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Elfenblume: Alles zum Pflanzen und Pflegen des robusten Bodendeckers

Elfenblumen sind ideal als Bodendecker für schattige Beete und zum Unterpflanzen von Gehölzen. Hier alles zum Pflanzen, Pflegen, Vermehren und über besonders schöne Sorten lesen.

Klein, zierlich, einfach schön. Die Elfenblume gilt als echter Geheimtipp unter Gartenfreuden. Denn mit ihren filigranen Blüten und den teilweise zweifarbigen, herzförmigen Blättern verwandelt sie selbst schattige Problemecken im Garten in ansehnliche Grünzonen. Wir geben praktische Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Vermehren der Elfenblume und verraten dir, wann die Elfenblume ihre Blütezeit hat.

Elfenblume: Botanischer Steckbrief

Elfenblumen, wissenschaftlich auch als Epimedium und im Volksmund auch als Sockenblume bekannt, gehören zur Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Als solche sind Elfenblumen hervorragende Bodendecker, die sich auch an schattigen Plätzchen ausbreiten und dort ungewolltes Unkraut verdrängen. Die Gattung der Epimedien ist sehr weit verbreitet: Man findet sie sowohl im Mittelmeerraum und in Nordafrika als auch in Vorderasien, China und sogar Japan.

Zwischen 50 und 60 verschiedene Arten sind bekannt, die sich grob in ostasiatische und westliche Varianten unterteilen lassen. Hinzu kommen noch einige hier in Europa kultivierte Hybridarten. Im Unterschied zu den ostasiatischen Sorten, die meist sommergrünes Laub tragen, sind die in Europa beheimateten Sorten zum Großteil winter-, beziehungsweise immergrün. Die Blätter fast aller Epimedien haben eine längliche, spitz zulaufende Form, die teils sogar als herzförmig beschrieben werden kann. Die Blüten der Elfenblume sind klein und zierlich und bestehen aus vier inneren und vier äußeren Blütenblättern. Letztere sind meist spornartig verlängert.

Obwohl Epimedien zu den Stauden - genauer gesagt zu den Schattenstauden - zählen, erreichen sie in der Regel nur eine Höhe von 15 bis 30 Zentimeter. 2014 wurden die Elfenblumen, die hierzulande unter Gartenfreunden immer noch gewissermaßen als Geheimtipp gelten, zur Staude des Jahres gekürt. Durch ihre Verwandtschaft mit den Hahnenfußgewächsen ist auch die Elfenblume leicht giftig. In manchen Ländern werden Teile bestimmter Sorten allerdings gegart und verzehrt.

Elfenblumen als Bodendecker: Standort und Boden

Wie ihre Zuordnung zu den Schattenstauden vermuten lässt, fühlen sich Elfenblumen in halbschattigen bis schattigen Lagen am wohlsten. Am liebsten haben sie lockere, humose Böden. Unter dichten Gehölzen machen sie sich wunderbar als Bodendecker, da sie so gut wie kein Unkraut durchlassen. Dabei sind die so filigran wirkenden Pflanzen ziemlich robust und können auch mit teils kräftigem Wurzeldruck ihrer Nachbarn umgehen.

Elfenblumen pflanzen und pflegen - So geht’s

Wer Elfenblumen pflanzen will, der tut dies am besten im September oder Oktober. Alternativ ist auch eine Pflanzung im Frühjahr möglich. Beim Pflanzen der Epimedien sollte man auf einen Abstand von 25 bis 30 Zentimetern zu anderen Gewächsen achten. Als Topfpflanze aus dem Handel setzt man die Elfenblume direkt an die angedachte Stelle im Garten - bevorzugt in einem leicht feuchten, humosen Boden. Bis sich an der gewünschten Stelle ein dichter, lückenloser Blätterteppich gebildet hat, dauert es allerdings ein paar Jahre.

Elfenblumen sind in der Pflege recht anspruchslos. Lediglich junge Exemplare sollte man nach der Pflanzung in regelmäßigen Abständen gießen. Ansonsten ist zusätzliches Gießen nur bei übermäßiger Hitze notwendig. Auch in Sachen Düngen sind Epimedien sehr pflegeleicht. Da von den über ihnen wachsenden Stauden und Sträuchern in der Regel genügend Laub abfällt, das sich, einmal am Boden liegend, zu wertvollen Nährstoffen zersetzt, kommt man hier in der Regel ohne Düngen aus.

Die meisten hier in Europa kultivierten Epimedien sind winterhart. Je nach Lage ist es jedoch empfehlenswert, die Pflanze mit Laub oder dünnen Zweigchen zu bedecken und so übermäßige Kälte abzuhalten. Bei den wintergrünen Sorten sollte man das alte Laub im Frühjahr entfernen, um den Austrieb zu unterstützen.

Elfenblumen: Blütezeit

Ihre schönen, zarten Blüten zeigen Epimedien leider nur kurz. Die Blütezeit der Elfenblume liegt im April und Mai. Blüten im Juni sind eher selten. Je nach Sorte reicht das Farbspektrum hier von Weiß und Gelb über Rosa und Rot bis hin zu zarten Violetttönen. Einige Sorten haben auch zweifarbige Blüten.

Elfenblumen vermehren

Elfenblumen lassen sich relativ simpel über Teilung vermehren. Dazu werden nach der Blüte einfach (zur Not mit einem Spaten) entsprechende Teile abgetrennt und anderswo in den Garten verpflanzt. Alternativ werden im Frühjahr oder Herbst kleine Rhizome abgeschnitten, die ebenfalls direkt anderswo eingepflanzt werden.

Besonders schöne Sorten der Elfenblume

Angesichts der großen Vielzahl an Sorten ist es gar nicht so leicht, die richtige Elfenblume für den eigenen Garten zu finden. Zu den beliebtesten Sorten gehören:

  • Epimedium alpinum, auch bekannt als Alpen-Elfenblume: sommergrün; rot-gelbe Blüten

  • Epimedium grandiflorum, oder großblütige Elfenblume: sommergrün; große, orchideenartige Blüten

  • Epimedium x rubrum, auch als rote Elfenblume bekannt: Kreuzung aus Epimedium alpinum und Epimedium grandiflorum; rot-grün gezeichnete Blätter und zweifarbige rot-weiße Blüten

  • Epimedium x versicolor, oder Schwefel-Elfenblume: sehr starker Wuchs; wintergrün; schwefelgelbe Blüten

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