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Rosen im Pflanzkübel

Rosen wachsen nicht nur im Beet, sondern auch im Topf. Voraussetzung ist ein großer, tiefer Pflanztopf. Hier Tipps zum Pflegen, Düngen, Standort und Überwintern von Rosen im Pflanzcontainer.

Der Rosenliebe sind oft Grenzen gesetzt, nämlich dann, wenn sich kein Plätzchen im Garten mehr findet. Dann bleibt eingefleischten Rosenliebhabern nur noch die Möglichkeit, Rosen im Pflanzkübel auf der Terrasse zu halten. Aber auch ohne Garten kann man so der Rosenliebe auf dem Balkon frönen.

Ein weitere Vorteil von Rosen im Pflanzcontainer ist, dass man die Rosenblüten und ihren Duft immer ganz aus der Nähe genießen kann. Der Rosenstock wird so zum immer frischen, riesigen Rosenstrauß.

Damit sich die Rosen im Topf auch wohl fühlen, musst du allerdings einige Punkte beachten. Hier Antworten auf die neun wichtigsten Fragen.

1. Welches Pflanzgefäß ist geeignet?

Rosen wurzeln tief. Daher muss ein Pflanzkübel für Rosen 50 Zentimeter hoch sein. In der Breite reichen 35 Zentimeter für eine Rose. Möchtest du die Rose mit Stauden oder einjährigen Pflanzen umgeben, muss der Pflanztopf natürlich entsprechend größer sein. Wichtig ist auch die Drainage. Der Pflanztopf muss unbedingt einen Wasserabfluss haben, denn bei Staunässe würden die Rosen schnell eingehen. Damit die Wurzeln nicht das Abflussloch verstopfen können, lege Tonscherben darüber. Auch eine etwa vier Zentimeter hohe Schicht aus Blähton ist sehr gut für die Pflanzen. So werden die Wurzeln sogar noch etwas belüftet.

Die Form des Pflanzgefäßes sollte konisch sein, damit sich der Wurzelballen beim Durchfrieren nach oben schieben kann. Und natürlich muss der Pflanzkübel frostsicher sein.

2. Welches Pflanzsubstrat soll ich verwenden?

Wähle sehr gute Pflanzerde aus. Am besten ist spezielle Rosenerde oder Spezialerde für Trog- und Dauerbepflanzung geeignet. Die Erde mit Hornspänen gemischt verbessert die Struktur der Erde, so dass sie nicht so leicht zusammensackt.

3. Worauf muss ich beim Standort achten?

Rosen mögen Sonne – aber auf Terrasse oder Balkon kann es viel wärmer werden als im Blumenbeet. Vor allem die Erde im Topf kann sich stark erwärmen – dies wird von den Rosen gar nicht geschätzt. Damit es deinen Rosen nicht zu heiß wird, ist ein Platz im Halbschatten am besten geeignet. Stelle die Rosen nicht direkt vor die Hauswand. Dort staut sich die Luft und die Blätter können nach dem Regen schlechter trocknen. Überhaupt mögen Rosen es sehr luftig. Unter einer überdachten Veranda oder Balkon fühlen sie sich nicht so wohl.

4. Was muss ich beim Pflanzen beachten und wie oft müssen Rosen im Pflanzkübel umgetopft werden?

Beim Pflanzen von Rosen musst du darauf achten, dass die Veredlungsstelle etwa fünf Zentimeter unter der Erde liegt. Vor dem Pflanzen die Rose so lange in ein Wasserbad stellen, bis keine Luftblasen mehr hochsteigen. Beim Einpflanzen dürfen die Wurzeln der Rose nicht abknicken. Die Pflanze in den Topf auf die richtige Höhe halten, den Topf mit Erde bis etwa ein bis zwei Zentimeter unter dem Topfrand auffüllen und die Erde gut festdrücken. Die Rose gut angießen.

Rosen im Pflanzkübel müssen etwa alle zwei bis fünf Jahre umgetopft werden. Dann ist der Pflanztopf durchwurzelt. Die richtige Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr oder der Herbst.

5. Wie gieße und dünge ich meine Rosen im Kübel richtig?

Um festzustellen, wann Rosen im Pflanzkübel gegossen werden müssen, hilft der viel beschworene Daumen: Mit dem Finger die Trockenheit der Erde prüfen und gießen, wenn sich die obere Erdschicht trocken anfühlt. Regelmäßig gießen und die Erde feucht, aber nicht nass halten. In zu nasser Erde fühlen Rosen sich nicht wohl.

