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Tomaten aussäen

Tomaten selber auf der Fensterbank ziehen macht Spaß und spart Geld. Doch manchmal wachsen nur schwache Pflanzen auf der Fensterbank. Hier erfährst du, wie das Ansäen von Tomaten gelingt und schöne Pflanzen heranwachsen.

Wenn du Tomaten selber ziehst, hast du neben der Kostenersparnis und dem Spaß am Gärtnern noch den Vorteil aus einer großen Anzahl an Sorten wählen zu können. Außerdem schmecken frisch geerntete Tomaten am besten. Also, worauf wartest du noch? Nichts wie ran an die Pflanztöpfe!

Wann ansäen?

Wann Tomaten am besten ausgesät werden, hängt sehr vom Standort ab. Im geheizten Gewächshaus oder in einem Wintergarten können Tomaten ab Mitte März ausgesät werden. Wenn dir nur ein Fensterbrett zur Verfügung steht, solltest du besser bis Mitte April warten. Bei einer zu frühen Ansaat wachsen Tomaten zu schwachen Pflänzchen heran, deren Blättchen klein und hellgrün sind und an zu dünnen und zu langen Stielen wachsen.

In welches Pflanzgefäß säen?

Bei der Auswahl des richtigen Pflanzgefäßes sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn du die Pflänzchen pikieren willst, säst du am besten in eine Saatschale. Ansonsten ist von Plastiktöpfen, Anzuchttöpfen, Klopapierrollen oder Eierkartons alles möglich. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß einen guten Wasserabfluss hat und keine Staunässe entsteht. Die Pflanzgefäße müssen mit einer Folie, Plastikfolie oder -haube abgedeckt werden. Das feuchtwarme Klima unter der Abdeckung fördert die Keimung und schützt die Setzlinge später vor kalter Zugluft. Hier findest du Vorschläge für Pflanzgefäße, die du schon zu Hause hast und eine Beschreibung ihrer Vor- und Nachteile.

Wenn du sehr viele Tomatenpflanzen ansäen willst, macht der Kauf eines Zimmergewächshauses und dazu passender Saattöpfe Sinn. Darin finden mehr Anzuchttöpfe Platz und die Keimlinge sind mit der zum Gewächshaus passenden Abdeckung gut geschützt.

Wo stelle ich die Anzuchttöpfe am besten hin?

Der beste Platz für deine Tomaten ist ein sehr heller Platz am Fenster. Da es Tomaten warm mögen, sollte die Temperatur 20 bis 25 Grad betragen. Dies ist auch die Keimtemperatur der Tomaten.

Überprüfe auch die Temperatur der Fensterbank. Wenn sie nicht von einer Heizung gewärmt wird, ist sie unter Umständen sehr kühl. Dann stelle deine Anzuchttöpfe am besten auf eine Zeitung, eine Luftpolsterfolie oder ähnliches, damit es den Tomatenkeimlingen nicht so kalt ist. Zum Gießen am besten zimmerwarmes Wasser verwenden.

Wie säe ich die Tomaten richtig aus?

Tomaten sind Lichtkeimer. Das heißt, dass du die Tomatensamen nicht zu tief mit Erde bedecken solltest. Säe die Tomatensamen daher nicht tiefer als einen halben Zentimeter ein. Danach die Erde mit einer Sprühflache gießen und mit einer Folie, Plastikhaube oder der Abdeckung des Zimmergewächshauses abdecken. Die Erde feucht, aber nicht nass halten und die Abdeckung einmal am Tag zum Lüften abnehmen, damit sich kein Schimmel bildet.

Wie lange dauert es, bis die Tomaten keimen? Wann muss ich pikieren und umtopfen?

Nach drei bis 10 Tagen beginnen die ersten Tomaten zu keimen. Wenn die Keimlinge mindestens vier Blätter haben, kannst du sie pikieren und in Töpfe pflanzen. Nach etwa drei weiteren Wochen nach den Eisheiligen dürfen die Jungpflanzen ins Freiland umziehen, entweder ins Beet oder in einen Pflanzkübel.

Lies hier, wie sich deine Tomaten im Pflanzkübel prächtig entwickeln.

Was muss ich beim Pflanzen der Keimlinge beachten?

Pflanze die Keimlinge beim Umtopfen tiefer als sie zuvor in ihrem Pflanzgefäß gewachsen sind. Zum einen werden die Pflänzchen dann etwas stabiler zum anderen wachsen aus dem Haupttrieb, der dann in der Erde steckt, neue Wurzeln, die die Setzlinge gut mit Wasser und Nährstoffen versorgen.

Wann kommen die Tomatenpflanzen ins Freiland?

Die jungen Pflanzen dürfen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland gepflanzt werden. Wähle einen sonnigen, regengeschützten Platz aus, zum Beispiel unter dem Dachvorsprung oder in einem Tomatenhaus. Am besten gräbst du beim Pflanzen gleich einen Pflanzstab neben deine Tomatenpflanze. So vermeidest du, dass du bei einem späteren Setzen der Stützte die Wurzeln verletzt.

Was muss ich noch beachten?

  • Die Tomatenpflanzen unbedingt in nährstoffreiche Erde pflanzen. Die Faustregel: drei bis fünf Liter Kompost pro Quadratmeter hat sich bewährt. Auch Hornspäne oder eine Bananenschale im Pflanzloch unterstützen die Tomatenpflanzen in ihrem Wachstum.
  • Gute Nachbarn für Tomatenpflanzen sind Basilikum, Kapuzinerkresse und Spinat. Sie beschatten die Erde und verhindern so ein zu schnelles Austrocknen.
  • Damit die Pflanze nicht zu viel Kraft durch das Wachstum von Blättern und Trieben verliert, solltest du die Pflanzen wöchentlich ausgeizen.
  • Ganz wichtig ist es auch, Tomaten viel zu gießen. Achte beim Gießen darauf, nur die Wurzeln zu gießen und die Blätter nicht nass zu machen. Der beste Zeitpunkt dafür ist der frühe Morgen.

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