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Zaubernuss

Duftende, gelbe bis rote Blüten um Winter: Auf freudengarten Tipps zum Pflanzen, Pflegen, Standort und Schneiden der Zaubernuss (Hamamelis) lesen.

Bereits an schönen Tagen im Januar öffnet die Zaubernuss, oder botanisch Hamamelis, ihre zarten gelben oder orangefarbenen Blüten – ein zauberhafter Beginn des neuen Gartenjahres.

Fakten zur Zaubernuss

Die Zaubernuss (Hamamelis) stammt aus der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Der Strauch hat einen trichterförmigen Aufbau mit wenig verzweigten Ästen. Er wird etwa fünf Meter hoch. Die Blätter sind etwa 10 bis 15 Zentimeter lang und buchtig gezähnt. Im Herbst färben sie sich rot bis gelb. Die Blütezeit ist nach Sorte unterschiedlich und liegt zwischen Januar und Februar. In milden Wintern kann die Hamamelis schon im Dezember blühen. Die Blüten mit ihren bändchenförmigen Blütenblättern sitzen in Büscheln zusammen und sind je nach Sorte, gelb, orange oder rot.

Bis sich aus den Blüten reife Früchte gebildet haben, dauert es bis zu einem Jahr. Allein der Zeitraum zwischen Bestäubung und Befruchtung beträgt fünf bis sieben Monate. Bis sich die Kapselfrüchte entwickelt haben, vergehen nochmals etwa fünf Monate. In den Kapseln liegen zwei Samen, die, wenn sie reif sind, bis zu 10 Meter weit geschleudert werden.

Warum heißt die Zaubernuss Zaubernuss?

Als Erklärung für den Namen 'Zaubernuss' bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Eine ist, dass die Zaubernuss ihren Namen wegen ihrer Ähnlichkeit ihrer Blätter mit denen der Haselnuss erhalten hat. Aus diesem Grund wird die Zaubernuss in England auch „Witch Hazel“ – „Hexenhasel“ genannt, der dann ins Deutsche übersetzt wurde. Aber auch wenn die Blätter denen der Haselnuss ähnlich sind, bestehen keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Pflanzen.

Die zweite Erklärung kann sein, dass der Strauch gleichzeitig Blüten und Früchte trägt, da die Kapselfrüchte etwa ein Jahr zum Reifen benötigen. Früher wunderten sich die Menschen, dass die Früchte vermeintlich vor der Blüte an dem Strauch hängen.

Wer noch mehr Gründe für den Namen sucht, mag einen weiteren darin finden, dass die Zweige auch als Wünschelruten verwendet wurden.

Dass gleichzeitig Blüten und Samen am Strauch hängen, mag auch den botanischen Namen erklären. Das griechische Wort ‚hama’ bedeutet gleichzeitig und ‚melon’ Apfel.

Standort und Pflege für Hamamelis

Auch, oder gerade weil die Zaubernuss im Winter blüht, wünscht sie sich einen sonnigen Standort. Mit lichtem Schatten können sie sich gerade noch anfreunden, dann wird sie aber langsamer wachsen und weniger Blüten hervorbringen. Wichtig ist es, den Strauch auch vor Zugwind zu schützen. Ideal ist daher ein Platz an einer Hauswand oder in der Nähe einer Hecke. Die Hamamelis schätzen einen lockeren, nährstoffreichen Boden, der niemals austrocknen sollte. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch ist daher sehr empfehlenswert. Auch etwas Humus im Frühjahr ist vor allem bei nährstoffarmen Böden sehr zu empfehlen.

Die Zaubernuss hasst es, verpflanzt zu werden und will an einem neuen Standort nur unwillig anwachsen. Wähle daher den Standort mit Bedacht, um ein späteres Verpflanzen zu vermeiden. Ein Standort nahe am Haus bietet der Pflanze Schutz und Euch einen guten Blick auf das winterliche Blütenwunder! Achtet bei der Wahl des Standorts aber auch auf die zu erwartende Größe der Zaubernuss. Der Strauch kann eine Breite von bis zu fünf Metern erreichen.

Ansonsten ist die Zaubernuss sehr pflegeleicht. In trockenen Wintern solltest du sie während der Blütezeit etwas gießen - aber nur an fristfreien Tagen.

Wann blüht die Zaubernuss?

Die Blütezeit der Zaubernuss ist von Januar bis Februar. Aber auch wenn die Zaubernuss problemlos tiefe Minusgrade verträgt, so schätzt sie doch schönes Wetter. Bei Schnee oder Kälte überrascht sie mit einer Fähigkeit, die wir allen Frühlingsboten gönnen würden, die sich zu früh aus Erde oder Knospe gewagt haben: Sie rollt ihre Blütenblätter einzeln ein, als wollten sie sich nochmals dicht zusammenkuscheln. Erst wenn das Wetter besser wird, öffnen sie sich wieder. Dies können die ersten Sonnenanbeter des Jahres einige Male wiederholen, bevor sie schließlich verblühen.

Häufigste Arten und Sorten der Haselnuss

Zwei Arten dieses Strauches finden sich in unseren Gärten am häufigsten. Die Chinesische und die Japanische Zaubernuss, Hamamelis japonica. Die chinesische Zaubernuss, Hamamelis mollis, ist insgesamt etwas kräftiger als ihre Kollegin: Ihre Blütenblätter sind größer und leuchten in einem schönen Goldgelb. Auch ihr Laub färbt sich im Herbst gelb. Sie erreicht eine Höhe und Breite von jeweils fünf Metern.

Die japanische Zaubernuss oder Hamamelis japonica hat zarte Blüten, die innen rötlich leuchten. Im Herbst leuchten die Blätter leuchtend rot. Sie erreicht eine Höhe von zwei bis drei Metern.

Diese asiatischen Arten der Zaubernuss blühen bereits Ende Dezember bzw. Anfang Januar ihre Blüten und blühen bis in den März. Durch Züchtungen sind Pflanzen mit schönen Blütenfarben und intensiver Herbstfärbung entstanden.  

Nachbarn für die Zaubernuss

In ausreichendem Abstand zu einer Hecke gepflanzt genießt die Zaubernuss Windschutz und ihre Blüten kommen – gerade bei einer immergrünen Hecke – besser zur Geltung. Wichtig ist aber der Abstand zu anderen Gehölzen, da die langsam wachsenden Hamamelis mit Konkurrenz im Wurzelbereich schlecht zu Recht kommen. Erst nach dem Einwachsen können flach wurzelnde Bodendecker, wie zum Beispiel das Kleine Immergrün (Vinca Minor) gepflanzt werden. Schön anzusehen und ohne störende tiefe Wurzeln sind auch kleine Frühlingsblüher, wie zum Beispiel Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) oder Traubenhyazinthen (Muscari botryoides).

Heilsame Zaubernuss

Die Zaubernuss hat noch weitere zauberhafte Fähigkeiten, nämlich ihre heilsame Wirkung. Ihre Blätter und Rinde enthalten Gerbstoffe, die entzündungshemmend und adstringierend wirken. Hamamelis-Präparate werden gegen Entzündungen der Haut und der Schleimhäute, bei leichten Verletzungen, gegen Hämorrhoiden und Krampfadern eingesetzt.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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