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Pflücksalat säen

Pflücksalat säen geht ganz leicht. Er lässt sich im im Garten und auf dem Balkon anbauen. Wir geben Tipps zum Ansäen, Pflegen und Ernten.

Das Schöne an Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) ist, dass du ihn öfter ernten kannst. Er ist wesentlich leichter anzubauen als Kopfsalat, robuster gegenüber Krankheiten und kann ziemlich schnell geerntet werden. Da die Salatpflanzen nicht so groß werden, wächst er auf dem Balkon in Pflanzkübeln ebenso gut wie in Hochbeeten oder im Gemüsebeet im Garten.

Allgemeines und botanischer Steckbrief

Pflücksalate zählen zu der botanischen Familie der Korbblütler (Compositae oder Asteraceae). Pflücksalate bilden keinen Kopf und können mehrmals geerntet werden. Denn beim Pflücksalat wächst die Sprossachse hoch, von der die Blätter geerntet werden. Anders ist es mit den im Handel angebotenen Pflücksalaten: Dort werden die Pflücksalate als ganze Pflanzen angeboten.

Sorten

Es gibt viele Sorten an Pflücksalaten, so dass du eine große Auswahl hast. Hier werden nur die bekanntesten kurz vorgestellt. Die Sorten Lollo Bionda und Lollo Rossa sind den meisten von Euch sicher aus dem Supermarkt bekannt. Sie haben gewellte oder gefranste Blätter. Die Blätter des Eichblattsalat sind je nach Sorte entweder grün oder rötlich und erinnern in ihrer Form an Eichenblätter. Die hellgrünen Blätter der Sorte Frillice sind knackig, die Blätter stark gefranst. Vorteil dieser Sorte ist, dass sie sowohl im Beet als auch geerntet, länger haltbar ist. Die Sorten 'Amerikanischer Brauner' und ‚Australischer Gelber‘ sind ziemlich ertragreich.

Der Pflücksalat 'Venezianer' ist eine besonders schnell und stark wachsende Sorte. Sie ist besonders für den Anbau in Kübeln geeignet.

Pflücksalat anbauen

Da Pflücksalat so schnell wächst, kannst du ihn in einer Gartensaison mehrmals anbauen du ernten. Am besten beginnst du im Frühjahr mit der Aussaat direkt im Freiland. Halte aber Vlies bereit, wenn die Nächte kühl werden oder gar Nachtfrost droht, um die zarten Blättchen abdecken zu können.

Anleitung zur Ansaat von Pflücksalat

  • Vorkultur ab März im Haus oder Gewächshaus, ab Mitte Mai direkt ins Freiland

  • Standort: sonnig bis halbschattig

  • Vorbereitung: Boden lockern und mit Humus anreichern

  • Abstand: in Reihen von etwa 30 cm, säen. Abstand in der Reihe etwa 20 cm

  • Saattiefe: nur festdrücken und nicht mit Erde bedecken, da Pflücksalat ein Lichtkeimer ist

  • Nach der Saat angießen und feucht, aber nicht nass halten

  • Bei der Aussaat in Pflanzkübeln auf einen guten Abfluss achten, um Staunässe zu vermeiden

  • Nach dem Keimen die Sämlinge, die zu dicht stehen, pikieren. Bei der Vorkultur gegebenenfalls noch einmal in Töpfe oder ansonsten im richtigen Abstand direkt ins Beet säen

Pflege

Da Pflücksalat schnell wächst und geernet wird, sind keine besonderen Pflegemaßnahmen erforderlich. Wichtig ist allerdings, den Salat möglichst nur an den Wurzeln und nicht über die Blätter zu gießen. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist früh am Morgen. Pflücksalat verträgt übrigens die heiße Mittagssonne nicht so gut und macht dann im wahrsten Sinn des Wortes schlapp. Gut ist es daher, seinen Standort mit einem Sonnenschirm oder einer Schattiermatte vor der Sonne zu schützen. Die Blätter erholen sich aber am Abend nach einem kräftigen Schluck aus der Gießkanne.

Beetnachbarn und Fruchtfolge

Pflücksalat ist ein guter Nachbar von Bohnen, Fenchel, Kohl, Möhren, Radieschen, Spinat, Tomaten oder Zwiebeln. Pflücksalat sollte immer nur zwei bis drei Jahre am gleichen Standort angebaut werden.

Pflücksalat ernten

Vorteil des Pflücksalats ist, dass du ziemlich bald und portionsweise ernten kannst. Sobald die Blätter etwa sechs Zentimeter groß und das Herz des Salats zu erkennen ist, kannst du die ersten äußeren Blätter einfach mit den Fingernägeln abknipsen. Du kannst so viel der Blätter abbrechen, wie du brauchst, solange du das Herz des Salats nicht verletzt. Sonst wachsen keine Blätter mehr nach.

Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist am Morgen, da dann die Blätter noch knackig und frisch sind.

Ernte immer die unteren Blätter zuerst ab und achte, wie gesagt, darauf die Herzblätter nicht zu verletzen. Dann wachsen über Wochen hinweg immer wieder neue Blätter nach.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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