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Kapuzinerkresse pflanzen, pflegen und Verwendung

Die Pflanze mit den gelb bis orangefarbenen Blüten zählt zu den beliebtesten Pflanzen im Zier- und Gemüsegarten. Hier erfährst du alles über Aussaat, Standort, Pflege und Blütezeit.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum) erkennst du an ihren runden Blättern und den meist orange oder gelb blühenden Blüten. Ihren Namen hat sie, weil ihre Blüten an die Kopfbedeckung der Kapuzinermönche erinnern. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika, wo sie auf kargen Böden in der Sonne wächst. Kapuzinerkresse ist bei uns sehr beliebt – aus gutem Grund.

Kapuzinerkresse: Aussaat

Kapuzinerkresse ist nicht winterhart. Daher kannst du Kapuzinerkresse erst nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Beet aussäen. Wenn du willst, kannst du die Pflanze natürlich auch schon Anfang Mai im Haus auf der Fensterbank vorziehen. Kapuzinerkresse keimt innerhalb von etwa 14 Tagen. Da die Kresse sehr schnell wächst, ist eine spätere Aussaat problemlos möglich.

Tipp: Lege die Samen der Kresse 24 Stunden vor der Aussaat ins Wasser. Die Samen keimen dann schneller.

Kapuzinerkresse Standort und Pflege

Kapuzinerkresse ist sehr pflegeleicht. Die Pflanze liebt einen sonnigen Standort, akzeptiert aber auch Halbschatten. Ansprüche an den Boden hat sie wenig. Am besten sind lehmige, kalkhaltige Böden. Bei nährstoffreichen Böden entwickelt die Pflanze mehr Blätter und weniger Blüten. Kapuzinerkresse wächst im Topf genausogut wie im Beet. Kapuzinerkresse im Topf auf Balkon oder Terrasse ist also gar kein Problem.

Kapuzinerkresse gegen Läuse

Kapuzinerkresse schmeckt. Und nicht nur uns, sondern auch Blattläusen. Pflanze daher Kapuzinerkresse unter oder neben Pflanzen, die du vor Blattläusen bewahren willst, wie zum Beispiel Rosen. Die Läuse werden sich an der Kapuzinerkresse laben und deine Zierpflanzen links liegen lassen. Toller Tipp fürs Gärtnern ohne Gift!

Kapuzinerkresse gegen Schnecken

Nicht alle Plagegeister des Gärtners lieben das bittere Kraut. Schnecken können schon den Geruch der Kapuzinerkresse nicht leiden und machen einen Bogen um sie herum. Das kannst du dir zunutze machen und Kapuzinerkresse geschickt ins Gemüse- oder Blumenbeet setzen. Aber auch Ameisen meiden den Geruch der Kresse.

Hier findest Du noch weitere Pflanzen gegen Schnecken.

Inhaltsstoffe der Kapuzinerkresse

Zwei Inhaltsstoffe der Kapuzinerkresse sind sehr wertvoll für unsere Gesundheit. Zum einen ist es der hohe Anteil an Vitamin C, zum anderen die Senföle, die auch für den bitteren Geschmack des Krauts verantwortlich sind. Senföle hemmen die Bildung von Pilzen, Bakterien und Viren und regen die Durchblutung an. Daher wurde die Kapuzinerkresse zu Recht zur Arzneipflanze des Jahres 2013 gekürt.

Kapuzinerkresse in der Küche

Die Blätter der Kapuzinerkresse schmecken sehr würzig und erinnern an Meerrettich. Ich schneide die Blätter des Krauts klein und gebe sie zum Würzen in den Salat – lecker! Aber auch zu einem Pesto verarbeitet, sind die Blätter ein Genuss. Hier das Rezept.

Die pfeffrig schmeckenden Blüten bilden eine würzige Dekoration auf dem Salat oder auch auf anderen Speisen.

Die frischen Samen der Kapuzinerkresse sind ein leckerer Snack für zwischendurch. Das Naschen solltest du dir aber verkneifen, wenn du die Samen zu falschen Kapern verwenden willst. Dieses Rezept ist sehr empfehlenswert.

Sorten der Kapuzinerkresse

Es gibt über 90 Sorten der Kapuzinerkresse. Am weitesten verbreitet ist die große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus). Diese Sorte verträgt auch Halbschatten. Neben den bekannten Sorten mit orangefarbenen oder gelben Blüten sind auch Samen für Pflanzen mit weißen, lachsfarbenen oder rot-violetten Blütenfarben erhältlich, wie zum Beispiel die cremeweiße Sorte Milk Maid.

Wer Kapuzinerkresse in die Höhe wachsen lassen möchte, muss Sorten kaufen, die klettern können, wie zum Beispiel die rosablühende Sorte 'Purple Emperor'. Besonders wuchs- und kletterfreudig ist die Kanarische Kresse (Tropaeolum peregrinum). Sie erreicht Höhen von bis zu fünf Metern und hat dekorativ gefranste Blätter und Blüten.

Gut geeignet für Pflanzkübel und kleine Beete sind Sorten aus der so genannten Whirlybird-Serie. Die Blüten dieser Sorten stehen über dem Laub und werden nicht höher als 35 cm.

Tipp: Wähle eine kletternde Sorte der Kapuzinerkresse und laase sie an einer Rankhilfe am Zaun hochwachsen. Wenn sie in die Höhe wächst, braucht die Pflanze auch nicht so viel Platz im Beet.


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