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Taro pflanzen, pflegen ernten

Taro, auch Elefantenohr genannt, ist eine tropische Nutzpflanze, deren stärkehaltige Knollen vielseitig in der Küche verwendet werden. Bei uns wird der Taro vor allem als Zierpflanze für Haus und Garten kultiviert.

Fakten zum Taro

Der Taro (Colocasia esculenta) zählt zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und trägt neben dem Namen Elefantenohr die weiteren Namen Wasserbrotwurzel, Kolokasie, Eddo, Dasheen und Taioba. Es wird vermutet, dass der Taro ursprünglich aus Malaysia und Indien stammt. Taro wird vermutlich seit mehr als 10.000 Jahren als Nutzpflanze verwendet und zählt somit zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschen. Heute ist Colocasia esculenta weltweit in tropischen Gebieten verbreitet,.

Der Taro ist eine immergrüne Pflanze, die die stolze Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Die Pflanzen wachsen unverzweigt und treiben aus unterirdischen Rhizomen große, herzförmige Blätter, die meistens grün sind, aber auch panaschiert sein können. Die Blätter werden zwischen 10 uns 45 Zentimeter lang, manchmal sogar bis zu 80 Zentimeter. Die Blüten bestehen, wie bei den Aronstabgewächsen üblich, aus einem Hochblatt und dem Kolben. In unseren Breiten ist es sehr selten, dass der Taro Blüten ansetzt.

Auch wenn das Elefantenohr eine attraktive Pflanze ist, so wird sie doch vor allem wegen ihrer stärkehaltigen Rhizome angebaut. Auch die Blätter und Stiele werden gegessen.

Standort und Boden für den Taro

Das Elefantenohr wächst an absonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Platz sollte windgeschützt sein, damit die Blätter bei starken Winden nicht zerfleddert werden. Der Boden sollte nährstoffreich sein und viel Wasser speichern können.

Da das Elefantenohr nicht winterhart ist, wird es meist als Kübelpflanze oder Zimmerpflanze kultiviert. Wichtig ist ein großer Pflanztopf und ein gutes, durchlässiges Substrat. Ab Mitte Mai kann das Elefantenohr auch direkt ins Beet gepflanzt werden. Im Herbst müssen die Rhizome dann allerdings ausgegraben und im Haus überwintert werden.

Taro Pflege

Taro muss regelmäßig gegossen werden, der Wurzelballen sollte niemals austrocknen. Von Frühling bis Herbst muss die Pflanze mindestens einmal im Monat mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Je mehr das Elefantenohr gedüngt wird, desto größer werden die Blätter. Das Elefantenohr wird sehr häufig als Zimmerpflanze kultiviert. Im Winter kann die trockene Heizungsluft für den Taro zum Problem werden. Stelle neben die Pflanze Schalen mit Wasser oder sprühe die Blätter häufig ein. Hier weitere Tipps, um die Luftfeuchtigkeit im Zimmer zu erhöhen.

Elefantenohr schneiden

Der Taro muss nicht geschnitten werden, nur gelbe oder welke Blätter werden entfernt.

Elefantenohr überwintern

Der Taro ist nicht winterhart. Die Überwinterung ist aber kein Problem. Am einfachsten ist es, die Rhizome im Herbst auszugraben und an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufzubewahren. Im nächsten Frühjahr, ab April, werden sie in Töpfe gepflanzt und im Haus vorgezogen, bis sie Mitte Mai ins Freiland dürfen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Blätter abzuschneiden und den Pflanztopf an einem kühlen, frostfreien Topf zu stellen.

Du kannst das Elefantenohr im Winter auch im Zimmer als Zimmerpflanze halten. Achte darauf, dass die Erde immer gut feucht ist.

Taro vermehren

Das Elefantenohr kann ganz einfach über seine Wurzeln vermehrt werden. Wenn du keine in einer Gärtnerei kaufen kannst, versuche es bei einem Asia-Laden. Der Boden sollte locker, durchlässig und nährstoffreich sein. Grabe die wurzeln etwa 12 Zentimeter tief in die Erde ein. Der Abstand sollte etwa 40 bis 50 Zentimeter betragen. Halte die Wurzeln sehr feucht, denn Taro braucht zum Wachsen viel Wasser. Nach der ersten Woche solltest du den ersten grünen Trieb aus der Erde ragen sehen.

Taro ernten

Taro braucht 9 bis 12 Monate bevor seine Wurzeln geerntet werden können. Da die Pflanzen nicht winterhart sind, musst du sie entweder im Haus vorziehen oder im Gewächshaus oder Wintergarten halten, wenn du die Wurzeln ernten möchtest. Da Taro-Wurzeln nicht lange haltbar sind, solltest du sie so lange im Boden lassen, bis du sie verwenden möchtest. Du kannst laufend Triebe abstechen und die Wurzeln verwenden und den Rest der Pflanze wachsen lassen. Im Herbst, vor dem ersten Frost, musst du alle Rhizome ausgraben. Am besten verwendest du dazu eine Grabegabel.

Wenn du die Blätter in der Küche verwenden möchtest, kannst du die jungen, zarten Blätter abschneiden, sobald sie sich öffnen. Solange du nicht alle Blätter abschneidest, wachsen bald neue nach.

Gesunder Taro

Taro ist sehr gesund. Es enthält viele Mineralien sowie die Vitamine A, B und C.

Rezeptideen mit Taro

Die Rhizome der Taros können gebacken, gedünstet, gekocht oder zu einer Paste verarbeitet werden. Gerne werden sie auch in dünne Scheiben geschnitten und frittiert.

• Taro-Kuchen: 500 Gramm Taro kochen und zu Brei zerdrücken. Mit 20 Gramm Butter, einem Eigelb, einem Esslöffel Milch, Salz und Pfeffer verrühren. Nach Bedarf Mehl und etwas Speiseöl dazugeben, so dass sich eine feste Masse ergibt. Aus dieser kleine, flache Kuchen formen und in Öl ausbacken.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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