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Echten Beinwell pflanzen, ernten und im Garten verwenden

Beinwell ist ein Heilkraut, das bei Prellungen verwendet wird. Im Naturgarten ist er beliebt als Dünger und Mittel zum Stärken von Pflanzen. Hier eine Anleitung zum Ernten und zur Verwendung im Garten.

Pflanzenportrait Beinwell

Beinwell (Symphytum officinale) trägt viele Namen, wie zum Beispiel Beinwurz, Wallwurz oder Komfrey. Die Pflanze gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und zur Gattung Beinwell (Symphytum). Als Vertreter der Raublattgewächse hat die mehrjährige und winterharte Staude behaarte Blätter und Stängel. Die Blätter sind wechselständig, oval und laufen spitz zu. Sie können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Von Mai bis Oktober blühen die glockenförmigen Blüten in den Farben Weiß, Rosa, Violett Purpur oder hellem Gelb.

Die Wildpflanze wächst vor allem an feuchten Waldrändern, See- oder Flußufern auf nährstoffreichen Böden. Sie kann am passenden Standort schnell bis zu einem Meter hoch werden und verbreitet sich stark über Rhizome. Die Wurzel kann bis zu 50 Zentimeter lang werden und versorgt die Pflanze auch während trockener Perioden mit Wasser.

Beinwell im Garten

Beinwell ist eine unkomplizierte, pflegeleichte Staude für den Garten. Ihr großer Verbreitunsdrang kann dazu führen, dass Beinwell in seine Grenzen gewiesen werden muss. Dies geschieht am besten in Form einer Wurzelsperre, damit sich die Staude über ihre Rhizome nicht so schnell verbreiten kann. Aber auch ein radikaler Rückschnitt von ein bis zu vier Mal im Jahr bremst die Pflanze in ihrem Wachstum. Dieser Rückschnitt ist ganz im Interesse der anderen Gartenpflanzen, denn die Blätter sind als Jauche, Brühe, Tee oder Mulch sehr wertvoll, indem sie Nährstoffe liefern und die Pflanzengesundheit stärken.

Standort und Boden

Beinwell wächst am besten auf feuchten, nährstoffreichen Böden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Die robuste Pflanze gedeiht aber auch auf anderen Böden und sogar im tiefen Schatten, wenn auch nicht so stark und üppig. Die Pflanze ist absolut robust und braucht keine Pflege. Wenn du allerdings mehrmals im Jahr die Blätter für Jauchen oder zum Mulchen ernten möchtest, solltest du ihn m Frühjahr mit etwas Kompost düngen und während regenarmer Zeiten gelegentlich gießen.

Beinwell als Heilpflanze

Im Beinwell sind Allantoin, Schleim, Asparagin, ätherisches Öl, Alkaloide, Flavonoide, Harz, Kieselsäure, Stigmasterol und Pyrrolizidinalkaloide enthalten.

Beinwell wird vor allem für die äußere Anwendung bei Verletzungen verwendet, wie Wunden, Prellungen, Stauchungen und sogar Knochenbrüchen sowie Gelenkschmerzen. Vor allem Allantoin hat heilende Wirkung. Am häufigsten wird Beinwell daher als Salbe , die aus dem ätherischen Öl der angewandt Wurzeln gewonnen wird, angewandt.

Da Beinwell Pyrrolizidinalkaloiden enthält, die im Verdacht stehen, die Leber schädigen, wenn sie in den Körper gelangen, wird er nicht bei offenen Wunden oder innerlich angewendet.

Sorten und Arten des Beinwell

  • Hoch wachsende Arten haben besonders viele Blätter und sind für alle, die den Beinwell im Garten verwenden wollen, gut geeignet. Große, purpurrote Blüten hat die Sorte ‚Moulin Rouge’ oder ‚Axminster Gold’ mit gelb umrandeten Blättern.

  • Als Bodendecker ist die niedrig bleibende Art des Großblumigen Beinwell (Symphytum grandiflorum) geeignet, die sich tapfer an jedem Problemstandort im Garten schlagen, wie an trockenen Stellen unter Bäumen, oder unter Hecken. Besonders empfehlenswert ist die Sorte ‚Goldsmith‘ mit grün gelbem Laub oder ‚ Miraculum’ mit blau-weiß-rosa gefärbten Blütenglocken.

Insektenfreundlicher Beinwell

Beinwell ist eine beliebte Bienenweide, auch wenn sich Bienen schwer tun, an den süßen Nektar im Inneren der Blüten zu kommen. Die dicken Hummeln haben gar keine Chance, sich über die Blüte dem Nektar zu nähern. Daher beißen sie kurzerhand ein Loch in den Ansatz der Blüten, um an die Nahrung zu kommen. Die bräunlichen Bissspuren sind ein typisches Merkmal der Blüten des Beinwell.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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