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Stockrosen aussäen

Stockrosen kannst du ins Beet aussäen. Sie lieben Sonne, einen humosen Boden, überwintern im Garten, blühen im nächsten Jahr und versamen von alleine. Wir geben Tipps zum Aussäen, Vermehren und der Pflege von Stockrosen.

Botanische Information

Stockrosen (Alcea rosea) sind sehr beliebte Pflanzen für den Bauerngarten oder einen naturnahen Garten. Die Pflanzen sind wegen ihres langen Blütenstängels beliebt, an dessen Blattachseln fast den ganzen Sommer lang immer wieder neue, auffällige Blüten erscheinen. Die zweijährigen Pflanzen sind pflegeleicht und stellen wenig Ansprüche an den Boden oder Standort. Ihr bis zu zwei Meter hoher Blütenstängel sollte aber mit einem Stab gestützt werden, um ein Abbrechen zu vermeiden.

1. Muss ich Samen kaufen oder kann ich Samen ernten?

Stockrosen kannst du sehr leicht über geerntete Samen vermehren. Dazu die Samen von den abgeblühten und vertrockneten Blüten im Herbst abnehmen. Jede verblühte Blüte entwickelt etwa 20 Samen. Wann der Samen der Stockrosen reif ist, erkennst du daran, dass sich die Samenkapseln leicht aufdrücken lassen oder schon geöffnet sind und du die braunen Samen leicht herausnehmen kannst.

2. Wann ist der beste Zeitpunkt zum Aussäen von Stockrosen?

Du kannst Stockrosen im Frühjahr, etwa von Ende Mai bis Anfang Juni, oder im Herbst aussäen.

3. Was ist der Vorteil, wenn ich im Frühsommer aussäe?

Stockrosen, die im Frühjahr gesät wurden, blühen meist schon im darauf folgenden Jahr. Werden Stockrosen im Herbst gesät, blühen die Pflanzen erst im übernächsten Jahr.

4. Ich möchte Stockrosen säen. Auf was muss ich achten?

Du kannst Stockrosen entweder direkt ins Beet oder in Töpfe pflanzen. Wichtig ist ein sonniger Standort mit lockerem, humosen Boden. Wenn du direkt ins Beet säst, markiere die Stelle, damit die kleinen Pflanzen nicht aus Versehen gejätet werden.

Und so geht es:

  • Samen mit Erde in zweifacher Samenstärke bedecken
  • Die Erde gut festdrücken
  • Die Erde feucht halten
  • Die Keimdauer beträgt etwa zwei bis drei Wochen, die Keimtemperatur liegt bei 20 Grad
  • Zu dicht gepflanzte Keimlinge ausdünnen und nur die stärksten stehen lassen

5. Ich habe im Frühjahr Stockrosen in Töpfen angesät. Wann muss ich die kleinen Stockrosen ins Beet pflanzen?

Im Topf vorgezogene Stockrosen sollten etwa Anfang September an ihren Platz im Garten gepflanzt werden, damit sie vor dem Winter noch gut einwurzeln. Bei einem späteren Zeitpunkt besteht auch die Gefahr, dass die lange Pfahlwurzel verletzt wird. Stockrosen am besten in Gruppen mit einem Pflanzabstand von 40 bis 50 Zentimeter pflanzen.

6. Wenn ich im Herbst aussäe, erfrieren dann die Sämlinge nicht im Winter?

Nein, im Gegenteil. Die Sämlinge von Stockrosen brauchen die Kälte eines Winters, um sich richtig zu entwickeln. Daher die Keimlinge im Garten lassen. Kälte, Schnee und Regen machen den kleinen Pflanzen nichts aus. Staunässe vertragen sie aber gar nicht. Daher immer auf eine gute Drainage achten.

7. Was ist ein guter Standort für Stockrosen?

Stockrosen stellen keine hohen Anforderungen an Boden oder Standort. Richtig prächtig entwickeln sie sich allerdings nur an sonnigen Standorten mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Auch sind sie sehr durstig und wollen viel gegossen werden. Haben sie wenig Nährstoffe zur Verfügung oder stehen sie sehr schattig, werden sie nur einen kleinen Blütenstängel mit wenig Blüten entwickeln.

8. Ich bin ein fauler Gärtner. Wie kann ich dennoch die Aussaat von Stockrosen in meinem Garten fördern?

Stockrosen säen sich leicht von alleine aus. Wenn du den Standort der Stockrosen im Garten dem Zufall überlassen willst, kannst du die Blütenstängel einfach stehen lassen und darauf warten, dass die Samen herausfallen. Wenn du die Samenkapseln in den Händen verreibst und im Beet verstreust, kannst du die Aussaat noch zusätzlich fördern.

9. Mir gefallen die gefüllten Sorten der Stockrosen besonders gut. Was muss ich beachten?

Wenn du Liebhaber oder Liebhaberin gefüllter Stockrosen bist, solltest du dir die Pflanzen kaufen. Aus den Samen gefüllter Stockrosen wachsen nur Pflanzen, die ungefüllte Blüten entwickeln.

10. Mit dem Aussäen hat alles gut geklappt. Nun haben die Stockrosen aber Malvenrost. Was kann ich dagegen tun?

Stockrosen leiden oft an der Pilzkrankheit Malvenrost. Folgende Tipps helfen, diese Krankheit zu vermeiden:

  • Nur am Wurzelbereich gießen, damit die Blätter nicht nass werden
  • Einen sonnigen und leicht windigen Standort wählen, damit nach Regen die Blätter gut abtrocknen
  • Stockrosen nicht zu eng pflanzen

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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