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Rosmarin pflegen

Die Pflege von Rosmarin ist sehr leicht, wenn man einige Punkte beachtet. Hier Tipps zum Pflanzen, Pflegen, Schneiden und Überwintern des mediterranen Krauts.

Rosmarin ist eines meiner liebsten Kräuter im Garten. Ich finde ihn unverzichtbar für Ofenkartoffeln und viele Grillgerichte. Außerdem sieht er auf meiner Terrasse sehr gut aus und verleiht ihr ein südliches Flair.

Rosmarin ist nicht nur unentbehrlich für Liebhaber der mediterranen Küche, sondern zaubert mit ihren zarten lila-farbigen Blüten und den silbrig glänzenden Blättern einen Hauch von Urlaubsgefühl auf jede Terrasse oder Balkon. Welche Kräuter sich als Nachbarn für Rosmarin eignen, lest Ihr hier.

Heimat und Verbreitung

Beheimatet ist der immergrüne Strauch überall an der Mittelmeerküste, wo diese Pflanze seit alters her kultiviert wird, aber auch verwildert auftritt. Vermutlich hat er seinen Namen auch von diesen Gebieten, nämlich vom lateinischen Wort „ros“ für „Tau des Meeres“ und „marinus“ „am Meer gelegen“. Nördlich der Alpen gedeiht Rosmarin vor allem in Kübeln, wobei er in Gebieten mit milden Wintern auch im Beet ganzjährig gehalten werden kann. Meistens aber muss Rosmarin an einem hellen, kühlen Ort im Haus überwintert werden.

Standort und Pflege

Die intensiv duftende Pflanze liebt sonnige, trockene Standorte und kalkreiche Böden. Sie stellt nur Ansprüche an einen sonnigen Standort, sonst kommt sie mit wenig Pflege aus und verzeiht es auch, wenn das Gießen einmal vergessen wird. Staunässe kann sie allerdings nicht vertragen. Daher nur ein mageres und durchlässiges Substrat verwenden und Pflanzbehälter mit Abflussloch verwenden.

Rosmarin gedeiht im Beet genauso gut wie im Pflanzkübel. Allerdings ist er nicht zuverlässing winterhart. Ihr solltet ihn im Winter mit etwas Vlies, Reisig oder Laub abdecken, um ihn vor starken Frösten zu schützen. Rosmarin in Pflanzkübeln am besten geschützt an einer geschützten Stelle am Haus aufstellen und die Pflanzcontainer mit Vlies umwickeln. Noch besser ist es, den Pflankübel an einem kühlen, frostfreien Ort zu überwintern.

Im Frühjahr abgestorbene Ästchen und überlange Triebe herausschneiden. Nach der Blüte schneidest du die Pflanze am besten zurück. So wird sie schön buschig wachsen und neue Triebe bilden.

Verwendung

Der aromatische Duft der Pflanze erinnert etwas an Kampfer und wurde wegen seines ähnlichen Geruchs auch als Ersatz für Weihrauch verwendet. In der Küche ist er vor allem als wesentlicher Bestandteil der Kräuter der Provence bekannt. Beliebt ist er auch als Gewürz bei vielen Grillgerichten, bei Lamm, Geflügel, Zucchini oder Kartoffeln.

Rosmarin schneiden

Rosmarin wird regelmäßiggeschnitten, und zwar immer dann, wenn due Blätter für die Verwendung in der Küche erntest. Am besten schneidest du immer kleine Äste ab und zupfst nicht nur die Nadeln ab. Achte darauf, dass du nicht nur von einer Seite Ästchen erntest. Wenn du gelegentlich auch innere Äste entfernst, lichtest du die Pflanze bei der Gelegenheit auch aus. Das regelmäßige Ernten ersetzt aber nicht einen Pflegeschnitt, den du einmal im Jahr vornehmen solltest. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr nach der Blüte des Rosmarins. Schneide alle Triebe aus dem letzten Jahr bis kurz oberhalb der verholzten Triebe ab und entferne alle zu eng stehenden oder abgestorbenen Triebe. Dieser Schnitt ist notwenig, da Rosmarin aus altem Holz nicht mehr austreibt und die Pflanze sonst von unten verkahlt.

Rosmarin ernten

Geerntet werden die Blätter im Sommer. Sie können an einem schattigen, gut gelüfteten Ort in dünnen Lagen oder auf dem Backblech bei Temperaturen unter 40° getrocknet werden. Hübsch sieht es auch aus, wenn Sie aus den geernteten Stielen Sträuße bindet und sie kopfüber an einem schattigen Ort aufhängen. Die vollkommen trockenen Blätter kannst Du dann leicht von den Stielen streifen und dann in dunklen Gläsern aufbewahren. Die Kräuter behalten ihr Aroma bis zu einem Jahr. Ganz leicht ist es auch, selbst Kräutersalz mit Rosmarin zu machen.

Rosmarin ist bedingt winterhart

Ältere Pflanzen können in milden Lagen problemlos im Garten oder auf der Terrasse überwintern. Wächst der Rosmarin im Topf, so solltest du den Topf an eine geschützte Stelle am Haus stellen und gut mit isolierenden Materialien, wie Jute umwickeln. Alternativ kannst du den Topf auch in einen Jute-Sack stellen und diesen mit Laub oder Zeitungspapier ausstopfen. Achte auf eine gute Drainage im Topf und stelle den Pflanztopf zum Beispiel auf ein Brett, um den Wurzelballen vor auftseigender Kälte zu schützen. Eine Abdeckung der Äste des Rosrmarins mit Reisig schützt die Äste vor Wind und Sonneneinstrahlung. Rosmarin im Beet braucht eine schützende Decke aus Laub und Reisig. In kalten Gegenden und junge Pflanzen verbringen den Winter besser an einem hellen, kühlen Platz im Haus bei etw 10 Grad.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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