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Bienenfreundliche Bäume: Unsere Top 12 für den Garten

Das Bienensterben zu bedauern, reicht nicht. Jeder sollte zum Schutz der Insekten beitragen und bienenfreundliche Bäume pflanzen. Wir stellen die 12 schönsten Bäume für den Garten vor.

Als Bienennährpflanzen werden Pflanzen bezeichnet, die Pollen und Nektar für die Bienen bieten. Neben bienenfreundlichen Bodendeckern, Stauden und Sträuchern sind Bäume besonders wichtig für die Ernährung von Bienen und anderen Insekten. Denn da der Platz im Garten beschränkt ist, bilden sie mit ihren Kronen eine Art Grünfläche in der Höhe und mit ihren Blüten ein zusätzliches Nahrungsangebot. Zudem bilden Bäume mehr Blüten als Sträucher und Stauden, so dass Bienen richtig viel Nahrung sammeln können. Da eine Biene bis zu 1000 Blüten am Tag anfliegt, ist eine große Anzahl von Blüten durchaus wichtig. Wenn du deinen Garten bienenfreundlich gestalten möchtest, achte darauf, dass es bei dir im Garten eine gute Mischung aus Frühlings-, Sommer- und Herbstblühern gibt.

Besonders gute bienenfreundliche Bäume sind Rosskastanien (Aesculus hippocastanum), Linden (Tilia spec.), Akazien (Acacieae) und Robinien (Robinia pseudoacacia). Leider werden diese Bäume sehr groß und können nur in sehr große Gärten gepflanzt werden. Im Folgenden werden daher kleinere Bäume vorgestellt, die besser in Gärten passen.

1. Salweide, Kätzchenweide (Salix caprea)

Die Salweide ist ein hübscher kleiner Baum, der schnell wächst und seine endgültige Größe erreicht. Weiden sind sehr wichtige Bienenweiden im Frühjahr, wenn noch wenige Pflanzen blühen und werden nicht nur von Bienen, sondern auch von Schwebfliegen, Hummeln und vielen Wildbienenarten besucht. Einige Arten der Sandbienen sind sogar auf Weiden speziaisiert. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. An den Blüten der männlichen sitzen die Staubgefäße mit Pollen, während die weiblichen Blüten vor allem Nektar bieten.

Blütezeit: März bis April

Blütenfarbe: gelb

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: nähstoffreich, frisch bis feucht

Größe: 5 bis 8 m hoch, 3 bis 6 m breit

2. Feld-Ahorn (Acer campestre)

Der Ahorn ist ein sehr wichtiges Bienennährgehölz. Er ist einer der ersten Bäume, der im Frühling blüht und hat daher eine wichtige Aufgabe bei der Ernährung der Bienen. Bienen sammeln nach der Zeit des Aufbaus an den Blüten des Ahorns ihren ersten Nektar, die so genannte Frühtracht. Allerdings werden die meisten Ahorn-Arten zwischen 15 und 20 Meter hoch und können nur in sehr große Gärten gepflanzt werden. Eine Ausnahme bildet der Feldahorn, der als Hausbaum oder als Hecke gepflanzt werden kann.

Blütezeit: April bis Mai

Blütenfarbe: gelb

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: trocken bis feucht, durchlässig

Größe: 5 bis 15 m hoch, 5 bis 10 m breit

3. Obstbäume (Prunus, Malus und Pyrus)

Obstbäume sind für kleinere Gärten immer eine gute Wahl, da sie zurückgeschnitten werden können. Mit einer geschickten Auswahl kannst du mehrere Wochen lang blühende Bäume im Garten haben, angefangen von Mandelbäumen, Kirschbäumen, Zwetschgenbäumen gefolgt von Birn- und Apfelbäumen und schließlichden Quittenbäumen. Aber nicht nur die Blüten von Obstgehölzen sind bei Bienen beliebt. Bienen lieben auch die Blüten von Zierobst – nur gefüllt dürfen die Blüten nicht sein! So bedienen sich die Weibchen der Weibchen der Gehörnten Mauerbiene und die ersten Hummelköniginnen an den Blüten der Japanischen Zierkirschen (Prunus serratula, Prunus subhirtella) mit Pollen

Blütezeit: April bis Juni

Blütenfarbe: weiß, weiß-rosa, rosa

Standort: sonnig bis halbschattig

4. Apfeldorn (Crataegus x lavallei ‘Carrierei’)

Die Blüten des Apfeldorns, auch Lederblättriger Weißdorn genannt, sind sehr nektarreich und locken daher viele Bienen, Wildbienen und andere Insekten an. Der kleine Baum ist sehr robust und verträgt auch Trockenheit sehr gut. Die Früchte, die an winzige Äpfel erinnern. Bleiben lange am Baum hängen und Vögel in den Garten. Der Apfeldorn hat etwa 5 Zentimeter lange Dornen.

