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Bougainvillea pflegen

Der Anblick der Blütenpracht von Bougainvillea erinnert viele an ihren letzten Urlaub am Mittelmeer. Dort erklimmen die immergrünen Pflanzen Hauswände und Mauern und überziehen sie mit einem leuchtenden Blütenflor.

Botanische Information

Ursprünglich stammt die Bougainvillea aus Südamerika. Die subtropische Kletterpflanze wurde nach ihrem Entdecker Louis de Bougainvillea benannt. Ihren deutschen Namen „Drillingsblume“ hat die Kletterpflanze erhalten, weil immer drei Blüten zusammenstehen. Die Gattung der Bougainvillea umfasst 20 Sorten und gehört zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). Bei uns wird als Zierpflanze vor allem die Sorte Bougainvillea glabra verwendet.

Die Blüten der Bougainvillea sind kleine, cremeweiße Röhrnblüten, die sehr klein und unscheinbar sind. Auffällig sind die Hochblätter, die sie umgeben und die in lila, orange, Rot, Gelb oder Weiß leuchten. Bougainvilleas blühen von Juni bis September.

Die Kletterpflanze ist ein Spreizklimmer. Das heißt, dass sie keine Kletterorgane ausbildet, sondern sich mit Hilfe ihrer leicht bedornten Triebe an Bäumen und Mauerwerk festhält. In ihrer Heimat und im Mittelmeerraum werden die Pflanzen bis zu fünf Meter hoch. In unseren Breiten können sie wegen ihrer fehlenden Winterhärte nur als Kübelpflanzen kultiviert werden und werden höchstens bis zu zwei Meter hoch.

Standort und Boden

Die Pflanzen lieben einen warmen, sonnigen Standort. Am liebsten wachsen sie an einer Hauswand, die die Wärme des Tages speichert und in der Nacht abgibt. Die Pflanzen sind empfindlich gegenüber Wind und starkem Regen, daher ist ein wind- und regengeschützter Standort, am besten unter einer Dachtraufe, am besten geeignet.

Bougainvilleas werden am besten in gute Kübelpflanzenerde gepflanzt. Da der Wurzelballen nie ganz austrocknen soll, kann Lehm unter die Erde gemischt werden.

Pflanzen und pflegen

Die immergrünen Pflanzen benötigen viel Wasser und dürfen nicht austrocknen. Werden Bougainvilleen zu wenig gegossen, werfen sie die Blätter ab, um die Trockenzeit zu überstehen. Mit etwas Glück treiben die Pflanzen wieder aus, wenn sie wieder Wasser erhalten.

Von April bis Ende August müssen die dekorativen Pflanzen einmal im Monat gedüngt werden. Wähle einen Blühdünger mit hohem Kaliumgehalt aus. Stickstoffdünger fördern nämlich vor allem das Wachstum von Blättern und nicht von Blüten.

Bougainvillen bilden lange, weiche Triebe, die erst langsam verholzen. Sie brauchen daher Drähte, die an einer Wand gespannt sind, oder ein Klettergerüst, an dem due die Triebe festbinden must. Am Ende der Triebe bilden sich die Blüten und die sie umgebenden leuchtenden Hochblätter.

Bougainvillea überwintern

Bougainvilleas sind nicht winterhart und müssen vor den ersten Frösten in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden. Ideal sind helle Räume mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Gut geeignet sind ungeheizte Wintergärten oder Treppenhäuser. An dunklen Standorten verlieren die Pflanzen ihre Blätter, treiben aber im Frühjahr meistens wieder aus. Um „kalte Füße“ bei den Pflanzen zu vermeiden, den Pflanztopf auf eine Styropor-Platte oder ein Holzbrett stellen.

Die Pflanzen müssen im Winter wenig gegossen werden, dürfen aber nicht austrocknen. Wichtig ist es, die Pflanzen im Winterquartier regelmäßig auf Schädlinge zu kontrollieren. Manchmal leiden die Pflanzen im Winterquartier an Spinnmilben oder Schildläusen. Vorbeugend abgefallene und welke Blätter zusammenkehren und entfernen.

Ab März die Pflanzen wieder mehr Gießen und mit dem Düngen beginnen. Bougainvilleas sind sehr empfindlich, wenn es zu kalt ist. Die Blüte setzt dann später ein. Die Pflanzen daher erst im Juni, wenn sich im Winterquartier schon die ersten Hochblätter zeigen, ins Freiland bringen.

Bougainvillea schneiden

Bougainvilleas bilden lange, dünne Triebe, an deren Ende die Blüten sitzen. Damit die Pflanze viele Triebe bildet, ist ein Rückschnitt empfehlenswert, damit sich die Pflanze gut verzweigt und buschig wächst. Die Drillingsblumen daher entweder im Herbst oder Frühling kräftig zurückschneiden. Wenn die Triebe immer wieder zurückgeschnitten werden, verholzen sie nach einigen Jahren, so dass die Drillingsblumen kein Rankgerüst mehr benötigen.

Wenn der erste Blütenflor verblüht ist, sollten im Sommer die Triebspitzen zurückgeschnitten werden, damit sich schnell neue Triebe und Blüten bilden.

Bougainvillea umtopfen

Die Bougainvillea muss nicht jedes Jahr umgetopft werden, Es ist ausreichend, sie alle zwei bis drei Jahre umzutopfen, wenn der alte Topf sehr gut durchgewurzelt ist und nur noch wenig Platz für Erde und Wasser bietet. Das neue Pflanzgefäß sollte nicht sehr viel größer als das alte sein, denn sonst neigen die Pflanzen dazu, vor allem neue Blätter zu bilden. Achte darauf, dass der neue Pflanztopf ein ausreichend großes Abflussloch hat und verwende gute Kübelpflanzenerde mit geringem Humusanteil. Eine Drainage-Schicht aus Blähton unten im Topf verbessert die Durchlässigkeit des Substrats. Der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr.

Bougainvillea vermehren

Bougainvillea lässt sich durch Stecklinge vermehren. Allerdings musst du etwa Geduld aufbringen, denn nicht alle Stecklinge werden Wurzeln bilden. Falls du deine Bougainvillea im Frühjahr zurückschneidest, kannst du die abgeschnittenen Triebe zur Vermehreung nutzen. Die Triebe sollten etwa 10 Zentimeter lang sein. Entferne alle Blätter im unteren Bereich und stecke sie Triebe in Töpfe mit durchlässiger, nährstoffarmer Erde. Um die Wurzelbildung zu fördern, kannst du die Schnittstellen in ein Bewurzelungspulver stecken. Dann die Triebe mit einer durchsichtigen Plastiktüte bedecken, ohne dass die Blätter die Folie berühren. Täglich lüften und die Erde feucht halten. Die Stecklinge an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz stellen. Wichtig ist, dass die Temperatur gleichmäßig bei 24 Grad liegt. Nach etwa acht bis 10 Wochen wachsen die ersten Wurzeln. Später die Jungpflanzen in größere Pflanztöpfe umtopfen.

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Diese Gartenideen wurden verfasst von der Redaktion freudengarten.


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