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7 Tipps, wie du Pflanzen retten kannst

Hast du Zimmerpflanzen, die vertrocknet aussehen, welke oder sehr helle Blätter haben oder irgendwie traurig aussehen? Mit diesen 9 Tipps gelingt es dir, deine Pflanzen wieder zu beleben.

Manche Zimmerpflanzen fristen ein trauriges Dasein oder werden falsch gepflegt. Die Folge sind vertrocknete bzw. zu wenig Blätter oder lange, kahle Stängel. Doch keine Sorge, diese Zimmerpflanzen können meistens gerettet werden. Hier 6 Ursachen für kranke Zimmerpflanzen und Tipps, wie du Zimmerpflanzen neues Leben einhauchen kannst.

1. Zu viel oder zu wenig Wasser

Sehen deine Zimmerpflanzen vertrocknet aus? Der Grund kann sein, dass du sie zu viel oder zu wenig gießt. Das man komisch klingen, dass überwässerte Pflanzen vertrocknet aussehen. Aber Staunässe führt dazu, dass die Wurzeln faulen. Und verfaulte Wurzeln transportieren kein Wasser mehr, so dass die Pflanze als Folge vertrocknet. Wenn deine Zimmerpflanze vertrocknete Blätter hat, kontrolliere zuerst die Erde im Topf, um festzustellen, ob sie zu nass oder zu feucht ist. Wenn die Blätter deiner Zimmerpflanze gelb werden und sich weich anfühlen, kann dies ein Zeichen für Staunässe. Wenn du unsicher bist, wie du deine Zimmerpflanzen richtig gießt, dann findest du eine Anleitung hier.

Vertrocknete Pflanze retten

Ist die Erde im Pflanztopf steintrocken, so ist die Diagnose und die Kur einfach. Deine Pflanze ist schlichtweg vertrocknet. Erste Hilfe besteht darin, die Pflanze mit dem Topf in einen Eimer Wasser zu stellen. Warte, bis keine Luftblasen aus dem Topf mehr aufsteigen. Hole den Pflanztopf aus dem Eimer und warte, bis kein Wasser mehr aus dem Pflanztopf läuft. Dann kannst du die Zimmerpflanze wieder an ihren Platz stellen. Schneide vertrocknete Triebe und Blätter ab.

Überwässerte Pflanze retten

Leidet deine Zimmerpflanze an Staunässe, ist es schwieriger, sie zu retten und in vielen Fällen sogar unmöglich. Wenn Pflanzen zu nass stehen, faulen die Wurzeln und versorgen die Pflanzen nicht mehr mit Wasser. Ob deine Zimmerpflanze gerettet werden kann, hängt davon ab, wie weit die Wurzeln geschädigt sind. Hier die Anleitung:

  • Nimm den Wurzelballen aus dem Pflanztop. Schüttle die nasse Erde ab und inspiziere die Wurzeln. Verfaulte, braune Wurzeln müssen abgeschnitten werden.

  • Pflanze die Zimmerpflanze in frische Blumenerde und gieße sie nur mäßig an. Achte darauf, dass der Blumentopf am Boden ausreichend große Löcher hat, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

  • Überprüfe künftig vor dem Gießen, ob die Pflanze tatsächlich Wasser braucht. Die meisten Zimmerpflanzen müssen erst dann gegossen werden, wenn sich die obere Erdschicht trocken anfühlt. Kontrolliere regelmäßig, dass kein Gießwasser im Übertopf stehen bleibt. Wenn du deine Zimmerpflanzen über den Übertopf gießt, musst du das restliche Wasser nach etwa 20 Minuten abgießen.

2. Zu dunkler Standort für Zimmerpflanze

In unseren Breiten ist ein zu dunkler Standort das größte Problem für Zimmerpflanzen. Wenn deine Zimmerpflanze zu wenig Licht bekommt, erkennst du an folgenden Punkten:

  • Die Zimmerpflanze wächst kaum oder gar nicht mehr.

  • Sie bildet dünne Triebe mit hellen Blättern, die Richtung Fenster wachsen.

  • Ihre Blätter werden gelb und fallen ab.

Am einfachsten ist es, wenn du deine Zimmerpflanze näher ans Fenster rücken kannst. Wenn deine Zimmerpflanze nur im Winter kränkelt, braucht sie für die kalte und dunkle Jahreszeit einen Platz näher am Fenster. Wenn deine Wohnung insgesamt sehr dunkel ist, du aber nicht auf Zimmerpflanzen verzichten willst, solltest du dir eine Zimmerpflanze aussuchen, die mit wenig Licht auskommt.

3. Zu heller Standort

Sonnige Südfenster sind für die viele Zimmerpflanzen eine echte Herausforderung. Das liegt weniger am Licht als an der Temperatur, da es hinter einer Glasscheibe tagsüber richtig heiß wird und dies zu Hitzeschäden an der Pflanze führen kann. Die Photosynthese kommt zu Erliegen und die Blätter vergilben, ohne zu vertrocknen. Braune Ränder an den Blättern sind die Folge.

Hier hilft es nur, die Sonne zur Mittagszeit mit einem Vorhang oder einer Jalousie auszusperren oder auf Zimmerpflanzen umzusteigen, die an sonnigen Südfenstern wachsen.

4. Zu trockene Luft

Viele Zimmerpflanzen kommen aus tropischen Gefilden und leiden unter trockener Luft. Das wird besonders im Winter problematisch, wenn durch das Heizen die Luft in der Wohnung sehr trocken ist. Bei zu trockener Luft bekommen die Blätter der Pflanzen braune Ränder oder werden schrumpelig.

