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Die schönsten Stauden für einen Präriegarten

Mit diesen Präriestauden kannst du einen pflegeleichten und abwechslungsreichen Garten anlegen. Ein weiterer Vorteil: Die Pflanzen vertragen Hitze und Trockenheit.

Wer denkt bei einem Präriegarten nicht an große Weiten sich wogender Gräser, durchbrochen von den Blüten von Rudbeckien und Astern? Wenn dein geistiges Auge von den Prärien Nordamerikas zurückkehrt und du einen tatsächlichen Blick auf deinen Garten wirfst, wirst du feststellen, dass dein Garten zu klein für eine Prärie ist. Dennoch kannst du die Vorteile der Präriestauden in deinem Garten genießen und ein pflegeleichtes, abwechslungsreiches und trockenheitsresistentes Beet zu gestalten. Wir geben Tipps zur Gestaltung und zeigen die schönsten Präriestauden.

Was ist ein Präriegarten?

Ein Präriegarten ist ein moderner Gartenstil, der von den Grassteppen Nordamerikas inspiriert wurde. Zarte, sich wogende Ziergräser sind ein unentbehrliches Element eines Präriegartens. Die Gräser werden kombiniert mit Zwiebelblumen, wie zum Beispiel verschiedenen Sorten des Zierlauchs (Allium) und Wildstauden, wie Astern, Rudbeckien und anderen. Der Höhepunkt eines Präriegartens liegt meist im Spätsommer, wenn sich die Gräser gelb verfärben. Da bei uns große Gärten mit großen Freiflächen selten sind, werden auf sonnigen Beeten Präriestauden miteinander kombiniert, so dass sich ein farbenfrohes, pflegeleichtes und Trockenheit vertragendes Staudenbeet ergibt.

Vorteile und Nachteile von Präriestauden

Präriestauden sind sehr robuste Gartenpflanzen, die wenig bis kaum Pflege brauchen. Sehr viele von ihnen sind trockentolerant und müssen nicht oder nur bei großer Trockenheit gegossen werden. Viele der Präriestauden samen sich von alleine aus. Da einige von ihnen sehr wüchsig sind, kann es nötig werden, die Samenstände zu entfernen.

Voraussetzung für einen Präriegarten

Voraussetzung für das Gelingen eines Beets mit Präriestauden ist ein sonniger Standort mit mindestens vier bis sechs Stunden Sonne am Tag und ein durchlässiger Boden. Bei schweren Böden solltest du Humus in die Erde einarbeiten, um ihn durchlässiger zu machen. Die meisten Präriestauden sind tief wurzelnde Pflanzen, um das Überleben an trockenen Standorten zu sichern. Es gibt aber auch Präriestauden, die sich auf eher frische oder feuchte Böden spezialisiert haben.

Palmlilie (Yucca)

Die hohe Palmlilie dient im Staudenbeet im hinteren Bereich als Leitstaude. Die trägt creme-weiße große Glockenblüten., die mannshoch werden können.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: trocken, nährstoffreich

Königskerze (Verbascum)

Die Königskerze ist eine äußerst robuste zweijährige Pflanze für den hinteren Beriech eines Beets. Aus jungen Blättern und Blüten kann ein Tee hergestellt werden.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: durchlässig, keine besonderen Ansprüche

Prärielilien (Camassia)

Die Zwiebelblumen erreichen eine Höhe von 80 bis 100 Zentimeter und damit eine gute Fernwirkung. Die Blüten wachsen an blattlosen Stielen und blühen in Weiß, Violett und verschiedenen Blautönen.

Blütezeit: April bis Juni

Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich

Sonnenbraut (Helenium)

Die Sonnenbraut mit ihren gelben oder orangefarbenen, feinstrahligen Blüten gilt als eine der typischen Präriestauden. Die Sonnenbraut ist eine der wenigen Präriestauden, die im Frühsommer, von Mai bis Juni blühen. Die Blütenfarbe ist Gelb oder Orange.

Blütezeit: Mai bis Juni

Boden: frisch bis feucht

Zierlauch (Allium)

Die meisten Arten des Zierlauch werden um die 60 Zentimeter hoch. Die Zwiebeln lassen sich zwischen die Gräser pflanzen und bringen im Frühjahr und Frühsommer Farbe zwischen die Halme

Boden: keine besonderen Ansprüche, durchlässig

Blütezeit: Mai bis Juni, auch später blühende Sorten

Boden: trocken bis frisch, nährstoffreich, durchlässig

Steppensalbei (Salvia nemorosa)

Der kniehohe, weiß oder blau blühende Steppensalbei verrät schon mit seinem Namen, dass er die richtige Pflanze für einen Präriegarten ist.

