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Den Garten richtig gießen

Das richtige Gießen des Gartens spart Wasser und hält die Pflanzen gesund. Hier die besten Tipps, um beim Gießen Wasser zu sparen und einen schönen und gesunden Garten zu erhalten.

Als Gärtner oder Gärtnerin sollte einem an einer gesunden Umwelt besonders gelegen sein. Dies schließt auch den sparsamen Umgang mit Wasser beim Gießen des Gartens ein. Doch bei aller Sparsamkeit sollte der Garten trotzdem gut mit Wasser versorgt sein, damit sich die Pflanzen gut und gesund entwickeln können.

Die richtigen Pflanzen wählen

Voraussetzung für einen sparsamen Umgang mit Wasser im Garten ist die richtige Pflanzenauswahl. Wähle Pflanzen, die Trockenheit aushalten. Es gibt eine große Anzahl an trockenresistenten Stauden, Sträuchern und Bäumen, die mit hohen Temperaturen und Trockenheit gut zurechtkommen.

Pflanze Pflanzen nebeneinander, die einen ähnlich hohen Wasserbedarf haben. Gute Plätze für durstige Pflanzen sind zum Beispiel in der Nähe eines Gartenteichs, eines Wasserhahns oder im lichten Schatten von Gehölzen. Rasen braucht am meisten Wasser. Versuche daher, die Rasenfläche auf das nötige Maß zu beschränken, zum Beispiel nur als Spielwiese für Kinder. Abschüssige Bereiche im Garten kannst du nutzen, um einen Regengarten anzulegen.

Mulch und Kompost schützen vor Trockenheit

Mulch ist ein unterschätzter Gartenhelfer. Auch wenn er nur faul herumliegen zu scheint, so leistet er doch wichtige Arbeit im Garten. Holzschnitzel oder Grasschnitt kühlen den Boden, halten die Feuchtigkeit, bieten Lufträume und fügen dem Boden langsam Nährstoffe zu. Im Herbst und Frühjahr sorgt die organische Mulchschicht dafür, dass der Boden langsam friert bzw. taut, was die Wurzeln schützt.

Ein weiterer wichtiger Job einer Mulchschicht ist es, Unkraut oder Beikräuter zu unterdrücken. Das werden alle gerne hören, die nicht gerne Unkraut zupfen. Das Mulchmaterial sollte auf einer möglichst großen Fläche aufgetragen werden, da die Wurzeln von Gehölzen etwa zwei- bis dreimal so weit reichen wie das Kronendach.

Die Speicherfähigkeit der Mulchschicht hängt sehr von ihrer Struktur ab. Je feiner eine Mulchschicht ist, desto besser kann sie Feuchtigkeit speichern, wie zum Beispiel Kompost oder Rasenschnitt – diesen bitte dünn verteilen, da er sonst leicht zu faulen beginnt.

Frischer Rindenmulch ist nicht die beste Wahl zum Mulchen von Beeten, da dieser beim Verrotten dem Boden Stickstoff entzieht. Wenn du dennoch Rindenmulch verwenden willst, solltest du dem Boden gleichzeitig eine gute Portion Hornspäne als Kompensation anbieten. Eine gute Alternative zu Rindenmulch ist kompostierte Nadelholzrinde.

Wenn du Unkraut effektiv unterdücken möchtest, solltest du unter die Mulchschicht Pappe legen. Diese verhindert, dass das Unkraut schnell durch die Mulchschicht wachsen kann und speichert zusätzlich Wasser.

Auch Rasenflächen profitieren von einer Schicht Kompost. Diese sollte aber maximal einen halben Zentimeter hoch sein. Der Kompost führt dem Rasen langsam Nähstoffe zu und verbessert die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern.

Sträucher und Gehölze richtig gießen

Neu gepflanzte Sträucher und Gehölze müssen bis zu drei bis vier Jahre nach dem Pflanzen zusätzlich gegossen werden. Wie schnell Pflanzen angewachsen hängt dabei sehr vom Boden ab. Pflanzen wachsen schneller und besser in durchlässiger, nährstoffhaltiger Erde an als in nährstoffarmen und trockenen Böden. In ihrem ersten Jahr müssen Gehölze, je nach Wetter und Niederschlag, im Sommer mindestens einmal die Woche durchdringend gegossen werden. Im Frühjahr und Herbst reicht es, sie alle drei bis vier Wochen richtig gut zu wässern. Je älter die Gehölze werden, desto weniger musst du sie gießen. Im vierten Jahr sollte es ausreichen, die Bäume und Sträucher alle sechs Wochen durchdringend zu gießen. Dies sind nur grobe Orientierungswerte. Der tatsächliche Wasserbedarf hängt sehr von der Beschaffenheit des Bodens, dem Standort, dem Wetter und schließlich von dem Wasserbedarf der jeweiligen Pflanze ab.

