haus oder ab April direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: Rot, Rosa, Weiß
Höhe: 50 - 150 cm

10. Sonnenblumen (Helianthus annuus)
Sonnenblumen werden gerne in Bauerngärten gepflanzt. Niedrige Sorten wachsen auch im Topf und können Balkon oder Terrasse verschönern. Da Sonnenblumen spät blühen, sind sie für Bienen und andere Insekten besonders wichtig. Nach der Blüte unbedingt die verblühten Blüten stehen lassen, damit die Vögel die Kerne knabbern können. Sonnenblumen brauchen einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort.
Aussaat: Zwischen April und Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: Gelb, gelb-orange
Höhe: 25 – 300 cm

11. Studentenblume (Tagetes)
Von den Tagetes solltest du nur ungefüllte Sorten verwenden. Denn bei den gefüllten Sorten kommen die Bienen nicht an Pollen heran. Studentenblumen sind aber nicht nur für Bienen nützlich. Da die Duftstoffe, die sie über ihre Wurzeln abgeben, Nematoden abhalten, werden sie häufig auch im Gemüsegarten angepflanzt, Wenig bekannt ist, dass Sorten der Tagetes tenuifolia auch gegessen werden können.
Tagetes wachsen am besten in der Sonne, aber auch im Halbschatten.
Aussaat: Ab März im Haus oder ab April direkt ins Beet
Blütezeit: Juli bis September
Blütenfarbe: Gelb, Gelb-orange, bis ins Rostfarbene
Höhe: 20 – 60 cm

12. Zinnien (Zinnia)
Zinnien sind Gute-Laune-Blumen, die im Beet oder Pflanztopf wachsen. Es gibt viele Sorten, so dass du zwischen vielen Farben und Wuchshöhen wählen kannst. Zinnien sind sehr gut als Schnittblumen geeignet.
Zinnien lieben einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden.
Aussaat: Ab März im Haus oder ab Anfang Mai direkt ins Freiland
Blütezeit: Juli bis zum ersten Frost
Blütenfarbe: Rot-, Rosa-, Violett-, Orange-, Gelb- und Weißtöne
Höhe: 30 - 90 cm

Bildnachweis:
Levkojen, Foto von Hans
Mehrere Ringelblumen, Image by JA2020 from Pixabay
Kornblume, Foto von Yoksel 🌿 Zok
Bienenfreund mit Hummel, Foto von Annette Meyer
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