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Akelei pflegen

Die graziösen Blüten scheinen über dem Laub zu schweben. Die verspielte Akelei verzaubert jeden Garten mit ihren zarten, nickenden Blüten.

Die Akelei, eine der schönsten Pflanzen der Familie der Hahnenfußgewächse, war schon im Mittelalter beliebt. Dies belegen zahlreiche Kunstwerke der damaligen Zeit, auf denen die Akelei abgebildet ist. Berühmtestes Beispiel ist das Werk von Albrecht Dürer, der die Akelei im Jahr 1526 malte.

Ist die Akelei giftig?##

Im Mittelalter wurde die Akelei vor allem als Arzneipflanze bei Erkrankungen der Leber und Milz, bei Gelbsucht, Wassersucht und als Heilmittel bei Wunden verwendet. Besonders geschätzt wurde sie als Aphrodisiakum, damit ein Mann, dem seine „ehelichen Werken unvermöglich worden were“ wieder „zurecht kompt“. Ein Glück für die Männer, dass der Akelei ihre Wirkungen in Liebesdingen oft schon bei bloßer Berührung nachgesagt wurden. Schließlich ist die Pflanze leicht toxisch. Beim Verzehr von nur 20 Gramm der frischen Blätter kann es zu Atemnot, Krämpfen oder Herzbeschwerden kommen. Allerdings schmecken die Blätter so bitter, dass sie von Kindern und Tieren sofort wieder ausgespuckt werden.

Name der Akelei##

Wahrscheinlich leitet sich der Gattungsname Aquilegia vom lateinischen Wort aquila für Adler ab, um auf die Ähnlichkeit der Blütensporne mit Adlerkrallen hinzuweisen. Es ist aber auch möglich, dass die Kelchblätter die Menschen an Wasserbehälter erinnerten. Dann wäre das lateinische Wort aquilegium, Wasserbehälter der Namenspatron für die Akelei.

Die auffallende Form der Blüte der Akelei hat Anlass zu vielen Volksnamen gegeben, wie Zigeunerglocken, Kaiserglocken oder Narrenkappen. Besonders schön ist der Name „Elfenhandschuh“, der die Zartheit der Blüte passend umschreibt.

Die Akelei im Garten##

Heute ist die Akelei eine beliebte Gartenblume für den Frühlingsgarten. Sie wächst aufrecht und wird je nach Sorte 30 bis 80 cm hoch.

Bereits ab März oder April wachsen die Blätter der Akelei. Die jungen Blätter, anfangs dekorativ zu Rosetten zusammengerollt, bilden hellgrüne Polster in den noch nackten Beeten. Je größer die Blätter werden um so mehr verändern sie ihre Farbe hin zu einem Blaugrün.

Von Mai bis Juni blüht die Akelei. Die 3 – 5 cm großen Blüten sind meist blau. Aber auch violette, weiße und rosafarbene Variationen kommen vor.

Akeleien werden gern von Hummeln besucht. Ihre Nektarblätter sind gerade so weit geöffnet, dass eine Hummel ihren Kopf hineinstecken kann.

Standort, Pflege und Begleiter##

Die Akelei fühlt sich wohl im Halbschatten unter oder vor Gehölzen. Die Pflanzen lieben einen durchlässigen nährstoffreichen und mäßig feuchten Boden. Der Boden sollte offen gehalten werden, da sie Wurzelkonkurrenz durch andere Pflanzen nur schlecht vetragen.

Gute Begleiter für die Akelei sind Anemonen, Tränendes Herz, Primeln, Lungenkraut, Glockenblumen. Neben Farnen kommt ihr Wildblumencharakter gut zur Geltung.

Vermehrung##

Wenn sich die Akelei wohl fühlt, samt sie sich selbst aus und kann sich stark vermehren, da sich in den Blütenständen viele Samen bilden. Um die Pflanze im Garten zu halten, ist „Nachwuchs“ auch erforderlich. Denn die Staude wird maximal sieben Jahre alt und muss daher durch junge Pflanzen immer wieder ersetzt werden.

Allerdings kann die Akelei auch sehr aufdringlich werden und sich zu stark vermehren. Dann schneidet die verblühten Blüten ab, damit sich keine Samen bilden.

TIPP: Die Akelei ist auch als Schnittblume geeignet!

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KOMMENTARE (1)

Bea

Hallo! Was ist das nur für eine schöne Akelei? Ich war schon in einigen Gartencentern und Baumschulen: nicht zu bekommen....ich suche weiter :)viele Grüße, Bea


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