Ältere Sträucher und Gehölze müssen selten gegossen werden. Wenn die Blätter von Gehölzen aber in den kühlen Abendstunden noch welk an den Ästen hängen, ist es höchste Zeit, zum Gartenschlauch zu greifen. Gieße die Pflanzen langsam, so dass das Wasser versickern kann und nicht wegläuft. Das hat den Vorteil, dass das Wasser tief in die Erde eindringen kann und die Wurzeln dazu angeregt werden, in die Tiefe zu wachsen. Da Baumwurzeln in etwa so weit vom Baum weg wachsen wie dieser hoch ist, kannst du das seitliche Wurzelwachstum fördern, wenn du unterhalb der Tropfkante der Baumkrone gießt.

Rasen richtig gießen

Problem mit dem Gießen des Rasens stellt sich jeden Sommer neu, wenn die Sonne brennt und der Regen ausbleibt. Gartenbesitzer und Gartenfreundinnen stellen sich dann immer wieder die Frage, wie viel sie ihren Rasen wässern müssen. Dabei gibt es einen Konflikt zwischen dem Wunsch nach sattem Grün und einem bangen Blick auf den Wasserzähler. Denn Rasen, so viel steht fest, braucht viel Wasser.

Etablierten Rasen richtig gießen

  • Rasen, der schon lange wächst, braucht etwa fünf bis 10 Zentimeter Wasser pro Woche. Wenn es weniger als diese Menge regnet, solltest du den Unterschied durch Bewässern ausgleichen. Am besten misst du den Niederschlag mit einem Regenmesser, um zu wissen, wie viel du gießen musst. Ein Regenmesser, den du auf der Rasenfläche anbringst, zeigt dir, wann du ausreichend gegossen hast.

  • Neu angelegten Rasen richtig gießen Frisch angelegter Rasen, egal ob es sich um eine große Fläche handelt oder nur um kleinere, nachgesäte Stellen im Rasen, braucht mehr Wasser als etablierter Rasen. Bis die Rasensamen keimen, müssen sie dauerhaft feucht gehalten werden. Wenn das Saatgut gekeimt ist, reduziere langsam die Gießmenge, damit die Gräser lange Wurzeln bilden. Wenn etwa 60 Prozent der Fläche mit Gras bedeckt ist, folge den Ratschlägen von oben und gieße so, dass der Rasen in der Woche etwa fünf bis 10 Zentimeter Niederschlag erhält.

Tipp: Rasen sollte nicht im Sommer angesät werden, da bei sommerlicher Hitze und Trockenheit

  • Was passiert, wenn der Rasen nicht gegossen wird? Wenn der Rasen zu wenig Wasser erhält, gehen die Gräser in eine Art Ruhezustand. Wenn es regnet oder der Rasen gegossen wird, erholen sich die Gräser wieder und treiben neu aus. Wenn du Wasser sparen willst und dich der Anblick eine braunen Rasenfläche nicht stört, kannst du deinem Rasen diese Sommerpause gönnen. Gewöhne den Rasen an weniger Wasser, indem du das Gießen des Rasens langsam reduzierst.

Die richtige Zeit zum Gießen

Die beste Zeit zum Gießen ist der frühe Morgen zwischen 4 und 8 Uhr. Der Boden ist dann abgekühlt und der Tau hat die Erde bereits etwas befeuchtet. Die Temperaturen sind noch niedrig, so dass das Wasser nicht schnell verdunstet. Feuchte Blätter können schnell trocknen, so dass die Gefahr von Pilzkrankheiten reduziert wird.

Richtig gießen

Gieße immer nur die Erde, niemals die Blätter. Gieße langsam, so dass das Wasser versickern kann und die Erde nicht weggeschwemmt wird. Am besten gießt du mit einer Tropfbewässerung. Dann wird das Wasser langsam an die Erde abgegeben, kann versickern und tiefe Erdschichten erreichen, so dass die Pflanzen tief und kräftig wurzeln.

Womit gießen?

Pflanzen mit der Hand zu gießen, ist meistens nicht sehr effizient. So solltest du nur welke Pflanzen oder Pflanztröge zu gießen. Am besten werden Pflanzen mit einem Tropfschlauch. Dann wird das Wasser langsam an die Erde abgegeben, kann versickern und tiefe Erdschichten erreichen, so dass die Pflanzen tief und kräftig wurzeln.

Sprenger sind richtig, um den Rasen zu gießen.

Bei einer automatischen Bewässerungsanlage solltest du einen Regensensor oder Feuchtigkeitsmesser installieren, damit wirklich nur dann gegossen wird, wenn die Pflanzen im Garten an Trockenheit leiden.

Die beste Pflanzzeit, um Wasser zu sparen

Der Herbst ist eine sehr gute Pflanzzeit für die meisten Gehölze. Die Pflanzen können in Ruhe anwachsen, ohne gleich durstige Blätter versorgen zu müssen. Die Wurzeln wachsen, wenn die Temperatur in der Erde über 4 Grad liegt. Eine Mulchschicht schützt die Wurzeln frisch gepflanzter Bäume und Sträucher im Winter.

Bildnachweis:

Foto Sprenger

Foto Rasen


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