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Pflegeleichte Stauden, die ohne Ausputzen auskommen

Das regelmäßige Abschneiden verblühter Blüten führt dazu, dass Stauden mehr und länger blühen, macht aber viel Arbeit. Wir stellen pflegeleichte Pflanzen vor, die blühen, ohne dass du sie ausputzen musst.

Gartenbesitzer lieben die Stauden am meisten, die die ganze Saison blühen. Doch diese Schönheit hat ihren Preis, der mit regelmäßigem Ausputzen der Stauden bezahlt werden muss. Auch wenn das Abschneiden der verblühten Blüten nicht mühsam ist, so ist es doch zeitraubend. Zwar sind üppig blühende Staudenbeete diese Mühe wert sind, es ist aber doch empfehlenswert, auch Stauden zu pflanzen, die nicht ausgeputzt werden müssen, um den Zeitaufwand in Grenzen zu halten.

Die Pflanzen, die hier aufgeführt werden, blühen nur einmal. Daher ist das Ausputzen auch nicht erforderlich. Aber die Pflanzen bleiben auch nach der Blüte dekorativ, da die Blüten an den Pflanzen trocknen oder sie interessante trockene Samenstände haben.

Was heißt Verblühtes ausputzen?

Verblühtes ausputzen meint, dass die verblühten Blüten abgeschnitten oder abgeknipst werden, bevor sich Samen gebildet haben. Dadurch wird die Pflanze angeregt, neue Blüten zu bilden, denn schließlich will sie sich vermehren.

1. Prachtspieren (Astilbe)

Astilben brauchen eigentlich gar keine Blüten, damit sie die Blicke auf sich lenken. Ihre schönen Blätter und der Umstand, dass sie absolut keine Pflege brauchen, machen sie zu begehrten Gartenpflanzen. Die Blüten wachsen schon Wochen, bevor sie sich öffnen. Nach der langen Blütezeit vertrocknen die Blüten direkt an der Staude.

Standort: halbschattig bis schattig

Boden: nährstoffreich, feucht, humos

Blütezeit: je nach Sorte zwischen Juni und August

Blütenfarbe: weiß, rosa, pink

2. Elfenblume (Epimedium x rubrum)

Elfenblumen wachsen langsam, dafür aber an Plätzen, an denen andere Pflanzen oft gar nicht gedeihen wollen, nämlich im trockenen Schatten. Sie sind fankbare Bodendecker, die zwar zart und zerbrechlich assehen, aber sich nicht leicht unterkriegen lassen. Im Frühjahr öffnen sich die zarten hellgelben oder rosafarbenen Blüten. Die verblühten Blüten vertrocknen und fallen dann ab.

Standort: sonnig, halbschattig, schattig

Boden: nährstoffreich, trocken, humos

Blütezeit: je nach Sorte zwischen Juni und August

Blütenfarbe: gelb, rosa

3. Weiche Bärentatze, Bärenklau (Acanthus mollis)

Diese prächtige Staude wird bis zu 150 Zentimeter hoch. Die ährigen Blütenrispen sind sehr lang, ebenso die Blütezeit. Die Staude liebt die Sonne und ist trockentolerant.

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: durchlässig, frisch, nährstoffreich

Blütezeit: je nach Sorte zwischen Juni und August

Blütenfarbe: rosaweiß

4. Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana)

Es gibt zwei Grüne, einen Blausternbusch in den Garten zu pflanzen. Zum einen sind das die hellblauen Blütenbüschel im Frühsommer, zum anderen die schöne gelbe Laubfärbung im Herbst. Ein Nachteil an der Pflanze ist, dass sie nach der Blüte auseinanderfallen kann. Du kannst das zwar vermeiden, indem du die Pflanze nach der Blüte um ein Drittel zurückschneidest, dann verzichtest du aber auf die dekorativen Samenstände. Besser ist es, die Stängel aufzubinden. Der Blausternbusch wird etwa 100 Zentimeter hoch und wirkt fast wie ein kleiner Busch.

