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Braune und gelbe Blätter am Kirschlorbeer – das sind die Ursachen

Ein häufiges Problem beim Kirschlorbeer sind gelbe und braune Blätter. Wir verraten die Ursachen und wie du sie beheben kannst.

Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist ein immergrünes, schnell wachsendes Gehölz, die das Hecke, frei wachsender Strauch oder als Formgehölz gepflanzt werden kann. Seine 5 bis 15 Zentimeter großen glänzenden Blätter erinnern an die des Lorbeers, weshalb der Kirschlorbeer gut zu mediterranen Gärten passen. Von Mai bis Juni blüht der Kirschlorbeer. Er hat kerzenartig aufrechte Blütenstände mit cremeweißen Blüten. Aus ihnen entwickeln sich kleine schwarze Früchte, die im rohen Zustand giftig sind. Nach dem Verzehr von Blättern oder Beeren kann es zu Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen kommen.

Kirschlorbeer ist mittlerweile so beliebt als Heckenpflanze, dass er schon als die neue Thuja bezeichnet wird. Als Sichtschutzpflanzen bieten die Gehölze viele Vorteile: sie wachsen schnell, sind immergrün und haben große, glänzende Blätter.

Allerdings haben die Pflanzen auch einige Nachteile, die oftmals übersehen werden. Das schnelle Wachstum mit etwa 40 Zentimetern im Jahr ist zwar in den Jahren nach dem Anpflanzen angenehm, kann aber in Reihenhausgärten zum Problem werden. Ungeschnitten werden Kirschlorbeer-Sträucher bis zu 4 Meter hoch und drei Meter breit. Zudem ist das Schneiden der Hecken ist zeitaufwändig, da sie nicht mit der Heckenschere geschnitten werden sollten.

Ärgerlich ist es, wenn sich die Blätter gelb färben, da dies den Gesamteindruck der Pflanze stört. Wir verraten die häufigsten Ursachen für gelbe und braune Blätter.

1. Verdichteter Boden und Staunässe

Der Kirschlorbeer stellt wenig Ansprüche an den Boden. Er wächst nahezu überall, im Schatten und in der Sonne. Er ist so robust, dass er auch dem Wurzeldruck anderer Gehölze aushalten kann. Zu feuchte Böden allerdings kann der Strauch nicht vertragen. Da der Kirschlorbeer tief wurzelt, muss der Boden bis in den Untergrund locker und gut durchlüftet sind. Verdichtete Erdschichten können der Pflanze schaden, so dass die Wurzeln teilweise faulen und die Blätter der Pflanzen gelb werden und abfallen.

Ist der Boden bei dir im Garten verdichtet, so wird der Kirschlorbeer in den ersten Jahren mit gelben Blättern reagieren. Möchtest du die Pflanzen retten, dann bleibt dir nichts anders übrig als die Sträucher auszugraben und den Boden tief auszuheben. Lockere den Boden und mische die ausgehobene Erde mit Sand und Kompost. Pflanze den Kirschlorbeer wieder ein und fülle das Pflanzloch mit der gemischten Erde.

2. Trockenheit

Auch wenn Kirschlorbeer an sich gut mit Trockenheit zurechtkommt, kann es vor allem im Winter zu Trockenstress für die Pflanze kommen. Wenn der Boden gefroren ist, kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen, verdunstet aber weiterhin Wasser über die Blätter. Als Folge bekommt der Kirschlorbeer gelbe oder braune Blätter. Verschärft wird dieses Problem in kalten Regionen, wenn die Pflanzen an ihrem Standort sehr dem Wind ausgesetzt sind.

Aber auch im Sommer kann es zu Trockenstress für den Kirschlorbeer kommen, der zu gelben Blättern führt. In trockenen Sommern kann die Wasserversorgung vor allem in sandigen Böden für den Strauch sehr schlecht sein, so dass sich die Blätter gelb verfärben.

Abhilfe schafft ein windgeschützter Standort in rauen Lagen. Junge Pflanzen kannst du im Winter mit einem Vlies schützen. Außerdem solltest du den Kirschlorbeer an frostfreien Tagen im Winter gießen. Im Sommer müssen die Pflanzen bei Trockenheit durchdringend gegossen werden. Eine Anleitung zum richtigen Gießen findest du hier.

Im Sommer wie im Winter hilft eine Humusschicht, die Feuchtigkeit in der Erde zu halten. Im Winter verhindert sie außerdem, dass der Boden sehr bald zufriert. Als Mulchmaterial ist Laub, Holzhäcksel, Rindenmulch oder anders organisches Material geeignet. Diese schützt nicht nur den Boden, sondern zersetzt sich und wird von Regenwürmern LINK und Mikroorganismen als Humus in den Boden eigearbeitet.

3. Nährstoffmangel

Gelbe Blätter können auch ein Zeichen für Nährstoffmangel sein. Fehlt es an Stickstoff, sind nicht nur die Blätter, sondern auch die Blattadern gelb. Bei einem Eisenmangel verfärben sich die Blätter gelb, während die Blattadern grün bleiben. Kurzfristig hilft ein mineralischer Dünger. Langfristig kannst du dieses Problem vermeiden, wenn du jedes Frühjahr die Erde rund um den Kirschlorbeer mit 2 bis 3 Liter Kompost pro Quadratmeter anreicherst.

Ab Juni darf der Kirschlorbeer nicht mehr stickstofflastig gedüngt werden. Sonst würde der Strauch nochmals vermehrt austreiben. Bis zum Winter bleibt dann aber nicht mehr genug Zeit, damit die neuen Triebe verholzen und sind sehr frostanfällig.

4. Zu hoher Kalkgehalt

Auch wenn der Kirschlorbeer hinsichtlich des pH-Wertes sehr tolerant ist, kann ein zu hoher Kalkgehalt im Boden dazu führen, dass die Pflanze bestimmte Nährstoffe nicht in ausreichender Menge aufnehmen kann. Die Folge ist eine Verfärbung der Blätter wegen eines Mangels an Chlorophyll (Chlorose). Überprüfe den pH-Wert des Bodens. Ist dieser zu hoch, kann das Auflockern des Bodens mit Sand dazu führen, dass Kalk besser ausgewaschen wird. Auch Mulchen mit saurem Nadelkompost trägt zu einem Absenken des pH-Werts bei.

5. Standortwechsel

Ein Standortwechsel führt zu Stress beim Kirschlorbeer. Dieser äußert sich in gelben Blättern, die später abfallen. Hier hilft nur, dem Kirschlorbeer Zeit zum Anwachsen zu geben.

6. Krankheiten beim Kirschlorbeer

Die Schrotschusskrankheit wird durch den Pilz Stigimina carpophila ausgelöst. Sie verursacht Löcher an den Blättern des Kirschlorbeers, als hätte man sie mit Schrotkugeln beschossen. Außerdem sind die Blätter gelb marmoriert. Die Krankheit führt nicht zum Absterben der Pflanze, trübt aber das Erscheinungsbild. Welke, gelbe Blätter werden durch den Pilz Monilinia laxa ausgelöst. Diese Pilzkrankheit wird Trieb- und Spitzendürre genannt.

Junge Pflanzen sind diesen Pilzkrankheiten gegenüber weniger widerstandsfähig als ältere, gut eingewachsene Sträucher. Erkrankte Triebe solltest du bis ins gesunde Holz abschneiden und im Hausmüll entsorgen. Junge Pflanzen müssen in der Regel mit einem Fungizid behandelt werden. Bei älteren Exemplaren reicht es aus, sie mit umweltfreundlichen Schwefelpräparaten zu behandeln.

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