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Tomaten richtig in Kübel pflanzen

Auch Tomaten im Pflanzkübel können viele Früchte tragen. Wichtig ist es, beim Pflanzen der Tomaten einige Punkte zu beachten, damit die Pflanzen gut mit Nährstoffen versogt sind und gesund bleiben.

Heute verrate ich Euch, auf was Ihr achten müsst, wenn Ihr Tomaten in Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon zieht und großen Erfolg bei der Ernte haben wollt.

Eine gute Gartenidee ist es, Tomaten in Kübeln zu pflanzen. Zwar müsst Ihr häufiger gießen, könnt die Tomaten dafür aber an geschützten Plätzen aufstellen. Außerdem findet sich so immer noch ein Plätzchen für Tomaten auf Balkon oder Terrasse.

Doch es es ist nicht damit getan, Tomaten einfach in die Erde zu setzen, sondern es gibt da noch ein paar kleine Tricks. Diese Tipps habe ich von einem befreundeten Gärtner und möchte sie Euch nicht vorenthalten, ... – na, lest einfach weiter!

Auswahl der Pflanzen

Doch bevor es ans Pflanzen geht und Ihr die Gartenidee des Tomatengartens auf Terrasse oder Balkon umsetzt, müsst Ihr erst einmal die richtige Tomatensorte auswählen. Denn nicht alle Sorten sind dafür geeignet, in Pflanzkübeln zu wachsen. Wichtig ist der Platz, der Euch zur Verfügung steht. Als allgemeine Faustregel gilt:

Je höher die Pflanze wächst und je größer die Tomaten werden, desto größer muss der Pflanztopf sein.

Sehr kleine Sorten sind die Sorten Minibel mit einer Wuchshöhe bis 35 cm oder Tiny Tim mit einer Wuchshöhe von 30 bis 50 cm. Sie sind mit einem Topfvolumen mit etwa drei bis fünf Litern zufrieden. Das entspricht einem Topfdurchmesser von 19 bis 23 cm.

Kleine buschige Sorten, wie die Wildtomaten „Gold Rush“ oder „Small Egg“ und die Sorten „Red Robin“ oder „Windowbox“ werden nicht über 50 Zentimeter hoch und tragen kleine Früchte. Sie brauchen ein Topfvolumen von sieben bis neun Litern oder mehr, das heißt von 25 bis 27 cm Topfdurchmesser.

Habt Ihr mehr Platz auf Balkon oder Terrasse könnt Ihr Cocktailtomaten verwenden. Bekannte Sorten – neben vielen anderen - sind hier „Sweet Million“ oder „Gold Nugget“. Bei einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter brauchen diese Pflanzen einen Kübel mit einem Volumen von 40 Litern. Bei Tomaten dieser Größe dürft Ihr einen Pflanzstab nicht vergessen, damit die Pflanzen nicht umknicken.

Tricks beim Pflanzen von Tomaten in den Pflanzkübel

Wenn Ihr nun die Tomatensorte ausgesucht und das richtige Pflanzbehältnis gefunden habt, geht es nun ans Eintopfen.

Wichtig ist, - wie eigentlich immer - dass der Kübel unten ein Loch hat, aus dem überschüssiges Wasser abfließen kann, um Staunässe zu vermeiden. Damit das Wasser aber nicht zu schnell abfließt, das Loch mit einer Tonscherbe oder ähnlichem abdecken. Stellt den Pflanztopf auf einen Untersetzer, so dass sich die Pflanze bis zum nächsten Gießen noch mit dem ausgelaufenen Wasser versorgen kann.

Unten in den Topf solltet Ihr nun nach der Empfehlung des Gärtners Brennnesseln tun. Dazu einfach Brennsesseln abreißen und zu einem Knäuel oder einer Kugel zusammendrehen. Ab in den Topf und eine Schicht gute Erde darüber. Darauf streut Ihr dann Hornspäne. Diese wiederum mit einer Schicht Erde abdecken. Dann durch den Wurzelballen einen Kupferdraht ziehen, wie Ihr ihn zum Beispiel aus einem alten Kabel nehmen könnt. Dieser Trick soll gegen die gefürchtete Braunfäule bei den Tomaten helfen. Einen Gießrand von etwa zwei Zentimetern lassen und reichlich angießen!

Stellt nun die Pflanzkübel mit den Tomaten an einen sonnigen windgeschützten Ort. Jetzt dürfte Eurer Gartenidee einer reichhaltigen Tomatenernte nichts mehr im Wege stehen!

Gießen, gießen, gießen

Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Ich denke gern daran, denn es erinnert mich daran, meine Tomaten zu gießen (sogar, bevor sie Früchte haben). Wichtig ist, dass die Blätter beim Gießen nicht nass werden. Um das zu erreichen, könnt Ihr eine alte PET-Flasche mit abgeschnittenem Boden und ohne Deckel neben die Tomate einpflanzen. Das Gießwasser fließt dann gleich in den Wurzelbereich, ohne dass die Blätter nass werden. Auch verdunstet das Wasser nicht so schnell.

Ein kleiner Tontopf neben der Pflanze eingegraben erfüllt den ähnlichen Zweck. Das Wasser wird langsam abgegeben.

Eine gute Gartenidee, wenn Ihr Euch Euch nicht ums Gießen kümmern wollt, ist es, eine automatische Bewässerung zu installieren. Hier bieten verschiedene Hersteller Gießsysteme an.

Und nun?

Jetzt kannst Du Deinen Pflanzen erst einmal beim Wachsen zusehen. Wichtig ist, dass die Tomaten keinen Frost abbekommen. Du musst sie also bis zu den Eisheiligen in ein ungeheiztes Gewächshaus stellen oder bei Nahtfrösten wieder ins Haus holen.

Vergiss´ nicht, die Tomaten „auszugeizen“, also die Seitentriebe zu entfernen. Viele Gärtner schützen ihre Tomaten auch mit Folienhauben vor Regen, um Braunfäule zu vermeiden. Und dann sollte Deiner Gartenidee, Tomaten in Kübeln zu halten und eine reiche Ernte zu genießen, nichts mehr im Wege stehen.

Übrigens: Der Geruch der Tomatenpflanzen wehrt auch Schnaken ab. Hier klicken und noch andere Pflanzen kennenlernen, die Stechmücken abwehren.

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KOMMENTARE (2)

Andrea Drebinger

Ich hab´s auch ausprobiert und bin gespannt, ob es funktioniert. Ist doch spannend, oder ? :-))


Renate Ostner

Die Anleitung klingt nach Voodoo Zauber, aber ich probiers.


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