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Salat anbauen

Salat wächst schnell und eignet sich daher als Vorkultur oder Nachkultur. Bei regelmäßiger Neuaussaat kannst du den ganzen Sommer über frischen Salat aus dem Garten oder vom Balkon ernten.

Sorten

Die Vielzahl an Salatsorten ist enorm. Am bekanntesten ist wohl der Kopfsalat, der lockere Köpfe mit glatten Blättern bildet. Der Eisbergsalat ist besonders knackig und hat einen sehr festen Kopf. Romanasalate haben eine längliche Form. Ihre Blätter sind relativ fest und knackig. Eine weitere Salatsorte, die einen Kopf bildet, ist der Endiviensalat.

Pflücksalate bilden keinen Kopf, sondern können laufend geerntet werden. Es werden die äußeren Blätter portionsweise geerntet, das Herz bleibt stehen. Pflücksalate sind zum Beispiel der Eichblattsalat oder der Lollo Rosso.

Salat aussäen

Salat ist ein Lichtkeimer. Das heißt, dass du die Samen nicht tief in die Erde stecken darfst. Es reicht sogar, sie nur auf der Erde festzudrücken. Das Festdrücken ist wichtig, damit das Saatgut Kontakt zur Erde und zur Feuchtigkeit hat.

Salat kann im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden. Ab Ende März ist es möglich, die meisten Salatsorten direkt ins Beet zu säen. Die Aussaat ins Beet hat den Vorteil, dass die Pflanzen tiefer wurzeln und weniger zum „Schießen“ neigen. Das Vorziehen im Haus hingegen verkürzt die Kulturzeit und schützt die jungen Pflanzen vor hungrigen Schnecken. Allgemein ist das Vorziehen von Salatpflanzen nur bei früher Aussaat sinnvoll. In den meisten Regionen und für die meisten Sorten ist es möglich, ab Ende März ins Freiland zu säen.

Die Keimtemperatur der meisten Salatsorten liegt bei etwa 20 Grad. Ist es kühler, dauert es länger, bis die Saat aufgeht. Bei wärmeren Temperaturen kann es zu einer Keimhemmung führen. Im Sommer ist daher eine Schattierung des Beets sinnvoll.

  • Salat im Haus vorziehen Salat kann ab Ende Februar im Haus vorgezogen werden. Am einfachsten ist es, Salat in Topfplatten vorzuziehen. Du kannst dann die einzelnen Pflanzen bequem entnehmen und ins Beet setzen.

  • Salat ins Freiland säen Wenn du Salat in Reihen säen willst, sollte der Reihenabstand 20 Zentimeter betragen. Pflücksalat kann, nachdem die Saat aufgegangen ist, dichter beieinander stehen bleiben. Kopfsalate müssen auf einen Abstand von 20 Zentimetern vereinzelt werden. Stehen Kopfsalate zu dicht, schießen sie und bilden keine Köpfe.

  • Salat ins Beet pflanzen Vorgezogene oder gekaufte Salatpflänzchen können ab März ins Freiland gepflanzt werden. Setze die Pflanzen nicht zu tief in die Erde, sonst besteht die Gefahr, dass die Pflanzen vom Boden her faulen. Der Wurzelansatz sollte über der Erde sein. Bei gekauften Jungpflanzen in Erdpresstöpfen die Salatpflanzen nur zur Hälfte in die Erde setzen.

  • Salat laufend ernten Damit du mit Salat den ganzen Sommer über versorgt bist, solltest du immer regelmäßig nachsäen. In Abständen von 10 bis 14 Tagen kleinere Mengen von Salat in Beet säen. So hast du regelmäßig Salat, aber keine Salatschwemme, wenn sehr viele Salatköpfe plötzlich erntereif werden und du nicht so viel Salat auf einmal verzehren kannst.

Standort und Boden

Salat stellt im Hinblick auf die Bodenbeschaffenheit keine hohen Ansprüche. Bei schweren Böden, die zur Verschlämmung neigen, tut er sich allerdings schwer, ebenso bei sauren Böden. Der Standort sollte halbschattig sein. Im Frühjahr bei kühlen Temperaturen ist aber auch ein sonniges Plätzchen willkommen.

Gute Beetnachbarn für Salat

Salat ist sehr verträglich mit anderen Gemüsesorten im Beet. Besonders geeignet sind Kohlrabi, Lauch, Mais, Mangold, Möhre, Rucola oder Tomate. Neben Gurken oder Petersilie sollte Salat besser nicht gepflanzt werden.

Salat sollte auch nicht in Beete gepflanzt werden, in denen zuvor Kartoffeln wuchsen. Zwiebeln, Spinat und Lauch sind hingegen eine gute Vorkultur.

Salat pflegen

Salat ist nicht anspruchsvoll in der Pflege. Nur bei Trockenheit geraten die Pflanzen in Stress und versuchen, Blüten und Samen zu bilden, um sich zu vermehren, bevor sie eingehen. Die Blätter von Salat, der schießt und Blüten bildet, werden hart und schmecken bitter. Daher ist eine gleichmäßige Wasserversorgung für eine gute Ernte wichtig.

Bei zu starker Konkurrenz durch Wildkräuter geraten Salatpflanzen in Bedrängnis und ziehen beim Kampf um Licht, Wasser und Nährstoffe den Kürzeren. Halte daher das Beet frei von Unkraut. Durch Mulchen der Beete kannst du ein zu schnelles Austrocknen des Bodens verhindern. Auch Unkraut wird unterdrückt. Wer nicht mulchen mag, muss öfter zur Hacke greifen.

Salat richtig gießen

Salat am besten morgens gießen. Achte beim Gießen drauf, die Blätter so wenig wie möglich nass zu machen. Dies gelingt am besten, wenn du die Pflanzen von der Seite her gießt. Salat muss übrigens nicht täglich gegossen werden. Wichtiger ist es, durchdringend zu gießen.

Salat düngen

Stickstoffhaltiger Dünger fördert das Blattwachstum. Durch reichliche Düngergaben kannst du also schnell prächtige Salatköpfe erhalten. Die Kehrseite des wundersamen Wachstums ist allerdings ein erhöhter Nitratgehalt im Salat. Daher auf stickstoffhaltige Dünger besser verzichten.

Salat ernten

Wenn sich feste Köpfe gebildet haben, können die Kopfsalate geerntet werden. Der beste Erntezeitpunkt ist am Morgen, wenn der Salat noch frisch ist, bei trockenem Wetter. Salat, der bei Regenwetter geerntet wurde, fault leichter. Du solltest Salat nach der Ernte schnell verzehren, da er schnell welkt.

Pflücksalate können laufend geerntet werden. Dazu die äußeren Blätter abzupfen und das Herz stehen lassen. Wenn Pflücksalate zu schießen beginnen und Blüten bilden, sind sie abgeerntet.

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