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Tomaten richtig gießen

Tomaten anbauen macht Spaß, wenn es viele Früchte zu ernten gibt. Wichtig dafür ist die richtige Wasserversorgung. Hier eine Anleitung zum Gießen von Tomaten im Beet, im Kübel und im Gewächshaus.

Wie oft muss man Tomaten gießen?

Damit Tomaten gut wachsen, müssen sie die ganze Vegetationszeit über gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Längere Trockenperioden tun den Tomaten nicht gut, allzu nass sollten sie aber auch nicht stehen. Was kompliziert klingt, ist relative einfach: Fühle mit einem Finger, ob die Erde an der Oberfläche trocken ist, Wenn ja, müssen die Tomaten gegossen werden.

Ein weiteres Zeichen, dass die Tomaten Wasser brauchen, ist, wenn sie ihre Blätter am Abend hängen lassen. Am besten die Pflanzen nicht am Abend, sondern am nächsten Morgen gießen. Wenn die Tomatenpflanzen in der Mittagshitze die Blätter hängen lassen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Die Pflanzen verkleinern so ihre Oberfläche, auf die die Sonne scheint, und schützen sich so vor allzu großer Verdunstung.

Tomaten, die im Beet wachsen, musst du nach Regentagen nicht gießen. Tomatenpflanzen, die im Kübel wachsen, allerdings schon. Die Erde im Kübel wird in der Regel zu sehr von den Blättern verdeckt, so die Regentropfen sie nicht erreichen.

Die richtige Technik zum Gießen

• Gieße immer durchdringend, das heißt so viel, dass das Wasser bis in die unteren Schichten der Erde sickert, das heißt in etwa 15 bis 20 Zentimeter tief. Du erreichst damit zwei Dinge: erstens entwickeln die Pflanzen tiefe Wurzeln und überstehen so auch längere Trockenperioden. Zum zweiten bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden und verdunstet nicht so schnell wie beim oberflächlichen Gießen.

• Gieße nur, wenn die Pflanzen wirklich Wasser brauchen. Neben dem Daumen-Test sind hängende Blätter am Abend oder Morgen ein Zeichen dafür, dass die Pflanzen dringend Wasser brauchen. Als grobe Faustregel kannst du dich an folgende Erfahrungswerte richten. Bei leichten Böden müssen Tomaten, die im Beet wachsen, alle fünf Tage, bei schweren Böden alle sieben bis 10 Tage durchdringend gegossen werden. Das ist natürlich nur eine grobe Einschätzung. Der tatsächliche Wasserbedarf hängt auch zusätzlich sehr vom Wetter und vom Standort ab.

• Gieße am besten am Morgen. Das Wasser auf Blättern kann dann im Lauf des Tages trocknen. Wenn du am Abend gießt, bleiben die Blätter länger feucht und können Krankheiten verursachen.

Tomatenpflanzen im Gewächshaus gießen

Tomatenpflanzen im Gewächshaus müssen häufiger gegossen werden. Den richtigen Zeitpunkt ermittelst du am besten mit der oben erwähnten Daumenprobe. Gieße nur am Morgen. Wenn du am Abend gießt, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus, wenn die Luft in der Nacht abkühlt und kann zu Krankheiten führen.

Tomaten im Kübel gießen

Tomaten im Kübel müssen viel gegossen werden, denn sie haben nur begrenzt Platz zur Verfügung, um ihre Wurzeln wachsen zu lassen. Zudem trocknet die Erde im Pflanzkübel schneller aus und bei Regen erreichen viele Regentropfen das Substrat nicht, da es von den Blättern abgedeckt ist. Am besten gießt du Tomaten im Kübel intensiv, so dass die erde im Kübel gut feucht ist. Damit keine Staunässe entsteht, braucht der Pflanztopf ein Abflussloch aus dem das Wasser abfließen kann. Der beste Zeitpunkt zum Gießen von Tomaten ist, wie bei den anderen Tomatenpflanzen auch, der frühe Morgen.

Welches Wasser verwenden?

Am liebsten mögen Tomatenpflanzen Regenwasser. Es enthält viel weniger Kalk als Leitungswasser und hat immer die richtige Temperatur. Ideal ist es, wenn du eine Regentonne hast, in der du Regenwasser auffangen kannst. Wenn du Tomaten im Kübel auf dem Balkon hast, verwende am besten abgestandenes Wasser. Nach jedem Gießen fülle am besten die Gießkanne und lasse das Wasser so lange darin stehen, bis die Tomaten wieder Wasser brauchen.

Tipp zum Gießen von Tomaten für Faule

• Tomaten im Kübel mit der PET Flasche gießen

Nicht immer hat man Zeit, Tomaten zu gießen. Vor allem bei Kübelpflanzen, die viel Wasser brauchen, kann dies problematisch werden. Ein Trick ist hier, die Tomaten mit einer umgedrehten PET Flasche zu gießen. Dazu musst du die Erde neben der Pflanze auflockern. Fülle eine PET-Flasche ganz voll mit Wasser. Drehe sie schnell um und stecke möglichst senkrecht in die Erde. Das Wasser sollte nur langsam ausfließen. Wenn es zu schnell abfließt, musst du die Flasche mit einer Bewässerungsspitze versehen.

Tipp zum Gießen von Freiland-Tomaten

Grabe neben die Tomaten einen Tontopf ohne Abflussloch ein und fülle ihn täglich mit Wasser. Durch den Ton wird das Wasser langsam an die Erde abgegeben und die Pflanzen kontinuierlich mit Wasser versorgt.

Tomaten gießen für ganz Faule: Die automatische Bewässerung

Statt täglich selbst zur Gießkanne zu greifen, kannst du auch eine automatische Bewässerungsanlage installieren. Am einfachsten ist es, einen Tropfschlauch zu verlegen, der langsam das Wasser an die Pflanzen abgibt, so dass es versickern und tiefe Erdschichten erreichen kann. Ein Bewässerungscomputer steuert die Bewässerung so,dass die Tomaten schon ganz bald am Morgen gegossen werden, ohne dass du das Bett verlassen musst.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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