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Fuchsien überwintern

Fuchsien sind nicht winterhart und müssen den Winter im Haus verbringen. Bevor sie ins Winterquartier kommen, musst du die Fuchsien schneiden. Wir geben Tipps zum Überwintern, den richtigen Platz und die Pflege im Winter.

Fuchsien sind wunderschöne Dauerblüher und eine der wenigen Balkonpflanzen, die sich auf schattigen Balkonen wohl fühlen. Die attraktiven Balkonblumen sind allerdings nicht frostfest und müssen den Winter drinnen verbringen. Wir geben Tipps zur Vorbereitung und Pflege, damit die Pflanzen die kalte Jahreszeit gut überstehen.

Vorbereitung auf das Winterquartier

Bereits ab Ende August solltest du die Pflanzen nicht mehr düngen und weniger gießen. Im September oder Oktober, aber auf jeden Fall vor dem ersten Frost, werden die Pflanzen ins Haus geholt. Es lohnt sich, den Wetterbericht zu verfolgen, damit die Fucgsien so lange wie möglich draußen bleiben können. Denn im Freien verholzen die noch grünen Triebe besser als im Haus.

Bevor es ins Haus geht, werden die Fuchsien gekürzt. Entferne alle schwachen oder abgeknickten Triebe ebenso alle abgestorbenen Pflanzenteile. Dann kürze die übrigen Triebe um etwa ein Drittel.

Überwintern im Gewächshaus, Wintergarten oder im kühlen Treppenhaus

Helle Plätze mit Temperaturen zwischen drei und acht Grad sind ideal als Winterquartier für Fuchsien. Die Pflanzen müssen an diesen Standorten nur wenig gegossen werden, sollten aber regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert werden. Wenn die Tage ab Februar länger werden, muss das Winterquartier häufiger gelüftet werden. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du die Fuchsien dann auch etwas wärmer stellen. Wichtig ist, dass die Pflanzen sehr hell stehen. An dunkleren Standorten entstehen sonst die so genannten Geiztriebe, dünne, sehr helle Triebe, die im Frühjahr entfernt werden müssen.

Dunkle Plätze zum Überwintern

Nicht jeder hat einen Wintergarten oder ein kühles Treppenhaus, um nicht frostfeste Balkonblumen zu überwintern. Fuchsien sind zum Glück nicht so wählerisch und verbringen den Winter auch in dunklen Kellern oder in der Garage. Dafür musst du aber alle Blätter der Pflanzen entfernen und die Fuchsien stark zurückschneiden. Gegossen werden die Pflanzen im dunklen Winterquartier nur so viel, damit die Wurzelballen nicht austrocknen. Lüfte so häufig wie möglich die Kellerräume, damit keine Pilzkrankheiten entstehen, vermeide aber Zugluft. Im dunklen Winterquartier sollte es nicht wärmer als 10 Grad sein.

Überwintern in einer Erdmiete

Eine gute Alternative zum Überwintern von Fuchsien ist das so genannte „Einmieten“. Dies ist zwar etwas aufwändig, dafür brauchen die Pflanzen den ganzen Winter über keine Pflege. Fuchsien, die den Winter in einer Erdmiete verbringen, dürfen keine Blätter mehr tragen und müssen mindestens um ein Drittel gekürzt werden. Dann geht es ans Ausheben der Erdmiete. Diese sollte etwa 60 bis 80 Zentimeter tief sein und so breit, dass alle Pflanzen bequem Platz darin finden. In die Grube werden dann die Pflanzen nebeneinander hineingelegt und mit Laubhumus oder Stroh abgedeckt. Diese Schicht sollte mindestens 10 Zentimeter hoch sein. Dann die Grube mit trockenem Laub auffüllen und mit Brettern oder einer Plane bedecken, damit nicht so viel Wasser eindringen kann. Der Erdaushub kommt dann noch auf die Bretter und fertig ist die Erdmiete für die Fuchsien.

Überwintern in Lichtschächten

Lichtschächte sind ideal Plätze, um Fuchsien zu überwintern. Allerdings sollte der Lichtschächte eine Abdeckung haben, damit es nicht hineinregnen kann und die Pflanzen zu nass stehen. Außerdem benötigen die Pflanzen einen Winterschutz aus Jutematten. Du kannst den Lichtschacht auch mit Luftpolsterfolie auskleiden, um die Pflanzen vor starkem Frost zu schützen.

Auswintern der Fuchsien

Treiben die Fuchsien im Winterquartier bereits aus, so dürfen sie erst ab den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland. Fuchsien, die kalt überwintern und sich noch in der Winterruhe befinden, können bereits ab April wieder auf die Terrasse umziehen. Der Standort sollte geschützt und schattig sein.

Winterschutz für Freilandfuchsien

Mittlerweile gibt es eine beachtliche Anzahl Sorten und Arten winterharter Fuchsien. Diese halten zwar Minusgrade aus, brauchen aber dennoch einen Winterschutz. Die Freilandfuchsien werden im Herbst ebenfalls zurückgeschnitten. Häufle die Erde um den Wurzelballen an und bedecke die Pflanzen mit Laub, Rindenmulch, Stroh, Tannenzweigen oder Reisig. Im Frühjahr wird der Winterschutz entfernt und eventuell zurückgefrorene Triebe abgeschnitten. Da Fuchsien an den neuen Trieben blühen, ist dies allerdings nicht problematisch. Gute winterharte Fuchsien sind Fuchsia regia ssp. Reitzii oder die Magellan Fuchsie (Fuchsia magellanica).

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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