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Hopfen im Garten pflanzen und pflegen

Hopfen ist nicht nur für Bierbrauer, sondern auch für Gartenfreunde ein interessante Pflanze, denn Hopfen ist sehr dekorativ und pflegeleicht. Hier Tipps zum Pflanzen und Pflegen.

Der Spruch „Hopfen und Malz, Gott erhalt´s“ bekommt für jeden, der eine Hopfen Pflanze im Garten hat, eine ganz andere Bedeutung. Denn kaum jemand möchte auf die schattenspendende Kletterpflanze verzichten oder auf die begrünte Wand, die Sichtschutz bietet. Kein Wunder, dass Hopfen als Gartenpflanze immer beliebter wird.

Pflanzenportrait Hopfen

Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae) und darin zur Gattung Hopfen (Humulus). Hopfen wächst in den gemäßigten Zonen Asiens, Nordamerikas und Europas. Die rechtswindende Schlinhpflanze wächst wild an Hecken und Waldrändern, wo er sich an den Gehölzen emporranken kann.

Hopfen ist eine sehr schnell wachsende krautige Pflanze. Sie treibt jedes Frühjahr neu aus und wird zwischen 2,5 und 6 Meter hoch. Die Triebe sind rau behaart. Hopfen hat fünflappige, mattgrüne Blätter.

Die Blüten des Hopfens sind zweihäusig, das heißt es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind kleiner und daher nicht so dekorativ, wie die weiblichen Blüten. Die Blüten ähneln kleinen Zapfen, wobei die männlichen kleiner und die weiblichen schöner und attraktiver sind. Die Blüten sind anfangs hellgelb und verfärben sich bis zum Herbst strohgelb.

Der Echte Hopfen wird vor allem angebaut, um aus den Dolden Bier zu brauen.

Standort und Boden

Hopfen braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte feucht und stickstoff- und humusreich sowie tiefgründig sein. Die Pflanze wächst aber auch auf anderen Böden, nur Staunässe verträgt sie nicht.

Hopfen wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Er ist sehr robust, auch bei starker Sonneneinstrahlung.

Hopfen pflanzen

Wichtig ist, den Hopfen von Anfang an eine Kletterhilfe zur Verfügung zu stellen. Pflanze ihn also an seine Kletterhilfe. Da die Pflanze viele Nährstoffe braucht, müssen vor allem sandige Böden mit Kompost verbessert werden. Das erste Jahr verwendet Hopfen, um gut anzuwachsen. Erst im zweiten Standjahr legt die Pflanze mit ihrem Wachstum so richtig los.

Hopfen im Garten pflegen

Hopfen braucht viel Wasser und Nährstoffe. Er braucht daher im Frühjahr und Anfang Juni jeweils eine ordentliche Portion Volldünger. Der Wurzelballen von Hopfen sollte nicht austrocknen. Eine Mulchschicht hilft, dass die Erde die Feuchtigkeit länger speichern kann.

Im Herbst ziehen die Triebe des Hopfens ein, das heißt, sie vertrocknen. Sie bleiben im Winter stehen, um kleinen Tieren und Insekten Unterschlupf zu bieten. Im Frühjahr werden sie bodennah abgeschnitten. Ansonsten ist Hopfen im Garten sehr pflegeleicht und braucht keine weitere Pflege. Ein Winterschutz ist nicht nötig.

Hopfen im Garten verwenden

Hopfen ist eine außerordentlich schnell wachsende Kletterpflanze. Sie begrünt schnell Gartenlauben, Pergolen, Gartenobelisken, Gartenzäune, aber auch Lichtmasten und Bäume. Wer einen schnellen Sichtschutz für seinen Zaun sucht oder einen schattigen Platz unter einer Pergola wünscht, trifft mit Hopfen eine gute Wahl. Wer auf Blüten im Garten nicht verzichten will, pflanzt vor Hopfen zum Beispiel Kletterbohnen, Duftwicken, Trichterwinde oder eine Schwarzäugige Susanne. Diese einjährigen Kletterpflanzen finden in den Trieben des Hopfens Halt.

Hopfen im Topf anbauen

Hopfen lässt sich auch gut in Pflanzkübeln anbauen. Verwende ein möglichst großes und tiefes Pflanzgefäß mit einem Abflussloch. Als Substrat eignet sich gute, strukturstabile Kübelpflanzenerde. Wenn du Tongranulat untermischt, bleibt die Erde stabiler und kann mehr Wasser speichern. Der Pflanztopf sollte im Herbst als Winterschutz mit Jute oder Vlies umwickelt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei kühler und nasser Witterung wird Hopfen leicht an der Verticillium-Welke erkranken. Auch ein Befall mit Mehltau tritt gelegentlich auf. Regelmäßiges Gießen mit Beinwell- oder Brennnesseljauchen machen Hopfen widerstandsfähiger gegen diese Pilzerkrankungen.

Hopfen vermehren

Hopfen lässt sich auf vielfältige Weise vermehren. Du kannst im Frühjahr oder Herbst Sprossen vom Wurzelballen abtrennen und an einem anderen Platz im Garten einpflanzen. Auch eine Vermehrung über Stecklinge oder Absenker ist problemlos möglich.

Hopfen für Bier und als Heilpflanze

Hopfen hilft bei Unruhezuständen, Appetitlosigkeit und Schmerzen und wirkt antibakteriell, beruhigend und harntreibend. Leider gehen diese Wirkungen beim Brauen von Bier weitgehend verloren, so dass man besser Hopfentee statt Bier trinken sollte.

Hopfen macht Bier nicht nur schmackhafter, sondern auch haltbarer. Daher wurde Hopfen ein wichtiger Bestandteil von Bier. Unterschiedliche Hopfensorten und Rezepturen führen zu verschiedenen Biersorten.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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