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Giersch bekämpfen

Giersch bekämpfen ist sehr mühsam, da das Kraut aus jedem noch so kleinen Pflanzenteil immer wieder neue Ausläufer treibt. Wem das Jäten zu mühsam ist, kann Pflanzen ins Beet setzen, die dem Giersch das Leben schwer machen.

Wie sich Giersch vermehrt

Giersch ist ein Kraut, das zu den so genannten Wurzelunkräutern zählt. Diese vermehren sich vor allem über Wurzelausläufer. Giersch hat diese Methode perfektioniert. Er schiebt seine Ausläufer nicht nur schnell im Beet voran, sondern bedient sich eines besonderen Tricks, um sich nicht vertreiben zu lassen: Aus jedem noch so kleinen Stück einer Wurzel treibt er neu aus. Das führt manchmal dazu, dass Giersch nach dem Jäten erst so richtig gut wächst, weil zu viele Wurzelteile in der Erde verblieben sind.

Konkurrenzpflanzen für Giersch

Natürlich gibt es gute Strategien, um die Ausbreitung von Giersch einzudämmen. Am bequemsten ist es sicherlich, das Bekämpfen von Giersch Anderen zu überlassen, nämlich Pflanzen. Durch die Konkurrenz von anderen starkwüchsigen Pflanzen wird dem Unkraut (beziehungsweise dem Wildkraut) die Lebensgrundlage streitig gemacht, bis der Giersch aufgibt.

Diese Methode, Konkurrenzpflanzen gegen den Giersch anzubauen, macht im Gemüsebeet oder in einem Blumenbeet, in dem du verschiedene Pflanzen haben möchtest, nicht so viel Sinn, denn schließlich machen sich dort dann die Konkurrenzpflanzen breit. In abgelegenen Gartenecken oder größeren Flächen machen die vorgeschlagenenen Pflanzen aber nicht nur einen guten Job als "Unkrautverhinderer", sondern sehen auch noch richtig gut aus.

Merkmale von Konkurrenzpflanzen zu Giersch

  • Die Pflanzen wachsen stark
  • Die Pflanzen sind robust und pflegeleicht
  • Die Blätter der Pflanzen beschatten den Boden, so dass die Triebe des Giersch kein Licht bekommen

Pflanzen, die Giersch Konkurrenz machen:

1. Brandkraut (Phlomis russeliana): Die Staude vermehrt sich stark über Ausläufer. . Ihre bis zu 60 Zentimeter hohen Blätter beschatten zuverlässig die Erde und unterdrücken jedes Wildkraut. Die gelben Blüten sind eine beliebte Blütenweide. Verblühten Blüten sehen als vertrocknete Blütenstände den ganzen Winter über sehr dekorativ aus.

2. Dickmännchen (Pachysandra Terminals) dicht wachsender Bodendecker für schattige Standorten.

3. Elfenblume (Epimedium) dicht wachsender Bodendecker mit zarten rosa oder gelben Blüten. Bevorzugt einen schattigen Standort.

4. Frauenmantel (Alchemilla) kommt an vielen Standorten zurecht. Die Pflanze verbreitet sich allerdings sehr leicht durch Samen.

5. Purpurglöckchen (Heuchera) sind sehr hübsche Stauden. Viele Sorten haben interessante Laubfärbungen.

6. Teppich-Golderdbeere (Waldsteinia ternata): Hübscher, niedriger Bodendecker, der von April bis Juni blüht. Die Staude wird nur fünf bis 10 Zentimeter hoch.

7. Teppich-Knöterich (Bistorta affine) bildet eine dichte Blätterdecke. Sehr schön sehen die rosafarbenen Blütenähren aus, die von Juli bis September blühen.

8. Wollziest (Stachy Byzantine) bildet interessante grau-silbrig schimmernde Flächen im Beet.

9. Storchschnabel (Geranium): Der Storchschnabel blüht je nach Sorte von Juni bis Oktober in Violettblau. Die Staude wird 40 bis 50 Zentimeter hoch

Bodendecker pflanzen

Um dein Beet von Giersch zu befreien, musst du den Bodendeckern natürlich gute Startchancen geben. Das heißt, das Beet umgraben und so gut wie möglich von den Wurzelstücken des Giersch befreien. Erst dann die Bodendecker setzen. Je größer die Pflanzabstände sind desto länger hat Giersch die Chance, zwischen den jungen Pflanzen seine Blätter zu treiben. Daher die Bodendecker ziemlich dicht pflanzen. Und dennoch musst du anfangs noch Unkraut jäten, bis die bodendeckenden Pflanzen gut angewachsen sind und die Erde beschatten.

Zeitpunkt zum Pflanzen

Am besten pflanzst du Bodendecker im Herbst. Dann haben die Pflanzen über den Winter Zeit anzuwurzeln und können im Frühjahr mit ihrem Job gleich loslegen, nämlich den Boden zu bedecken und Giersch das Leben schwer zu machen.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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