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Oleander vermehren

Oleander zählt zu den beliebtesten Kübelpflanzen. Wer sich noch mehr Blüten für Garten und Balkon wünscht, kann den Oleander leicht vermehren. Etwas Geduld ist allerdings schon nötig.

Es gibt vier Methoden, um Oleander (Nerium oleander) zu vermehren. Am einfachsten ist die Vermehrung durch Stecklinge. Du kannst neue Pflanzen aber auch durch Teilung, Veredelung oder Anzucht gewinnen.

Vermehrung durch Stecklinge

Die Stecklingsvermehrung ist die einfachste Methode, um neue Oleander-Pflanzen zu erhalten. Außerdem gewinnst du bei der Vermehrung durch Stecklinge neue sortenreine Pflanzen. Du kannst für die Stecklingsvermehrung die abgeschnittenen Triebe verwenden, wenn du den Oleander zurückschneidest. Geeignet sind alle Treibe der Pflanze, egal ob es sich um einen verholzten Trieb oder einen Kopfsteckling handelt. Verholzte Triebe benötigen etwas mehr Zeit, bis sie Wurzeln bilden.

  • Ein Trieb zur Stecklingsvermehrung sollte etwa 20 Zentimeter lang sein und keine Blüten haben. Entferne alle Blätter in der unteren Hälfte. Dadurch verdunstet die Pflanze weniger Wasser. Außerdem faulen die Blätter nicht, wenn du den Trieb zum Bewurzeln in Wasser stellst.
  • Dann den Trieb entweder in ein Glas mit Wasser stellen und an einen hellen, warmen Platz stellen. Wenn eine schöne Wurzelkrone gebildet hat, den Steckling in einen Topf mit guter Pflanzerde pflanzen und gut angießen.
  • Den Steckling kannst du auch gleich in einen mit Blumenerde gefüllten Topf oder eine Saatschale stecken. Stecklinge in der Erde wachsen besser an, wenn sie mit einer Abdeckhaube oder Folie abgedeckt werden. Stecklinge im Topf können mit einer durchsichtigen Folie oder Tüte vor Austrocknung geschützt werden. Achte aber darauf, dass die Folie die Blätter nicht berührt. Die Erde feucht, aber nicht nass halten
  • Oleander lässt sich ganzjährig vermehren. Der beste Zeitpunkt ist aber von Mai bis August. Während dieser hellen und warmen Monate befinden sich die Pflanzen in der Wachstumsphase und wachsen besonders gut an.
  • Nach dem Anwurzeln die Spitzen der Oleander-Pflänzchen kappen (entspitzen). So verzweigen sie sich besser und wachsen zu schönen Büschen. Wenn du die junge Pflanze als Hochstämmchen kultivieren möchtest, musst du auf das Entspitzen verzichten.

Tipp: Wenn du mehrere Triebe in einen Topf pflanzst, erhältst du schneller schöne buschige Pflanzen

Oleander durch Teilung vermehren

Oleander sind schnell wachsende Pflanzen, die ihre Besitzer oftmals vor Platzprobleme stellen, wenn die Pflanzen ins Winterquartier umziehen müssen. Zu groß gewordene Pflanzen kannst du teilen statt stark zu kürzen. Du erhältst so zwar nicht viele, dafür aber schon einen recht großen Oleander.

Dazu die Pflanze aus dem Pflanzkübel nehmen und den Wurzelballen mit einem scharfen Messer halbieren. Achte darauf, dass jede Hälfte etwa gleich viel Triebe hat. Diese etwas kürzen. Dann die beiden Hälften in je einen Topf setzen, mit guter Kübelpflanzerde auffüllen und mit etwas Langzeitdünger anreichern. Die beiden Oleanderbüsche werden schnell neu austreiben.

Oleander durch Veredelung vermehren

Diese Methode ist vor allem für große Oleander-Fans geeignet, die mehrere Sorten haben. Geeignet ist die Vermehrung durch Veredelung, wenn schwach wüchsige Sorten auf eine stark wüchsige Unterlage oder gegen Ascochyta empfindliche Sorten auf robuste Unterlagen veredelt werden sollen. Das Vorgehen ist ähnlich wie bei der Veredelung von Obstbäumen und erfordert einiges Geschick und Wissen. Der beste Zeitpunkt für die Veredelung ist der Sommer oder der Winter.

Oleander durch Samen vermehren

Aus den Blüten des Oleanders entwickeln sich lange Schoten, in denen sich die die Samen der Pflanzen befinden. Wenn sich die Schoten öffnen, segeln die Samen an kleinen Fallschirmen, die denen des Löwenzahns heraus. Experimentierfreudige Gärtner können diese Samen verwenden, um daraus neue Pflanzen zu ziehen.

Dazu die Pflanzen in eine Anzuchtschale legen und gut festdrücken. Nicht mit Erde bedecken, da Oleander zu den Lichtkeimern gehört. Doe Schale mit einer Haube oder Folie abdecken und an einen hellen, warmen Platz stellen. Dann die Erde feucht halten und warten, ob die Samen keimen.

Die aus den Samen gezogenen Pflanzen haben aber nicht die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Da die Pflanzen nach drei Jahren zum ersten Mal blühen, kannst du daher erst dann entscheiden, ob dir die Blütenform und -farbe der Jungpflanze gefällt. Züchter nutzen daher diese Form der Vermehrung, um aus den Jungpflanzen die schönsten auswählen, um diese als neue Sorte vegetativ zu vermehren. Vorteil bei der Vermehrung über Samen ist, dass keine Krankheiten von der Mutterpflanze auf die Nachkommen vererbt werden.

**Hinweis: Beim Schneiden oder Teilen des Oleanders immer Handschuhe tragen, da die Pflanze in allen Teilen giftig ist und Hautrötungen und Reizungen hervorrufen kann.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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