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8 Tipps für höhere Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen

Die Luftfeuchtigkeit spielt für die Gesundheit und das Wachstum von Zimmerpflanzen eine große Rolle. Im Winter ist die Luftfeuchtigkeit meist sehr niedrig. Wir geben 8 Tipps, wie du die Luftfeuchtigkeit erhöhen kannst.

Luftfeuchtigkeit spielt für unsere Gesundheit und Wohlbefinden eine ebenso große Rolle wie für die von Pflanzen. In der Regel brauchen Pflanzen aber eine höhere Luftfeuchtigkeit als wir Menschen. Gerade im Winter bei trockener Heizungsluft leiden Zimmerpflanzen und zeigen dies durch trockene Blätter und Blattspitzen. Doch welche Luftfeuchtigkeit ist gut für Zimmerpflanzen? Allgemein gilt, dass die meisten Zimmerpflanzen mit einer Luftfeuchtigkeit von 40% gut zurecht kommen. Pflanzen, die ursprünglichen aus tropischen oder subtropischen Regionen kommen, brauchen eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60%. Diese Werte werden in geheizten Zimmern selten erreicht.

Hinweis: Höher als 70% darf die Luftfeuchtigkeit nicht in der Wohnung sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wichtig für ein gesundes Raumklima ist auch ein häufiges Lüften der Wohnung. Dabei nicht die Fenster nur kippen, sondern für kurze Zeit weit öffnen. Zwei bis vier Mal täglich solltest du deine Wohnung auf diese Weise lüften. Nicht vergessen, während des Lüftens die Heizung herunterzudrehen.

Absolute und relative Luftfeuchtigkeit

Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit. Für unser Wohlbefinden ist die relative Luftfeuchtigkeit von Bedeutung. Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt an, wie viel Wasserdampf in einem Kubikmeter Luft enthalten sind. Wird der Maximalwert erreicht, den die Luft aufnehmen kann, kondensiert das Wasser. Dies erkennst du daran, dass sich kleine Lufttröpfchen oder ein Wasserfilm zum Beispiel an den Glasscheiben niederschlägt. Die relative Luftfeuchtigkeit gibt das Verhältnis an zwischen der absoluten Luftfeuchtigkeit und dem, was die Luft tatsächlich, unter Berücksichtigung der Temperatur, maximal aufnehmen kann. Die relative Luftfeuchtigkeit ist abhängig von der Temperatur, da warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte. Zur Verdeutlichung: Bleibt die Luftfeuchtigkeit in einem Zimmer konstant und die Raumtemperatur erhöht sich, so sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen könnte. Die absolute Luftfeuchtigkeit bleibt jedoch gleich. Wenn hier von Luftfeuchtigkeit gesprochen wird, so ist die relative Luftfeuchtigkeit gemeint.

Warum Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen wichtig ist

Bei der Photosynthese öffnen sich die Poren an den Blättern der Pflanze, den so genannten Stomata, um den Gasaustausch zu ermöglichen. Dabei gibt die Pflanze Feuchtigkeit ab. Je trockener die Raumluft ist, desto mehr Feuchtigkeit verdunstet die Pflanze. Verliert die Pflanze dabei zu viel Feuchtigkeit, können die Blätter der Pflanze eintrocknen oder schrumpelig werden. Erste Anzeichen für zu trockenen Raumluft sind vertrocknete Spitzen der Blätter. Dies ist auch der Grund, warum Pflanzen zur Erhöhung von Luftfeuchtigkeit in Räumen beitragen. Aißerdem sind Zimmerpflanzen bei trockener Luft anfälliger für Schädlinge.

Zimmerpflanzen sind unterschiedlich empfindlich bei zu trockener Luft

Als Faustregel gilt, dass Pflanzen mit festen, ledrigen Blättern trockene Luft besser vertragen als Pflanzen, die dünne, zarte Blätter haben. Vor allem für die empfindlichen Pflanzen, die unter trockener Heizungsluft leiden oder an einem sonnigen Fenster stehen, solltest du die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Nachteile zu trockener Luft

Aber nicht nur die Pflanzen, sondern auch wir Menschen leiden unter zu trockener Luft. Trockene Haut, juckende Haut oder Kopfschmerzen können die Folge sein. Doch nicht nur Menschen und Pflanzen leiden. Auch Gegenstände aus Holz können sich verformen oder Risse bekommen. Ein weiteres Zeichen für zu trockene Raumluft ist, wenn sich mehr Staub in der Wohnung findet.