Blütezeit: Mai bis September

Boden: humos, feuchtdurchlässig

Nachtkerze (Oenothera tetragona)

Nachtkerzen öffnen erst am Abend ihre duftenden Blüten. Die Stauden werden 60 bis 80 Zentimeter hoch.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: durchlässig, frisch

Indianernessel (Monarda)

Die Indianernessel macht sich mit ihren leuchtend roten, weißen oder violetten Blüten hervorragend im vorderen bis mittleren Bereich eines Staudenbeets, je nach Höhe der verwendeten Sorte, die zwischen 60 und 120 Zentimeter variieren.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: trocken bis frisch, nährstoffreich

Prachtscharte (Liatris spicata)

Die Prachtscharte bildet lange ährenartige Blütentrauben, die aus vielen kleinen Blütenkörbchen bestehen. An der langen Blütezeit freuen sich auch Bienen und andere Insekten. Die Prachtscharte wird zwischen 40 und 90 Zentimeter hoch und blühen je nach Sorte lila, rosa oder weiß.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich

Duftnessel (Agastache)

Die lila blühende Duftnessel ist bei Bienen und Schmetterlingen sehr beliebt. Die Stauden werden 60 bis 80 Zentimeter hoch. Die langen, aufrechten Blütenähren kannst du auch für die Vase schneiden. Die duftenden Blätter lassen sich für Kräutersuppen, Salate und Tees verwenden.

Blütezeit: Juni bis September

Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich

Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum)

Die hohen Blütenähren wogen im Wind und geben dem Beet dennoch Struktur. Der Ehrenpreis hat eine besonders lange Blühdauer und lange, zartlila Blütenähren. Kandelaber-Ehrenpreis hat noch einen weiteren Vorteil, nämlich dass Schnecken ihn nicht mögen. Der Kandelaber-Ehrenpreis wird bis zu 150 Zentimeter hoch.

Blütezeit: Juni bis September

Boden: feucht, durchlässig

Sonnenhut (Echinacea)

Am bekanntesten ist der purpurfarben blühende Sonnenhut, es gibt aber auch weiß, rosa, rot, gelb oder grün blühende Pflanzen. Die stachelige Blütenmitte bleibt bis in den Winter eine Zierde im Staudenbeet. Die Staude wird etwa 80 Zentimeter hoch.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: trocken bis frisch, nährstoffreich

Kokardenblume (Gaillardia)

Kokardenblumen blühen in verschiedenen Gelb- Rot- oder Orangetönen, werden bis zu 50 Zentimeter hoch und blühen lange und ausdauernd.

Blütezeit: Juli bis September

Boden: trocken bis feucht, durchlässig

Prachtkerze (Gaura)

An langen, dünnen Stängeln sitzen die vielen kleinen Blüten der Prachtkerze. Die Staude ist sehr filigran und wiegt sich sanft im Wind. Es gibt weiß und rosa blühende Arten und Sorten. Prachtkerzen werden zwischen 60 und 100 Zentimeter hoch.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Boden: durchlässig, nicht zu nährstoffreich, trocken

Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis)

Die Blüten der Verbenen legen sich wie ein Schleier über das Staudenbeet. Winzige Einzelblüten bilden die Trugdolden, die bis zu 5 Zentimeter im Durchmesser erreichen. Bienen und Schmetterlinge lieben die Blüten. Die Pflanze wächst meist nur einjährig, samt sich aber aus.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Boden: nährstoffreich, durchlässig

Astern (Aster)

Astern dürfen in einem Präriegarten nicht fehlen. Am schönsten sehen einfache Astern wie zum Beispiel die Glatte Aster (Aster laevis) mit locker verzweigten Blütenständen aus. Aus den vielen Arten und Sorten kannst du Astern mit verschiedenen Blütezeiten und Höhen miteinander kombinieren.

Blütezeit: August bis Oktober

Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich

Bartgras (Andropogon)

Das Bartgras ist ein aufrecht wachsenden Gras mit schönen, silberbraunen Ähren, das zwischen 100 und 150 Zentimeter hoch wird.

Blütezeit: August bis September

Boden: trocken, frisch, feucht, nicht zu nährstoffreich

Plattährengras (Chasmanthium latifolium)

Das Plattährengras hat ausgefallene Ähren. Die Blätter des bis zu einem Meter hohe Gras verfärben sich im Herbst goldgelb.

Blütezeit: August bis Oktober

Boden: trocken, frisch, feucht, nicht zu nährstoffreich

Rutenhirse (Panicum virgatum)

Schönes Gras, dessen Blätter im Herbst eine rotbraune Färbung annehmen. Die Ähren sind braun. Die Rutenhirse wird zwischen 70 und 120 Zentimeter hoch.

Blütezeit: August bis September

Boden: trocken bis feucht, durchlässig

Federborstengras, Lampenputzergras

Das Federborstengras rahmt mit seinen überhängenden Blättern die blühenden Stauden wunderschön ein. Die dekorativen Samenstände bleiben bis in den Winter stehen.

Blütezeit: August bis September

Boden: frisch, nährstoffreich

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Bild Duftnessel

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Diese Gartenidee wurde verfasst von der Redaktion freudengarten.


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