Standort: sonnig, absonnig, halbschattig

Boden: frisch bis feucht, lehmig

Blütezeit: Juni bis Juli

Blütenfarbe: hellblau

5. Silberkerze, Actaea (Cimicifuga)

Die Silberkerze ist schon wegen der Höhe ihrer Blütenstängel mit bis zu 120 Zentimetern eine auffällige Pflanze im Garten. Es dauert, bis sich Silberkerzen im Garten etabliert haben und während ihrer ersten Jahre musst du sie regelmäßig gießen. Es lohnt sich aber, diesen prächtigen Stauden diese Zeit zu geben und ihnen diese Mühe angedeihen zu lassen. Denn wenn sie gut eingewachsen sind, brauchen sie wenig Pflege. Bereits vor der Blüte sind Cimicifugen wegen ihres grünen oder dunklen Laubs Schönheiten. Sie wachsen am liebsten in schattigen Gartenbereichen, wo sie mit ihren langen Blütenrispen helle Akzente setzen.

Standort: schattig, halbschattig

Boden: nährstoffreich, humos, frisch

Blütezeit: August bis Oktober

Blütenfarbe: weiß, hellrosa

6. Färberhülse (Baptisia)

Die Färberhülse ist eine Wildpflanze, die aus Nordamerika stammt. Die Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler und ihre Blüten sind vor allem bei Wildbienen äußerst beliebt. Die Färberhülse blüht nur einmal, dafür sehr üppig und sehr lange. Aus den Blüten bilden sich Samenhülsen, in denen die Samen leise rasseln, wenn der Wind durch die Pflanze streift. Färberhülsen sind sehr trockentolerant.

Standort: sonnig

Boden: nährstoffreich, humos, durchlässig

Blütezeit: Juni bis August

Blütenfarbe: weiß, gelb, violett

7. Geißbart (Aruncus dioicus)

Der Geißbart ist den Astilben sehr ähnlich, wird aber viel größer – er kann zur Blütezeit bis zu 200 Zentimeter hoch werden. Die vielen kleinen Blüten, die an bis zu 30 Zentimeter langen Blütenrispen wachsen, werden gern von Bienen, Fliegen und Faltern besucht. Auch wenn die Blüten verblüht sind, sehen sie noch sehr dekorativ aus. Der Geißbart wächst am besten im Halbschatten. Wenn der Boden feucht ist, gedeiht er auch an einem sonnigen Standort.

Standort: sonnig, halbschattig

Boden: nährstoffreich, humos, feucht, durchlässig, kalkarm

Blütezeit: August bis September

Blütenfarbe: weiß bis cremeweiß

8. Stern-Goldkolben (Ligularia dentata)

Meistens werden Golfkolben wegen ihrer großen Blätter gepflanzt, die eine einzigartige Form haben und zu 120 Zentimeter hohen Büschen heranwachsen. Leider brauchen die Pflanzen viel Wasser und müssen während Trockenperioden täglich gegossen werden.

Standort: halbschattig

Boden: nährstoffreich, humos, feucht, durchlässig

Blütezeit: August bis September

Blütenfarbe: gelb

9. Blauraute, Silberstrauch, Silber-Perowskie (Perovskia Atriplicifolia)

Die Blauraute ist ein Halbstrauch, der auf den ersten Blick an Lavendel erinnert, aber viel höher und breiter wächst. Viele kleine Blüten sitzen an bis zu 50 Zentimeter langen Blütenähren. Bienen und andere Insekten fliegen aus die violett-blauen Blüten. Das Laub ist silbergrau und filzig. In rauen Lagen ist ein Winterschutz empfehlenswert.

Standort: sonnig

Boden: steinig bis sandig, durchlässig, trocken

Blütezeit: August bis Oktober

Blütenfarbe: blau-violett

10. Purpur-Fetthenne (Sedum telephium)

Die Purpur-Fetthenne ist eine der pflegeleichtesten Pflanzen für den Garten und bietet eine Reihe vieler Vorteile. Die Pflanze ist trockentolerant, hat eine lange Blütezeit und ihre Blüten sind bei Bienen sehr beliebt. Purpurfetthennen blühen erst im August. Bis dahin sieht das grau-grüne Laub sehr attraktiv im Blumenbeet aus. Die verblühten Blüten sollten auf jeden Fall stehen bleiben, da sie dem winterlichen Garten Struktur verleihen.

Standort: sonnig

Boden: nährstoffreich, mäßig feucht

Blütezeit: August bis Oktober

Blütenfarbe: blau-violett

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