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Oleander pflegen

Oleander zaubert mit seiner Blütenfülle mediterranes Flair in den Garten. Die Pflege von Oleander ist nicht schwer, so nur ein paar Dinge müssen erfüllt sein, damit der Oleander seine Blütenpracht entfalten kann.

Botanische Information

Oleander (Nerium oleander) zählt zu den beliebtesten Kübelpflanzen für Garten, Balkon und Terrasse. Die Pflanze, die zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae) gehört, war ursprünglich im Mittelmeerraum und Vorderasien beheimatet. Dort wächst sie vor allem an feuchten Gebieten wie Flussauen oder bei Bachläufen. Vor 500 Jahren hat der Hochadel die dekorative Pflanze mit den vielen Blüten für sich entdeckt und mit ihr die Orangerien geschmückt. Heute sind die Pflanzen in vielen Gärten zu Hause. Etwa 400 Sorten des Rosenlorbeers, wie der Oleander auch genannt wird, lassen keinen Farbwunsch offen. Je nach Sorte blüht Oleander in Weiß, Hellgelb, Lachs, Dunkelrosa und Rot.

Oleander kann je nach Sorte zwischen einem und fünf Meter hoch werden. Er hat immergrüne, lederartige Blätter, die gegenständig angeordnet sind. Die Blüten stehen in endständigen Rispen und bilden sich von Mai bis Juni. Aus den Blüten entstehen schotenartige Kapselfrüchte.

Standort und Boden

Entsprechend seiner südländischen Herkunft liebt Oleander sonnige, geschützte Standorte. An eher schattigen Standorten wird er zwar nicht eingehen, aber mit nur wenigen Blüten sein Missfallen ausdrücken. Gefüllte Sorten sollten möglichst regengeschützt stehen. Denn in feuchten Sommern beginnen die Blüten leicht zu faulen.

Als Substrat bevorzugt die Pflanze einen möglichst kalkhaltigen Boden mit hohem Ton- oder Lehmanteil.

Pflege von Oleander

Da Oleander nicht winterhart ist, wird er fast ausschließlich als Kübelpflanze gehalten. Oleander braucht viel Wasser. Da die Pflanze im Pflanzkübel nicht tief wurzeln kann, muss sie oft und durchdringend gegossen werden. An heißen Sommertagen kann es erforderlich sein, den Oleander täglich zu gießen. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen liebt der Oleander „nasse Füße“. Dies erleichtert es, den großen Durst der Pflanze zu stillen. Am besten nach dem Gießen zusätzlich den Untersetzer mit Wasser füllen, so dass die Pflanze über eine Wasserreserve verfügt. Da Oleander kalkhaltigen Boden braucht, sollte er nur mit Leitungswasser und nicht mit Regenwasser gegossen werden.

Damit Oleander auch seine üppige Blütenpracht entfalten kann, muss zwischen April und Ende August wöchentlich einem Mehrnährstoffdünger gedüngt werden.

Oleander schneiden

Oleander muss an sich nicht geschnitten werden. Da die Pflanze aber recht schnell wächst und sich häufig Platzprobleme im Winterquartier ergeben, ist sollte er regelmäßig, dafür nicht so stark geschnitten werden. Schneide vor dem Einräumen ins Winterquartier die Blütenstände, die sich noch nicht geöffnet haben, nicht ab, da sie sich im nächsten Jahr weiter entwickeln. Auch Verblühtes nicht entfernen, da sich daraus im nächsten Jahr die ersten Blüten entstehen.

Wichtig: Da der Pflanzensaft des Oleanders giftig ist und die Haut reizt, beim Schneiden von Oleander immer Handschuhe tragen!

Oleander umtopfen

Junge Pflanzen müssen jährlich umgetopft werden. Bei älteren ist es ausreichend, sie alle drei bis fünf Jahre in neue Erde zu setzen. Dazu die Pflanze aus dem Pflanztopf nehmen und den Wurzelballen mit einem spitzen Gegenstand auflockern. Lose Wurzeln abschneiden und die alte Erde so gut wie möglich abschütteln. Dann die Pflanze wieder in einen Pflanztopf einsetzen und mit frischer Erde auffüllen. Ist es nicht möglich, den Oleander in immer größere Pflanzkübel zu pflanzen, da dafür kein Platz mehr auf Terrasse oder Balkon ist, hilft dieser Trick. Den Oleander aus dem Kübel nehmen und aus dem Wurzelballen keilförmige Stücke in ausreichend großem Abstand zum Stamm herausschneiden. Die Pflanze wieder in das Pflanzgefäß setzen und den freien Platz mit frischer, guter Pflanzerde auffüllen. Nach dem Wurzelschnitt müssen auch die Äste gekürzt werden, damit Wurzeln und Äste in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Oleander überwintern

Oleander ist nicht winterhart. Die Pflanze verträgt Temperaturen von bis zu -5 Grad, so dass sie bis Mitte Oktober im Freien bleiben kann. Nach den ersten leichten Frösten muss der Oleander aber ins Winterquartier umziehen. Als Winterquartier eignen sich helle, unbeheizte Räume, wie Treppenaufgänge, Hausflure, Wintergärten oder helle Kellerräume. Die Temperatur sollte zwischen fünf und 10 Grad betragen. Je dunkler das Winterquartier ist, desto kühler muss es sein. Nach den Eisheiligen Mitte Mai darf der Oleander wieder ins Freie umziehen.

Übrigens: Je heller der Oleander überwintert, um so mehr Blüten wird er im Sommer bilden.

Vermehrung

Oleander lässt sich sehr leicht durch Stecklinge vermehren. Dazu Triebspitzen ohne Blüten abschneiden und in Erde oder zum Bewurzeln in ein Glas Wasser stellen.

Krankheiten und Schädlinge

Oleander wird häufig von Läusen befallen. Blattläuse saugen gerne an den weichen Pflanzenteilen wie Blüten und jungen Trieben. Diese möglichst mit einem Wasserstrahl abspritzen. Bei einem stärkeren Befall können sie mit einem nützlingschonenden Spritzmittel bekämpft werden. Auch Schildläuse oder Schmierläuse finden sich oft ein. Sie können bei geringem Befall regelmäßig mit einem Schwamm abgewischt werden. Wird die Pflanze vom Oleanderkrebs befallen, kann sie gerettet werden, wenn du die befallenen Pflanzenteile rechtzeitig abschneidest. Kranke Blätter haben erst dunkle Punkte, später fallen die Blätter ab. Oleanderkrebs kann nicht bekämpft werden. Stark befallene Pflanzen müssen entsorgt werden.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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