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Tomaten vorziehen und aussäen

Wenn du Tomaten auf der Fensterbank vorziehen möchtest, kannst du damit Anfang März beginnen. Hier eine Anleitung wie dir das Aussäen und Vorziehen von Tomaten gelingt.

Tomaten kannst du im Haus auf der Fensterbank vorziehen. Damit sparst du nicht nur Geld für Tomatenpflanzen, sondern hast auch eine große Auswahl an Tomatensorten. Tomatensamen kannst du kaufen oder selbst von Tomaten gewinnen.

Wann kann man Tomaten vorziehen?

Vor März solltest du nicht mit dem Vorziehen von Tomaten auf der Fensterbank beginnen. Zuvor sind die Tage noch zu kurz und die jungen Tomatenpflanzen würden sich zu sehr nach dem Licht strecken und zu lang und zu dünn wachsen. Wenn du eine Pflanzenlampe einsetzt, kannst du schon ab Februar mit der Aussaat von Tomaten im Zimmer beginnen.

Vorbereitung

• Anzuchttöpfe: Als Anzuchttöpfe sind Pflanzschalen, leere Eierkartons, Kokostöpfe, Anzuchtplatten, leere Joghurtbecher (mit Loch im Boden!), kleine Pflanztöpfe u.v.m. geeignet. Wichtig ist ein guter Wasserabfluss, denn überfüssiges Wasser muss abfließen können.

• Erde: Am besten geeignet ist spezielle Anzuchterde. Diese ist nicht zu nährstoffreich, so dass die Pflänzchen starke Wurzeln bilden, um an Nährstoffe zu gelangen. Gute Blumenerde kannst du aber auch verwenden. Wenn du Anzuchterde selber mischen möchtest, achte darauf, dass die Erde locker, durchlässig und nicht zu nährstoffreich ist. Damit die Erde keimfrei ist, empfiehlt es sich, die Erde 30 Minuten lang bei 100 Grad in den Backofen zu legen, damit sie keimfrei ist.

• Tomatensamen vorquellen lassen: Das Vorquellen der Samen ist zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunigt aber die Keimung. Und es macht sehr wenig Mühe: Lege die Samen üer Nacht entweder in lauwarmes Wasser oder in kaltem Kamillentee. Mit letzterem beugst du Schimmelbildung und Keimlingserkrankungen vor.

Ansäen

• Die Erde bis zum Rand in die Pflanzgefäße füllen und die Erde festdrücken.

• Die Samen in Saatschalen gleichmäßig verteilen oder drei bis fünf Samen in kleine Töpfe stecken und dünn mit Erde bedecken. Anschließend die Samen mit einem leeren Töpfchen sanft auf der Erde festdrücken.

• Wenn du Sand hast, streue eine dünne Schicht Sand über die Erde. Dadurch wird die Gefahr von Schimmelbildung reduziert.

• An den Töpfchen Pflanzstecker mit dem Sortennamen anbringen,

• Wenn du kleine Töpfe verwendest, stelle sie eng nebeneinander, damit die Erde nicht so schnell austrocknet.

• Die Samen mit einer Sprühflasche angießen. Die Erde muss fecht, aber nicht nass sein.

• Die Töpfchen mit den Samen in ein Mini-Gewächshaus stellen und dieses an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz ans Fenster stellen. Die Temperatur sollte zwischen 18 und 20 Grad betragen.

Keimen

• Nach etwa ein bis zwei Wochen keimen die Samen. Wenn die Samen bis dahin nicht gekeimt sind, stehen die Töpfe zu kühl, so dass sich der Zeitpunkt nach hinten verschiebt. Es kann aber auch sein, dass das Saatgut nicht mehr keimfähig ist.

• Die Keimlinge brauchen jetzt viel Licht. Stelle sie entweder an ein Südfenster oder verwende eine Pflanzenleuchte.

• Nach Möglichkeit sollten die Pflänzchen jetzt kühler stehen. Bei zu hohen Temperaturen „vergeilen“ die Tomatenpflänzchen, das heißt sie werden sehr lang und dünn.

Pikieren und Umtopfen

• Wenn die Keimlinge mehr als vier Blätter haben, müssen sie pikiert, das heißt vereinzelt werden.

• Die Pflänzchen in kleine Töpfe, am besten wieder mit Anzuchterde setzen

• Setze die Pflänzchen ziemlich tief. Die Pflanzen werden standfester und bilden am Steil neue Wurzeln.

Tomaten pflanzen

• Ab Mitte Mai nach den Eisheiligen werden die Tomatenpflanzen ins Freiland, entweder in den Garten oder in einen großen Pflanzkübel gepflanzt.

• Der Boden sollte zuvor gut mit Kompost und Hornspänen angereichert werden.

• Wähle einen sonnigen und geschützten Standort. Sehr gut ist ein Standort, der die Pflanzen vor Regen schützt, wie zum Beispiel ein Tomatenhaus.

Mischkultur: Gute Nachbarn für Tomaten

Gute Nachbarn für Tomaten sind Zucchini, Spinat, Paprika, Petersilie, Salate und Basilikum.

Die richtige Tomatensorte finden

Neben dem Geschmack ist der Platz, den du für Tomaten hast, entscheidend für die richtige Sortenauswahl.

• Fleischtomaten sind die Riesen unter den Tomatensorten. Eine einzelne Tomate kann bis zu einem Kilo wiegen. Wer die roten Riesen anbauen will, kann zum Beispiel unter folgenden Sorten wählen: Saint Pierre, Sorte aus Frankreich mit Früchten bis zu 110 Gramm, Great White, Sorte mit cremefarbenen Früchten, Schwarzer Prinz, trägt dunkelfarbige Tomaten oder die robuste Sorte Sandul Moldovan.

• Stabtomaten sind, wie es der Name schon verrät, Tomaten, die einen Stab als Stütze brauchen. Sie wachsen bis zu zwei Meter hoch. Beliebte Sorten sind Harzfeuer, Berner Rose und Picolino.

• Cocktailtomaten sind ideal für den Naschbalkon oder auch für Kinder, da die kleinen, süßen Tomaten einfach vom Strauch geerntet und gegessen werden können. Cocktailtomaten können aber auch ziemlich hoch wachsen. Wer sie auf dem Balkon anbauen möchte, sollte also auf die Größe achten, die die Pflanzen erreichen können. Die Kleinen Mohren haben einen hängenden Wuchs und können in der Ampel auf dem Balkon angebaut werden. Carabobo hat milde Früchte und wird bis zu 200 Zentimeter hoch.

• Buschtomaten kommen meist ohne Stütze aus, da sie nicht so hoch werden. Daher auch für den Balkon gut geeignet. Balkonstar wird nur bis 40 Zentimeter hoch. Gold Nugget hat gelbe Früchte und wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Lizzano wächst überhängend und Indian Mayan bringt sehr aromatische Früchte hervor.

• Wildtomaten sind robuste Tomaten, die nicht gezüchtet wurden. Die Früchte der Humoldtii werden nur so groß wie Kirschen. Red Currant überzeugt mit einem fruchtigem Geschmack und die Gelbe Johannisbeertomate trägt gelbe Tomaten, die schnell reifen.

Das brauchst du zum Vorziehen auf der Fensterbank

Erde und Töpfe

Zimmergewächshaus

Tomatensamen kaufen

Auch noch interessant:

Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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