Das Besprühen der Blätter mit Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit nur für kurze Zeit. Effektiver ist es, die Pflanzen auf eine Wasserschale mit Kieselsteinen zu stellen. Die Wurzeln kommen so mit dem Wasser nicht in Berührung und die Luftfeuchtigkeit erhöht sich direkt um die Pflanze. Weitere Tipps, um die Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen zu erhöhen, findest du hier.

Auch kalte Zugluft kann Zimmerpflanzen schaden. Achte darauf, dass die Pflanzen nicht in der Nähe von Fenstern stehen, die du zum Lüften öffnest oder stelle sie beim Lüften weiter weg.

5. Zu wenig oder zu viele Nährstoffe

Anders als Pflanzen, die im Garten im Beet wachsen, haben Zimmerpflanzen nur ein kleines Stück Erde, um sich mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Sehr oft leiden Zimmerpflanzen daher unter einem Nährstoffmangel – die Frage ist nur, welcher.

  • Helle Blätter sind meist ein Zeichen von Stickstoffmangel. Normaler Zimmerpflanzendünger hilft den Pflanzen aber schnell auf die Sprünge.

  • Gelbe Blätter mit grünen Adern sind ein Zeichen für Eisenmangel. Magnesiummangel erkennst du daran, dass die Blätter fleckig werden.

  • Braune Blattränder sind oft ein Zeichen trockener Luft oder von Kaliummangel. Mit Dünger kannst du diesen Mangel leicht beheben.

Aber nicht nur zu wenig Düngen kann schädlich für die Pflanzen sein. Auch zu viel Düngen führt zu braunen Blattspitzen. Hier hilft es, die Pflanzen kräftig zu gießen, so dass mit dem Wasser die Nährstoffe ausgeschwemmt werden.

6. Schädlinge

Schädlinge können plötzlich in großer Zahl auftreten. Gerade im Winter sind die Pflanzen anfällig. Bekommen Zimmerpflanzen gelbe Blätter oder verlieren ihre Blätter, ist es immer sinnvoll, sie auf Schädlinge zu untersuchen und diese zu behandeln. Findest du an den Zimmerpflanzen Schmierläuse, Schildläuse, Spinnmilben oder Blattläuse, solltest du die befallenen Pflanzen schnell von den gesunden trennen. Wenn der Befall noch nicht stark ist, hilft es, die Pflanzen sorgfältig abzubrausen. Decke die Erde mit einer Plastikfolie ab, so dass du die Pflanze schräg halten und auch die Blattunterseiten abbrausen kannst. Eine Mischung aus 2 Liter Wasser, 30 ml Essig und 30 g Spülmittel ist auch ein bewährtes Hausmittel gegen Schädlinge. Sprühe die Zimmerpflanzen alle zwei Tage mit dieser Mischung ein.

Wenn beim Gießen plötzlich viele kleine Mücken aus dem Pflanztopf hoch fliegen, ist deine Zimmerpflanze mit Trauermücken befallen. Die Trauermücken legen ihre Eier in die Erde. Die Larven schädigen die Wurzeln. Sand auf der Blumenerde verhindert, dass die Mücken ihre Eier ablegen können. Weitere Maßnahmen sind der Einsatz von Nematoden, kleinen Fadenwürmern, die die Larven vertilgen, oder das Aufstellen von Gelbstickern, zu denen die Trauermücken fliegen und an deren klebrigen Oberfläche sie kleben bleiben. Weitere Maßnahmen gegen Trauermücken findest du hier.

7. Zu kleiner Pflanztopf

Das Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, um den Zimmerpflanzen etwas Aufmerksamkeit und Pflege zu schenken. Dazu gehört auch, die Größe der Pflanztöpfe zu kontrollieren. Als Faustregel gilt, dass Zimmerpflanzen alle zwei Jahre umgetopft werden sollten. Dann sind die Pflanztöpfe meistens vollkommen durchgewurzelt sowie die Erde verbraucht und ausgelaugt.

Hier eine Anleitung zum Umtopfen von Zimmerpflanzen:

  • Achte bei der Auswahl des Pflanztopfs darauf, dass dieser ein Abflussloch hat, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Bedecke das Abflussloch mit einer Tonscherbe, bevor du die Zimmerpflanze in den neuen Topf gibst.

  • Es ist empfehlenswert, unten in den Pflanztopf eine Drainageschicht aus Blähton einzufüllen, damit Staunässe zuverlässig vermeiden wird.

  • Nimm den Wurzelballen aus dem Pflanztopf. Wenn du die Pflanze zuvor gegossen hast, ist es lässt er sich leichter aus dem Topf ziehen.

  • Schüttle die alte Blumenerde so gut wie möglich aus dem Wurzelballen, bevor du die Pflanze in den neuen Topf setzst. Verwende gute, strukturstabile Erde und setze die Pflanze so tief, dass der Wurzelballen komplett mit Erde bedeckt ist. Lasse einen Gießrand, damit das Wasser beim Gießen nicht oben aus dem Topf fließt. Schüttle den Pflanztopf beim Einfüllen der Erde immer wieder, so dass sich Hohlräume in der Erde schließen.

  • Gieße die Zimmerpflanze nach dem Umtopfen kräftig an. Erst wenn kein Wasser mehr aus dem Abflussloch läuft, wird die Zimmerpflanze an ihren Platz gestellt. Meistens setzt sich die Erde nach dem Gießen noch einmal, so dass du noch etwas Erde auf dem Wurzelballen verteilen musst.


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