Blütezeit: Mai bis Juni

Blütenfarbe: weiße oder rosa Doldenblüten

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: normaler Gartenboden

Größe: 5m bis 10 m hoch, 3 bis 5 m breit

5. Blumen-Esche (Fraxinus ornus)

Die Blumenesche ist ein kleiner Baum mit dekorativen, wunderbar duftenden Blüten. Diese bieten zwar nicht viel Nektar, dafür aber umso mehr Pollen an. Der Baum bildet eine schöne runde Kugel und lädt dazu ein, unter seinem Schatten zu verweilen.

Blütezeit: Mai bis Juni

Blütenfarbe: cremeweiß

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: frisch bis feucht, nährstoffhaltig

Größe: 5 bis 10 m hoch, 3 bis 5 m breit

6. Baumaralie (Kalopanax septemlobus maximowiczii)

Die Baumaralie ist eine hervorragende Pollen- und Nektarlieferantin. Der Baum wächst wenig verzweigt. Seine weiß bis gelbgrünen Blüten wachsen in hübschen Dolden. Besonders attraktiv wirkt der Strauch wegen seiner großen handförmigen Blätter. Am Stamm der Baumaralie wachsen lange Stacheln.

Blütezeit: Juli

Blütenfarbe: weiß bis gelbgrün

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: frisch bis feucht, nährstoffhaltig

Größe: 7bis 15 m hoch

8. Samthaarige Stink-Esche, Tausendblütenstrauch, Bienenbaum (Tetradium daniellii var. hupehensi / Euodia hupehensis)

Seinen unvorteilhaften Namen trägt der Baum, weil viele Menschen den Geruch seiner Blätter unangenehm empfinden. Die Bienen lieben aber seine zahlreichen weißen Blüten, die in lockeren Trugdolden wachsen und besonders nektarreich sind. Nach der Blüte sieht der Baum sehr attraktiv aus, da die Fruchtstände sehr dekorativ sind.

Blütezeit: Juli bis August

Blütenfarbe: weiß

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: sandig bis lehmig, frisch bis mäßig feucht

Größe: 10 bis 15 m hoch, 8 bis 10 m breit, oft mehrstämmig

9. Kleeulme, Lederstrauch (Ptelea trifoliata)

Bienen fliegen auf die Blüten der Kleeulme, im wahrsten Sonn des Wortes. Der dekorative Baum mit seinem aparten Wuchs ist aber auch ein Magnet für Schmetterlinge und Falter. Der Lederstrauch ist einer der wenigen Bäume, die im Schatten gut wachsen.

Blütezeit: Juli bis August

Blütenfarbe: grünlich-weiß

Standort: halbschattig bis schattig, toleriert auch einen sonnigen Standort

Boden: durchlässig, trocken bis frisch

Größe: 5 bis 6 m hoch

10. Blasenbaum (Koelreuteria paniculata)

Unzählige gelbe, rispenartige Blüten zieren im Sommer den Blasenbaum und sind wahre Bienenmagnete. Im Herbst zieren dann die lampionartigen Fruchtkapseln den Baum. Der Blasenbaum bietet unter seiner erst flach gewölbten, später schirmartigen Krone an heißen Sommertagen angenehmen Schatten.

Blütezeit: Juli bis August

Blütenfarbe: gelb

Standort: sonnig

Boden: durchlässig, nährstoffreich

Größe: 5 bis 8 m hoch, 4 bis 8 m breit

11. Honigbaum, Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum)

Der Honigbaum ist, wie es der Name bereits verrät, ein wahrer Bienenmagnet, viel Nektar und Pollen bietet. Er blüht im August, wenn die meisten anderen Bäume ihre Blütezeit hinter sich haben.

Blütenfarbe: gelb

Standort: sonnig bis halbschattig

Boden: mäßig nähstoffreich, trocken bis frisch, sandig bis lehmig

Größe: 15 bis 20 m hoch, 12 bis 20 m breit

12. Strauch der Sieben Söhne des Himmels (Heptacodium miconioides)

Der Strauch der Sieben Söhne des Himmels ist ein Baum für Bienenfreunde mit kleinen Gärten. Er wird maximal 7 Meter hoch. Im Herbst, wenn das Nahrungsangebot für die Bienen weniger wird, öffnet er seine weißen Blüten, die in Rispen wachsen. Nicht nur für Bienen ist der Baum wertvoll, sondern auch für Schmetterlinge und Falter. Der kleine Baum hat einen malerischen Wuchs mit runder, halboffener Krone.

Blütezeit: September

Blütenfarbe: grünlich-weiß

Standort: halbschattig bis schattig, toleriert auch einen sonnigen Standort

Boden: durchlässig, trocken bis frisch

Größe: 5 bis 7 m hoch

Bienenfreundliche Bäume richtig pflegen

Damit Bäume eine gute Tracht produzieren, ist es wichtig, dass sie vor und während der Blüte gut mit Wasser versorgt werden. Bei Trockenheit leidet vor allem die Produktion von Nektar.

Auch noch interessant:

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.

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