8 Möglichkeiten, um Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu erhöhen

  1. Pflanzen in Gruppen zusammenstellen Pflanzen geben Feuchtigkeit über ihre Poren an die Umgebung ab. Das bedeutet, dass in ihrer Nähe die Luftfeuchtigkeit höher ist. Wenn du Pflanzen in Gruppen zusammenstellst, können die Pflanzen von der verdunsteten Feuchtigkeit der anderen profitieren. Nachteil dieser Möglichkeit ist, dass du dazu viele Pflanzen brauchst. Dies ist oft nicht möglich oder gewünscht.

  2. Pflanzen einsprühen Pflanzen mit Wasser aus einem Zerstäuber einsprühen erhöht die Luftfeuchtigkeit für einige Stunden. Du solltest die Pflanzen und ihre Umgebung am Morgen einsprühen, wenn die Heizung und die Sonne das Zimmer erwärmt. Diese Methode, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, ist einfach und billig, hat aber den Nachteil, dass sie nur für kurze Zeit wirkt.

  3. Pflanzen ins Badezimmer stellen Von der feuchten Luft im Badezimmer profitieren viele Zimmerpflanzen, ganz besonders die, die hohe Luftfeuchtigkeit brauchen. Auch nach dem Duschen bleibt in Badezimmern die Luftfeuchtigkeit hoch, da Wasser im Waschbecken oder der Duschwanne stehen bleibt und langsam verdunstet. Auch feuchte Handtücher erhöhen die Luftfeuchtigkeit.

Tipp: Nach dem Duschen nicht das Fenster, sondern die Badezimmertür zur Wohnung öffnen. So erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in den anderen Zimmern.

  1. Schalen mit Kieselsteinen und Wasser Eine gute Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit bei deinen Pflanzen zu erhöhen, ist, sie auf eine mit Kieselsteinen gefüllte Schale zu stellen. Die Kieselsteine müssen noch aus dem Wasser herausschauen, so dass die Pflanztöpfe nicht mit dem Wasser in Kontakt kommen. Das Wasser in der Schale verdunstet langsam und erhöht die Luftfeuchtigkeit in der direkten Umgebung der Pflanze. Den besten Effekt erzielst du, wenn der Durchmesser der Schale so groß ist wie die Pflanze insgesamt breit ist. Wem diese Möglichkeit nicht so gut gefällt, kann die Zimmerpflanze auch in einen größeren Übertopf stellen und unten in den Übertopf Kieselsteine und Wasser füllen. Der Effekt ist aber umso größer je breiter die Wasserschale bzw. der Übertopf ist. Damit du nicht so oft Wasser einfüllen musst, sollte die Schale mindestens vier Zentimeter hoch sein.

  2. Wäsche im Zimmer trocknen Stelle deinen Wäschetrockner in das Zimmer mit den meisten Zimmerpflanzen stellen. Durch das Trocknen der Wäsche wird die Luftfeuchtigkeit erhöht

  3. Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen Das Wasser in den Schalen verdunstet und erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum.

  4. Raumtemperatur senken Je kühler ein Raum ist, desto höher ist die relative Luftfeuchtigkeit. Du kannst daher die Luftfeuchtigkeit erhöhen, wenn du, zum Beispiel in deiner Abwesenheit, die Heizung etwas herunterdrehst.

  5. Luftfeuchtigkeit mit Luftbefeuchter erhöhen Die Luftfeuchtigkeit lässt sich bequem und zuverlässig mit einem Luftbefeuchter erhöhen. Nachteil dieser Methode ist, dass das Gerät beim Betrieb und der Herstellung Energie und Resourcen verbraucht werden. Daher ist zu prüfen, ob eine solche Anschaffung notwendig ist. Falls du dich für den Kauf eines Luftbefeuchters entscheidest, achte darauf, ob die Größe des Zimmers zur Leistung des Geräts passt.

Woran erkennt man zu geringe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung?

Trockene Haut, juckende Augen, braune Spitzen an den Blättern der Zimmerpflanzen - all dies sind Indizien, die für zu trockene Zimmerluft sprechen. Wenn du die Luftfeuchtigkeit genau messen möchtest, solltest du dir ein Hygrometer anschaffen. Mit ihm kannst du die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung messen.

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