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Verblühte Rosen schneiden

Verblühte Rosen schneiden oder nicht? Und wenn ja, wie viel schneiden? Wir verraten, wie du Rosen nach der Blüte richtig schneidest.

Im Sommer ist das wichtigste Gartenwerkzeug die Gartenschere. Einmal in der Woche solltest du durch den Garten gehen und die verwelkten Blüten der Stauden abschneiden. Doch gilt das auch für die Königin der Blumen, die Rosen?

Rosen richtig schneiden, aber wie?

Ein romantischer Garten mit duftenden Rosenbüschen ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Damit dieser Traum Wirklichkeit wird und nach der Hauptblüte im Juni die Rosensträucher neue Blüten treiben, müssen verblühte Rosen geschnitten werden.

Ohne dieses so genannte Ausputzen würden Rosen ihre Kraft dafür verwenden, aus den befruchteten Blüten Samen zu bilden. Werden die verblühten Blüten abgeschnitten, strengen sich die Rosen an, um nochmals Blüten zu bilden.

Denn unterhalb der Schnittstelle entstehen neue Seitentriebe, die neue Knospen treiben und die Blütezeit der Rosen verlängern. Dies klappt aber nur, wenn du verblühte Rosen bis zum nächsten fünfteiligen Blatt – einem Blatt, das aus mindestens fünf Einzelblättern besteht - zurückschneidest.

Einmal blühende Rosen richtig schneiden

Für einmal blühende Rosen ist die Zeit nach der Blüte der richtige Zeitpunkt zum Rosenschnitt. Denn einmal blühende Rosen blühen an zwei- oder mehrjährigen Trieben. Nach dem Rückschnitt bildet der Rosenstock neue Triebe, die dann im nächsten Jahr Blüten tragen werden. Zu hohe Triebe und Seitentriebe kannst du so weit zurückschneiden, dass die Pflanze wieder in eine schöne, runde Form gebracht wird. Ältere Triebe solltest du im Juli bis auf den Ansatz zurückschneiden, um den Strauch laufend zu verjüngen. Auch schwache und dünne Triebe, sich kreuzende oder abgestorbene Triebe werden entfernt.

Ab etwa Juli bilden sich so genannte Johannitriebe, auch Augustsaft genannt. Lasse sie erst einmal wachsen und bis zum Winter ausreifen. Beim Frühjahresschnitt kannst du sie auf die gewünschte Höhe kürzen.

Ramblerrosen schneiden nach der Blüte

Ramblerrosen werden in den ersten drei Jahren nicht geschnitten. Danach kannst du nach der Blütezeit die Pflanzen zurückschneiden und auslichten. Denn da Ramblerrosen am zweijährigen Holz blühen, sollten sie nicht im Frühjahr geschnitten werden, da sie sonst im darauffolgenden Sommer zu wenig Blüten treiben.

Bei dichten Rosenbüschen solltest du allerdings auf einen Schnitt im Sommer verzichten, da viele Vögel und kleine Tiere die Rosensträucher als Unterschlupf nutzen. Um diese nicht zu stören, ist ein Verjüngungsschnitt an einem frostfreien Tag im Winter empfehlenswert.

Kletterrosen nach der Blüte im Sommer schneiden

Auch bei Kletterrosen wird mit dem Schneiden der verblühten Blüten zugleich ein einen behutsamer Rückschnitt vorgenommen. Senkrecht wachsende Triebe werden bis auf drei bis vier Augen gekürzt, damit sich die Kletterrosen gut verzweigen. Ein bis zwei alte Triebe solltest du bis auf die Basis schneiden, damit sich die Kletterrosen laufend verjüngen. Eine Anleitung zum Schnitt von Kletterrosen erhältst du hier.

Wie schneide ich Rosen richtig?

  • Verwende immer eine gute, scharfe Gartenschere zum Schneiden der Rosen. Stumpfe Scheren oder gar ein Abbrechen der Triebe hinterlassen Verletzungen, die ein Einfallstor für Pilzinfektionen sind.

  • Schneide jeden Trieb leicht schräg ab. So kann Wasser gut abfließen und verursacht keine Fäulnis oder Pilzinfektionen.

  • Schneide etwa einen halben Zentimeter über einem vollständig ausgebildeten Blatt oder einer nah außen weisenden Knospe. Schneide an einem regenfreien, warmen Tag.

Wann du verblühte Rosen nicht schneiden solltest

Vor allem einmal blühende Rosen bilden rote Hagebutten. Wenn du auf diesen Schmuck im Herbst nicht verzichten möchtest, darfst du die verblühten Blüten an den Rosenstöcken nicht abschneiden.

Auch verblühte Wildrosen solltest du nicht schneiden. Sie werden nach der Blüte nur ausgelichtet, wenn es erforderlich ist.

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