Da Rosen im Sommer mit ihren vielen Blüten Höchstleistungen vollbringen, müssen sie auch ordentlich ernährt werden. Das heißt, dass sie neben einem Langzeitdünger auch wöchentlich mit einem Flüssigdünger mit dem Gießwasser gedüngt werden müssen. Helle Blätter weisen übrigens auf einen Nährstoffmangel hin.

6. Worauf muss ich bei der Pflege der Rosen im Pflanzkübel achten?

Schneide die verblühten Rosen regelmäßig ab. So sehen die Pflanzen nicht nur schöner aus, sondern werden auch zur Bildung neuer Blüten angeregt.

7. Wie bringe ich meine Rosen im Pflanzcontainer gut über den Winter?

Rosen sind winterhart – das ist allgemein bekannt. Allerdings friert die Erde im Topf viel stärker als im Blumenbeet. Daher ist Winterschutz für den Kübel angesagt.

Rücke den Topf mit den Rosen an eine schattige Stelle an der Hauswand. So ist die Pflanze schon einmal windgeschützt. Damit das Wasser richtig gut abfließen kann und nicht im Topf gefriert, solltest du den Pflanzkübel auf kleine Füßchen stellen.

Dann den Topf gut mit Materialien umwickeln, die vor Frost schützen, wie zum Beispiel einer Noppenfolie, Jute oder Bambusmatten. Den Zwischenraum kannst du noch mit Reisig oder Laub ausstopfen.

Die Rose selbst solltest du mit Erde anhäufeln. Dann noch etwas Nadelreisig, zum Beispiel vom Weihnachtsbaum, zwischen die Äste gesteckt, und die Rose ist gut für kalte Tage und Nächte gewappnet.

Hochstämmchen müssen mit einem Jutesack umhüllt werden und der Stamm noch zusätzlich mit Ästen, Reisig oder ähnlichem geschützt und rund um die Veredelungsstelle zusammengebunden werden. Auf keinen Fall Plastik oder Folie als Winterschutz verwenden! Dann kann sich Kondenswasser bilden und unter der Folie frieren.

8. Was sind geeignete Begleitpflanzen für einen großen Pflanzkübel mit Rosen?

Eine Rose im Topf muss nicht alleine stehen. Auch im Pflanzkübel kann sich die Königin der Blumen mit einem Hofstaat umgeben, der ihre Schönheit noch betont. Ein weiterer Vorteil von Stauden neben Rosen ist, dass durch die Verdunstung der umgebenden Pflanzen das Mikro-Klima verbessert wird und die Rosen nicht so krankheitsanfällig werden. Auch Spinnmilben fühlen sich bei höherer Luftfeuchtigkeit nicht so wohl und bleiben dann den Rosen eher fern.

Bei der Auswahl richtiger Rosenbegleiter solltest du nicht zu hohe Pflanzen wählen. Dadurch würde verhindert, dass die Blätter der Rosen nach Regen schnell trocknen.

Sehr schön zu Rosen sehen Kräuter wie Salbei, Thymian oder Oregano aus und liefern auch noch immer frische Zutaten für die Küche. Ziersalbei und Veronica (Ehrenpreis) setzen mit ihren blauen bis lila Blüten sehr schöne Akzente. Als niedrige Begleiter kannst du je nach Geschmack und Farbe der Rosenblüten zwischen Frauenmantel, Purpurglöckchen, Polsterglockenblume oder Segge wählen.

Lavendel ist übrigens nicht gut als Begleiter für Rosen im Topf geeignet. Lavendel mag zwar wie die Rosen sonnige Standorte, fühlt sich aber bei nährstoffreicher und feuchter Erde, wie es die Rosen brauchen, nicht wohl.

9. Welche Rosensorten sind geeignet?

Rosen im Pflanzkübel sollen buschig wachsen und üppig blühen. Daher sind Beetrosen, Zwergrosen oder Kleinstrauchrosen geeignet. Auch Kletterrosen sind bei einem entsprechend großen Pflanzcontainer geeignet. Sehr romantisch und verspielt sehen Hochstammrosen aus. Von den meisten Edelrosen ist wegen ihres Wuchses abzuraten. Wichtig ist es, robuste Sorten zu wählen und auf die Blattgesundheit der Rosen zu achten. Und noch ein wichtiger Aspekt ist der Duft der Rosen, den du auf der Terrasse oder Balkon noch viel intensiver genießen kannst.

Zwei von vielen geeigneten Rosensorten sind zum Beispiel die historische Rose „Jaques Cartier“ mit romantischen Blüten in sattem Rosa oder die „Red Leonardo da Vinci“, die über das Prädikat der Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) verfügt.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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