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Dipladenia – Pflege

Die Dipladenia wird als Balkonpflanze immer beliebter. Sie blüht den ganzen Sommer über und ist dabei sehr pflegeleicht. Die Pflanze ist hitzetolerant und muss nicht so häufig gegossen werden.

Botanische Information

Die Dipladenia hat ihre Heimat in den warmen Regionen Südamerikas und ist bei uns nicht winterhart. Die Pflanzen zählen zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), die Gattung der Dipladenia umfasst mehr als 100 Arten. Der Name Mandevilla wird übrigens synonym zu Diplandeia verwendet und lässt sich auf den britischen Diplomaten Henry John Mandeville zurückführen, der im 19. Jahrhundert die ersten Exemplare der weiß blühenden Mandevilla laxa nach Europa brachte.

Die Dipladenia ist eine Kletterpflanze, die eine Rankhilfe benötigt, um aufrecht zu wachsen. Ohne Klettergerüst kann sie als Hängepflanze verwendet werden.

Die Dipladenia hat feste, fast ledrige, dunkelgrüne, längliche Blätter. Die auffälligen trichterförmigen Blüten erscheinen von Frühjahr bis zum ersten Frost. Mandevillas blühen je nach Sorte in weiß und vielen Rosa- und Rottönen. Sogar eine gelb blühende Sorte ist jetzt erhältlich.

Mandevillas wurzeln tief und bilden rübenartige Wurzeln aus. Diese dienen als Wasserspeicher, so dass die Pflanze auch trockene Zeiten gut übersteht.

Mandevillas können je nach Sorte Höhen zwischen 30 Zentimetern und drei Metern erreichen und können daher sowohl für den Balkonkasten als auch als Sichtschutz auf Terrasse oder Balkon verwendet werden.

Standort und Boden

Dipladenia wächst an vollsonnigen Standorten am besten. Dabei darf der Platz für die Pflanze heiß sein, denn die Dipladenia verträgt Hitze problemlos. Die Pflanze gedeiht zwar auch im Halbschatten, trägt dann aber weniger Blüten und hat einen nicht so kompakten Wuchs.

Pflanzen und pflegen

Mandevillas dürfen erst nach den Eisheiligen ins Freiland, da sie keinen Frost vertragen. Dipladenias werden meistens als Balkonpflanzen gehalten und in Pflanzgefäße gepflanzt. Sie können aber auch direkt ins Beet gesetzt werden. Dann solltest du aber eine aufrecht wachsende Sorte wählen, es sei denn du setzt sie an den Rand eines Beets an eine Rankhilfe.

Hier die wichtigsten Tipps zur Pflege:

  • Je nach Witterung und Größe des Pflanzgefäßes müssen Dipladenias etwa ein bis zwei Mal in der Woche gegossen werden.
  • Bei viel Niederschlag kontrolliere die Pflanzuntersetzer und gieße Wasser, das darin steht, ab. Denn die Dipladenia ist äußerst empfindlich gegenüber Staunässe.
  • Verwende einen Langzeitdünger oder gieße regelmäßig Flüssigdünger ins Gießwasser, damit die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind.
  • Schneide die Triebe junger Pflanzen etwas zurück. Dann verzweigen die Pflanzen mehr und bilden mehr Blüten.
  • Rankende Sorten der Dipladenia müssen immer an ein Klettergerüst gepflanzt werden. Aber auch die kompakt wachsenden Sorten brauchen im Sommer einen Stützstab, an dem sie festgebunden werden müssen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Dipladenia ist eine sehr robuste Pflanze, die unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist. Manchmal treten Blattläuse auf, die meistens durch Abspritzen oder Behandlung mit Schmierseife oder Brennnesselsud bekämpft werden können. Leidet die Pflanze an Spinnmilben oder Wollläusen, wurde sie meist zu wenig gegossen, um sich gegen diese Schädlinge zu wehren. Pilzkrankheiten treten an sich nur dann auf, wenn die Pflanze zu schattig und zu kühl steht oder zu viel gegossen wurde. Befallene Blätter entfernen und im Hausmüll entsorgen.

Dipladenia überwintern

Dipladenias können an einem hellen, kühlen Ort überwintert werden. Die Temperatur sollte etwa 12 bis 15 Grad betragen, das Überwintern in beheizten Wohnräumen verträgt die Balkonpflanze nicht. Während der Wintermonate nur mäßig gießen, ein Austrocknen des Wurzelballens muss aber vermieden werden. Bevor die Pflanze ab Mitte Mai wieder auf Terrasse oder Balkon umzieht, solltest du sie umtopfen und zurückschneiden, da die Dipladenia nur an neuen Trieben blüht. Leider blühen überwinterte Dipladenias erst ab Juni wieder.

Ist die Dipladenia giftig?

Werden die Blätter oder Triebe der Dipladenia verletzt, tritt ein weißer Milchsaft aus. Dieser ist giftig. Die Pflanzenteile dürfen daher nicht verzehrt werden. Beim Schneiden oder Pflanzen Handschuhe tragen, um Hautirritationen zu vermeiden.

Sorten

Wer die Dipladenia nicht als Kletterpflanze oder Hängepflanze verwenden möchte, kann auf Sorten der Diamantina Jade zurückgreifen, die ohne Rankhilfe kompakt und aufrecht wachsen.

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